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Enquête

Steif, gezwungen und – am schlimmsten – vollkommen langweilig zu lesen. Das sind die Antworten der Enquête-Kommission auf einen kurzen Fragenkatalog von SpOn. Also jenen Leuten, die das Internet und seine Wirkung stellvertretend für die Bundesregierung begreifen und festellen sollen, "wie man diese Veränderung [der Gesellschaft usw. durchs Netz] gestalten kann, welche Gefahren und Chancen sie mit sich bringt." Okay, ich hab mir nicht viel Hoffnung auf interessante Antworten gemacht. Aber dass nahezu alle 17 Mitglieder 1:1 dasselbe sagen, ist schon bestürzend.

Alle sind sie von Sozialen Netzwerken begeistert. Und gleichzeitig über die fehlende Medienkompetenz zu Tode bestürzt. Fast so als ob diese Einstellung Pflicht wäre, um in die Kommission zu gelangen. Die Antworten wirken so gestellt, inszeniert … furchtbar. Nur einige, etwa diejenigen von Thomas Jarzombek erschienen mir erfrischend ehrlich und aufgeklärt, und das obwohl er CDUler ist und seine Aussagen nicht wirklich meiner eigenen Überzeugung entsprechen. Oder die von Lars Klingbeil, SPD. Er wirkt mir von allen am netzaffinsten, was wohl auch daran liegt, das er twittert. Doch auch seine Antworten geben wieder, dass er sich wohl sehr engagiert in die Sache wirft, wirklich was erreichen will.

Also alles gut oder alles schlecht bei der Enquête? Ich sag mal so: wirkliches Vertrauen hab ich bisher nicht in diese Gruppe. Eher haben mich manche Antworten noch stutziger gemacht, ob da tatsächlich die richtigen Leute sitzen. Insbesondere mit Axel Fischer. Aber es sind auch einige Personen vertreten, denen tatsächlich etwas an der Angelegenheit und der Materie liegt und die damit vlt. einiges in die richtige Richtung lenken könnten.