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Milliardär baut reales Rapture

Die utopische Unterwasserstadt Rapture aus dem Shooter-Rollenspielmix Bioshock wird tatsächlich Realität. Zumindest ansatzweise: Peter Thiel, der Milliardär und Gründer von PayPal, plant mit dem Seasteading Institute (gegründet von dem Ökonom und Software-Entwickler Patri Friedman und Wayne Gramlich) vor der Küste San Franciscos eine Kolonie zu gründen. Die soll in internationalen Gewässern auf Bohrinsel-Plattformen und Pontons entstehen und damit vollkommen eigenständig und rechtlich unabhängig sein. Das Institut selbst wirbt mit der Idee um Geldgeber, es gebe „den Menschen die Freiheit, die Regierung zu wählen, die sie wollen, statt mit Regierung leben die müssen, die ihnen aufgebürdet wird.“

Und: ja, das klingt nach einem fantastischen Experiment; einem das gewagt werden sollte. Eine frische, neue Welt, unbeeinflusst von Regierungen und festgefahrenen Systemen und ausgestattet mit Geld und klugen Köpfen. Denn jene wären es wohl, die das sogenannte „Startup Country“ als erste besiedeln würde: Reiche und Denker. Die Idee, die hinter Seasteading steht, das ist die Philosophie des Objektivismus von Ayn Rand. Und der fasst sich stringent und gnadenlos zusammen: ein Staat sollte klein und minimalistisch gehalten werden, jeder ist sich selbst der Nächste und wenn jemand etwas für sich tut, dann ist das gut für die Allgemeinheit.

Drei objektivistische Leitwerte sind: Vernunft, Zielorientiertheit und Selbstwertgefühl.
Dennoch stellt der Objektivismus keine egoistische Philosophie dar, sondern sagt: wer darauf aus ist, für sich etwas Gutes zu schaffen, würde dadurch auch anderen nutzen. Und wenn jeder das gleiche anstreben würde, würde sich ein Gesellschaft ergeben, die sich mit Leichtigkeit selbst tragen würde.

Das Resultat für die Kolonie?
Mr Thiel and his colleagues say their ocean state would have no welfare, looser building codes, no minimum wage, and few restrictions on weapons.
Noch nächstes Jahr soll ein schwimmender Prototyp, quasi eine erste Büro-Parzelle, aus dem Hafen von San Francisco ins offene Meer zum zukünftigen Siedlungspunkt starten. Später sollen dann Wohlblöcke folgen, die um die 270 Leute fassen. Und bis 250 soll das neue Land schon Millionen Einwohner haben. Für hat Thiel noch noch etwas mehr über seine Pläne erzählt und einige weitere Facette angesprochen, wie er sich seine schwimmende Nation so vorstellt.

So genial und faszinierend ich die Idee finde: wer Bioshock kennt, der weiß, was mit Ratpure geschah. Diese fantastische Idee eines Utopia unter Wasser. Wie das Projekt von Thiel und Seasteading sollte es frei von Grenzen und Beschränkungen sein. Eine Burg für Freidenker und Futuristen. Doch stürzte es ins Chaos und die Anarchie, zerfleischte sich, bis nur noch Wahnsinn und Zerstörung übrig blieb. Ob's mit dem Startup Country ebenso kommt? Ich hoffe nicht. Denn es wäre zu schön zu sehen, wenn all das tatsächlich funktioniert und wir dem wahren Utopia einen Schritt näher kämen.