Hallo werter Besucher. Schön, dass du hergefunden hast. Leider wird dieses Webblog nicht mehr aktualisiert. Aber keine Bange. Denn NEIN JA ERLEDIGT LOS ist nur umgezogen. Und zwar hierhin!

Weltuntergang

Eigentlich soll heute im Laufe des Tages irgendwann noch die Welt untergehen. Weil Maya, Kalender und so. Bisher ist aber noch nicht viel passiert. Zumindest hat bei mir noch keiner an die Tür geklopft. Und brennende Meteoriten oder Feuer und Schwefel regnen auch noch nicht vom Himmel – das hätte ich mitbekommen.

Weiterlesen ...

Wovor Stephen King Angst hat

Am 7. Dezember hat sich Stephen King an der University of Massachusetts-Lowell blicken lassen. Er wurde eingeladen, den Studenten eines Kurses über Kreatives Schreiben einige Tipps zu geben – was er dann auch tat. Aber vor allem beantwortete er so einige Fragen, der Studis. So wird sein Roman „Joyland“ im nächsten Julie erscheinen. Und im Dezember wird mit „Doctor Sleep“ eine Fortsetzung von „Shining“ kommen.

Die Leute fragten mich: was passierte eigentlich die Zeit nach 'The Shinning' mit dem Kind? Ich sagte, 'Ich weiß es nicht.' Das ging mir dann im Kopf herum.
Am schönsten jedoch, war die Antwort auf die Frage, wovor der Meister des Horrors eigentlich selbst Angst hat.
Spinnen, Schlangen … und meiner Schwiegermutter.

Weiterlesen ...

Tschüss, FTD!

Die Financial Times Deutschland geht. Aber das nicht ohne Witz, Würde und Reflexion. Gefällt!

Weiterlesen ...

Doppelgänger

Bekannte Menschen sind nicht mehr die, die sie waren. Die eigenen Eltern, die Freundin und Freude. Sie alle sind verändert. Sie sehen genauso aus wie immer – verhalten sich jedoch merkwürdig. Sie scheinen einem zu beobachten, zu verfolgen und aufzulauern. Sie wollen dich töten. Es scheint als wurden die wahren Menschen entführt, fortgebracht und durch Doppelgänger ersetzt.

Dieses unheimliche Thema wurde schon oft verarbeitet. Im Roman „Die Körperfresser kommen“, in den darauf basierenden Filmen „Body Snatchers – Angriff der Körperfresser“ und „Invasion“. Oder auch „The Faculty“ und „The Astronaut's Wife“. Dabei hat all das einen wahren Kern: Personen, die unter dem sogenannten Capgras-Syndrom leiden, glauben tatsächlich, dass ihnen nahestehende Menschen plötzlich nicht mehr dieselben sind – ihnen gar Böses oder sie töten wollen. Spiegel Online hat einen kurzen Artikel über einen Fall dieser Art, bei dem ein Mädchen seine eigenen Eltern nach einem Urlaub für fiese Doppelgänger hielt, die sie vergiften wollten.

Weiterlesen ...

Pokemons from Memory

Laura Bifano malt Pokemons und stellt die Pics in ein Tumblr Blog. Das faszinierende: sie hat die Pokemon-Games nicht mehr gespielt, seit sie 12 war. Sie zeichnet also aus ihrer Erinnerung. Dabei sind einige der kleinen Monster recht nahe am Original. Andere hingegen … weniger und einige sehen gar eher aus, als würden sie einem Horror-Film entsprungen sein.

Weiterlesen ...

Es ist da: Curiosity - What's Inside The Cube


Seit fast einer Stunde hab ich kleine Würfel zerkloppt. Dabei zugeschaut, wie andere Würfel zerkloppen. Und war fasziniert davon, wie sich der erste Layer des gigantischen Kubus durch tausende Menschen Spielen und Arbeit langsam aber sicher auflöst...

