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The New Yorker über WikiLeaks und Julian Assange

WikiLeaks (WL) ist eine Seite, die fast tagtäglich geheime, unangenehme und teils aufrüttelnde Dokumente aus Regierungs- und Wirtschaftskreisen an die Öffentlichkeit bringt und damit vielen derweil ein Dorn im Auge ist. Und das auch, da es meist Insider sind, die den Whistleblower-Portal die Dokumente zuspielen. Doch seine ersten geheimen Infos und Akten verdankte WikiLeaks ausgerechnet chinesischen Hackern, die das Anonymisierungsnetz TOR zum Tausch von gestohlenen Dokumenten nutzen und dabei nicht ganz sauber arbeiteten. Zum Unmengen aus den Weiten dieses Netzes wären die Geheimdocs gefischt worden.

Die obige und ähnliche Anekdoten hat Julian Assange Raffi Khatchadourian von The New Yorker verraten, der ein umfassendes Portrait über ihn und WL verfasste; eines das sich wunderbar liest und manches über den trotz Prominenz eher nebulösen Assange und seine Methoden enthüllt. Etwa das Assange kein eigenes zu Hause habe. Stattdessen sei er ein internationaler Pendler; müsse schauen, wie er jeweils unterkommt, da dieses sein "Job" bei WL mit sich brächten.

He travels from country to country, staying with supporters, or friends of friends—as he once put it to me, “I’m living in airports these days.”
Ebenso geht der WL-Gründer auf das berüchtigte Irak-Video ein. Dieses und dessen Veröffentlichung wären intern Project B genannt und in einem angemieteten Haus in der Grettisgata Straße, Reykjavik, angeleiert und ausgeführt worden. Eine Mammutaufgabe und logistische Glanzleistung, wie Khatchadourian eindrucksvoll schreibt:
(...) he and the other members of the WikiLeaks community would have to analyze the raw video and edit it into a short film, build a stand-alone Web site to display it, launch a media campaign, and prepare documentation for the footage—all in less than a week’s time. (...) Assange also wanted to insure that, once the video was posted online, it would be impossible to remove. He told me that WikiLeaks maintains its content on more than twenty servers around the world and on hundreds of domain names (...)