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Kids glauben, Mitten im Leben ist Real-TV

Pseudo-Dokus wie „Mitten im Leben“ oder „Familien im Brennpunkt“ sind sicherlich nicht pauschal gefährlich. Aber ich glaube durchaus, dass durch sie ein falscher Eindruck vom „richtigen Leben“ erweckt wird. Alleine die Überfrachtung dieser Shows mit kaputten Leben und zerstörten Persönlichkeiten vermittelt ein zutiefst negatives Menschen- und Gesellschaftsbild – das mit der Realität nicht deckungsgleich ist. Nun könnte man sagen: ist doch alles nur Show, die Menschen sind Schauspieler, alles eben nur gespielt – und das weiß auch jeder. Wie jetzt eine Studie zeigt, scheint das eben nicht so.

Eine neue Studie zeigt nach SPIEGEL-Informationen, dass zumindest bei Kindern und Jugendlichen die Verwirrung über solche Sendungen groß ist (…) Knapp die Hälfte der Zuschauer zwischen 6 und 18 Jahren glaubt, in dem RTL-Format "Familien im Brennpunkt" würden echte Fälle nachgespielt. Fast jeder Dritte in der untersuchten Altersgruppe war der Ansicht, dass das Kamerateam die tatsächlichen Erlebnisse der gezeigten Familien dokumentiert.
Ist so etwas nun den TV-Sendern anzulasten? Sie tragen auf jeden Fall eine Mitverantwortung hierfür. Schließlich sind eben diese Sendungen mit Bedacht auf Doku- und Echte-Menschen getrimmt. Und gegen einen „Alles nur gespielt“-Hinweis würden sie bestimmt Sturm laufen. Aber letztlich ist's hier eine Sache der Medienerziehung. Denn scheinbar werden die Jugendlichen nicht darüber aufgeklärt, was sie da für Sendungen konsumieren; was da im TV läuft. Es wäre hier Aufgabe der Schule, aufzuklären. Aber auch und zu forderst der Eltern.