Weiterlesen ...

Wie Bill Gates 'Siri' prophezeite

Sehr schöne „Ausgrabung“ vom großartigen Paleo Future Blog. Im Januar 1987 trommelte das OMNI Magazin 14 intelligente Meisterhirne zusammen, um über die Zukunft unserer Gesellschaft und Technik zu spekulieren. Darunter: Microsoft-Gründer Bill Gates, der Flachbildschirme, Internetdatenbanken wie Art.sy, Wikipedia und, ja, auch Apples Siri prophezeite.

Also, we will have serious voice recognition. I expect to wake up and say, “Show me some nice Da Vinci stuff,” and my ceiling, a high-resolution display, will show me what I want to see—or call up any sort of music or video. The world will be online, and you will be able to simulate just about anything.

Weiterlesen ...

Peter & Peter

Die Wired hat ein ein tolles Feature über Peter Molyneux und seinen Twitter-Doppelgänger „Peter Molydeux“ - alias Adam Capone. Peter selbst ist einer der großartigsten Menschen, dem ich jemals begegnen durfte. Selten habe ich jemand kennen gelernt, der sich so für sein eigenes Schaffen begeistern kann; überzeugt ist, etwas großes und lebendiges schaffen zu können. Doch wirkte Peter stets – solange er Teil des gigantischen Microsoft-Apparates war – wie ein Vogel in einem güldenen Käfig: angefüllt mit Ideen, Vorstellungen und Träumen, ausgestattet mit Geld und Personal aber unfähig, seine Visionen und deren Verwirklichung gegenüber einer stoischen und gewinnorientierten Bürokratie durchzudrücken. Daher hat er Microsoft verlassen, wieder ein eigenes Start Up namens 22Cans gegründet, das sich experimentellen Spielkonzepten widmen will, die letztlich auf ein einziges großes Spiel hinauslaufen, das letztlich das Lebensziel dieser Firma sein wird.

„Ich bin nicht mehr jung. Aber ich will noch etwas verrücktes tun und etwas, das mir selbst Angst machen kann.“, hat mir Peter Molyneux einmal gesagt – das war, bevor er bei Microsoft ausstieg. Aber ich glaube, er wusste, was er tun würde.

Weiterlesen ...

Ich back Brot

Das kommt also davon, wenn man sich selbst wieder mal krank zur Arbeit prügelt: knapp eine Woche später holt einem die verschleppe Krankheit ein, man wird krankgeschrieben, die Kollegen und der Chef sagen „Wir haben's doch gleich gesagt“ und man wird nach Hause geschickt, wo man sich im Bett rumwälzt und plötzlich verdammt viel Zeit hat – und daher auf dumme Ideen kommt: etwa einfach mal Brot zu backen. Denn das kann ja nun echt nicht so schwer sein.

Weiterlesen ...

Your worst possible movie idea?

Amüsiere mich hier seit fast einer halben Stunde: Reddit-User posten ihre dümmsten Plot-Ideen für Filme. Das großartigste bisher:

A remake of Casablanca, starring Channing Tatum as Rick, Kristen Stewart as Ilsa, Chris Tucker as "Play It Again" Sam, Jonah Hill as Captain Renault, Dane Cook as Signor Ferari, and Samuel L. Jackson as all the Nazis. Directed by Frank "Whores Whores Whores" Miller. Soundtrack by Nightwish.

Weiterlesen ...

Art.sy

Wie toll! Diese Woche ist Art.sy live gegangen: eine Art Online-Museum. Gründer Carter Cleveland hat mit über 50 Museen zusammengearbeitet und damit um die 20.000 Bilder und andere Kunstwerke zusammengetragen, durch die man sich nun locker hindurch klicken kann. Doch läuft im Rücken von Art.sy noch zusätzlich ein „Entdecke“-Algorithmus wie jener von Amazon oder dem Musik-Streaming-Dienst Pandora, so dass sich all die Kunst nicht nur nach Faktoren wie Preis, Entstehungsdatum und Farbe sortieren lassen, sondern auch nach eher abstrakten Facetten, den sogenannten „genes“: „youth“, „provocative“ und „street art“ etwa. Funktioniert gut, ist schön gestaltet und einen Blick wert.

Weiterlesen ...

@5MillionMonkeys

Feine Idee. Marco von Minds Delight hat einen Twitter-Bot entwickelt, der zufällig generierten Schwachsinn postet. Was daran jetzt toll sein soll? Laut dem Infinite Monkey Theorem – also der Unendlich-viele-Affen-Theorie – wird ein Affe, der nur unendlich lange wild auf einer Schreibmaschine herum hämmert, irgendwann rein zufällig die Werke William Shakespeares abtippen. Und eben das lässt sich mit einem solchem Bot simulieren. Will heißen: irgendwann sollte neben all dem Buchstabenmüll auch das ein oder andere sinnhafte Wort und vielleicht sogar ein verständlicher Satz entstehen.

Weiterlesen ...

XKCDs gigantische Welt

Auf XKCD wird heute kein „einfacher“ Comic-Strip gefeatured. Nein, diesmal darf dort eine gigantische, gezeichnete Welt erforscht werden. Eine die angefüllt ist mit Pop- und Internetkultur, Anspielungen, beeindruckenden Konstruktionen und einer riesigen Schippe Herzblut, die da reingeflossen ist. Wer sich den Click-and-Drag-Spaß verderben will: mittlerweile gibt’s das ganze als einziges Bild oder auch als zoombare Version.

Weiterlesen ...

Ich habe ein iPhone gefunden

Vor knapp zwei Wochen war ich für einen kurzen Pressetrip in Paris. Es ging zu den Ubisoft Digital Days, wo ich mir eben die neuesten Download- und Mobile-Games von Ubisoft anschaute und mit Michel Ancel und einigen weiteren Leuten plauderte. Und wo ich ein herrenloses iPhone 4 fand. Auch wenn man bei einem solchen Stück Technik freilich kurz in die Versuchung kommt, es zu behalten, war klar: das gibst du zurück. Schließlich sind Smartphones nicht mehr nur zum Telefonieren da: manch einer hortet darin sein halbes Leben. Kontakte, Mails, Termine und vieles mehr. Wenn ich mein Nexus S verlieren würde, ich wäre besorgt. In der Hoffnung, es gehöre jemanden von den Digital-Days-Teilnehmern, gab ich es einem der Organisatoren; er möge bitte rumfragen, ob es jemand vermisst. Doch Fehlanzeige. Als es sich die Veranstaltung dem Ende nährte, wurde mir das iPhone wieder in die Hand gedrückt. „Ich konnte niemanden finden, der's verloren hat“, wurde mir mitgeteilt. Also ging das Handy in meiner Tasche mit nach Hause. Dort schaute ich's mir näher an: die Sim fehlte; das Telefon war mit Code gelockt. Das machte das Ausfindigmachen des Besitzers nicht leichter: keine Identifikation via Sim-Nummer oder Provider möglich.

Nächste Anlaufstelle? Der Apple-Store in München und dort die Genius-Bar, wo ich einem Genie meine Story erzählte. „Viele würden's einfach behalten“, sagte er. „Und es kommen manchmal auf welche her, die wollen ein Telefon geknackt haben, das sie offensichtlich gefunden oder geklaut haben.“ Er schaute sich das Phone an – stutzte kurz beim Lock-Screen. „Hmm, das wird jetzt kurz dauern“, meinte der junge Kerl im blauen Shirt und verschwand hinter einer Tür um 10 Minuten später wieder aufzutauchen. „Ich musste das Handy aufmachen um an die Seriennummer zu kommen“, erklärte er. Dann drückte er mir seine Visitenkarte mit einer Mailadresse auf der Rückseite in die Hand – auf genau die sei das Handy registriert. Stéphan, ein Franzose – laut Website ein Veranstaltungsplaner, der wohl an der Ausrichtung der Digital Days beteiligt war. Und dann ging's recht schnell. Eine Mail an die Adresse geschrieben und wenig später kam auch die Antwort – eine, die sich sehr erleichtert las. „Vielen Dank – wenn ich mal etwas für dich tun kann, sag Bescheid“, schrieb er. Am nächsten Tag warf ich das Handy gut in Knackfolie eingepackt in die Post und es ging dem Weg nach Frankreich. Die Tage sollte es dann auch dort ankommen...

Ich fühle mich gut.

Weiterlesen ...

Berners Street Hoax

Das kannte ich noch nicht. Vor rund 200 Jahren hat ein gewisser Theodore Hook den wohl größten „bestelle' ein Pizza an eine fremde Adresse“-Scherz der Geschichte abgezogen und damit einen Teil von London komplett lahmgelegt. Er hatte tausende(!) Menschen mit verschiedenen Lieferungen und Dienstleistungen in die 54 Berners Street bestellt – und das nur um eine ziemlich doofe Wette zu gewinnen.

Weiterlesen ...

Zombie Walk 2012 in München


Am 8. September war International Zombie Walk 2012 – und zwar auch in der schönsten Stadt der Welt: München. Vom Sendlinger Tor aus schlurften die untoten Massen Richtung Marienplatz und dann ins Tal, wo sie versuchten, ihre blutverschmierten Leiber in einen The-Walking-Dead-Doppelstockbus zu zwängen. Dann marodierte die Meute weiter zur S-Bahn-Station Isartor und stülpten sich in eine Bahn zum Ostbahnhof. Von dort aus keuchten sie letztlich zum Horror Gore in der Kultfarik und machten sich über eine Bar angefüllt mit Würstchen und Bier her; freilich spielte dazu Michael Jacksons Thriller im Hintergrund. Super!

Weiterlesen ...

Frankie bloggt Essen und Bilder

Fast 15 Minuten klicke ich mich bereits durch Frankie Fights Food – nachdem ich das Blog auf Flickr entdeckt habe. Dabei ist's eigentlich nur eines von diesen unzähligen Kochblogs, die's wie Sand am Meer gibt. Doch werden sämtliche Kochbeschreibungen und Küchenerlebnisse von Frankie mit stellenweise unsagbar leckeren und witzigen Photos garniert. Damit landet Frankie Fights Food sofort in meinem Feed Reader.

Weiterlesen ...

The History of AOL CDs

Toll! Auf quora.com erzählen ein paar Ex-AOL-Chefs wie Steve Case, Jan Brandt und Reggie Fairchild die Geschichte der AOL-CDs und was dahinter steckte.

(…) but do recall in the early 1990s our target was to spend 10% of lifetime revenue to get a new subscriber. At that time I believe the average subscriber life was about 25 months and revenue was about $350 so we spent about $35 to acquire subscribers. (…)
(…) At one point, 50% of the CD's produced worldwide had an AOL logo on it.  We were logging in new subscribers at the rate of one every six seconds. 
 Am faszinierendsten jedoch: im Jahr 1998 soll AOL für mehrere Wochen wirklich sämtliche wichtigen und weltweiten Produktionseinheiten für CDs in Beschlag genommen haben. Oder anders gesagt: in allen Fabriken der Erde liefen für einige Wochen nur AOL-CDs vom Band – und nichts anderes!
Not a single music CD or Microsoft CD was produced during those weeks. (…) When people complained about receiving AOL CDs even though they already had an AOL account, Steve Case would ask, 'don't you have a friend you could give it to?'

Weiterlesen ...

Peter Molyneux will dein Leben verändern

Peter Molyneux will das Leben von zumindest einem Menschen verändern. Und zwar mit dem ersten Spiel, das der Beginn eines ganzen Zyklus von Experimenten sein soll: Curiosity heißt's. Und es besteht aus einem Würfel, der aus vielen kleinen Würfeln besteht - 60 Millionen um genau zu sein. Die gilt's alle nacheinander zu zerhacken. Denn ganz tief drinnen soll ein Würfel liegen, der etwas enthält. Etwas besonderes, etwas eben, dass das Leben eines einzigen Menschen verändern soll. Was? Das verrät er nicht. Es könnten eine Million Euro sein, ein Gutschein für eine Reise um die Welt, eine Chance auf einen Wunsch an Peter oder etwas ganz anderes. Aber zumindest etwas, dass Peter Molyneux für würdig hält, dass die Nachrichten darüber berichten würden.

"It's so amazing I think it will appear on news reports," Molyneux said, "though it's not a dead cat, by the way." Life-changing... but not a dead cat? Well I'm certainly stumped.
Am 22. August 2012 wird das Game für alle möglichen Plattformen – vom PC, iOS und Android – erscheinen. Und ich werde an der Würfel-Zerschlagerei mitmachen.

Weiterlesen ...

Julian Assange will nach Ecuador flüchten

Jetzt wird’s spannend: Julian Assange hat sich in die UK-Botschaft von Ecuador geflüchtet und dort um Asyl ersucht. Sein Antrag wurde umgehend weiter geleitet. Und bis der von der Regierung von Ecuador geprüft ist, darf der Wikileaks-Gründer auch in der Botschaft verbleiben, wo er vor Zugriffen durch die britische Polizei und anderer Beamter geschützt ist. In seiner Situation ein intelligenter Schritt, denn allmählich wird’s für ihn durchaus eng. Witzig dabei: scheinbar nimmt Ecuador Julien durchaus ernst und macht sich Sorgen, wie's ankommt, dass man ihm Schutz und Unterkunft gewährt.

The decision to consider Mr Assange’s application for protective asylum should in no way be interpreted as the Government of Ecuador interfering in the judicial processes of either the United Kingdom or Sweden.

Weiterlesen ...

Wie’s ist, Zentrum einer Verschwörungstheorie zu sein

Recht verrückt und irgendwie verstörend. Michael O'Hare, ein Public Policy Researcher an der UT Berkeley, wird seit 30 Jahren von einem Mann verdächtigt, der berühmte Zodiac Killer zu sein. Dabei hat O'Hare ein verdammt gutes Alibi: er war zur Zeit der Zodiac-Morde nicht mal in der Nähe der Tatorte. Dennoch gibt der Hobby-Mörderjäger namens Gareth Penn nicht auf, und erzählt jedem, der es hören will oder nicht, dass O'Hare ein Mörder ist. Bereits 2009 hat O'Hare daher mal aufgeschrieben, wie’s so ist, von einem Verschwörungstheoretiker verfolgt zu werden.

Weiterlesen ...

Manfred Hamm hört auf

Ich bin ein großer Freund der Digitalkameras; immer schon. Ich find’s super, nicht ständig Filme kaufen zu müssen und große Berge von Aufnahmen einfach auf einer Festplatte oder in der Cloud speichern zu können. Aber ich kann auch die Faszination Film vollends nachvollziehen und spiele schon seit Monaten mit dem Gedanken, mir eine alte Minolta Maxxum 7000 zuzulegen. Manch anderer ist dem Film jedoch so ergeben, dass er nicht davon lassen mag. So Manfred Hamm, einer der Pioniere der Architekturphotographie. Dem Spiegel sagte er, dass er seine Passion alsbald aufgeben will, da ihm einfach die Filme ausgehen. Denn er setzt nicht auf irgendwelche, sondern dem bereits seit 2009 nicht mehr produzierten Kodak EPD-Y (von dem ich nicht weiss, was er da genau meint: ich kenne nur Kodak EPD und Kodak EPY - hab mal nachgefragt, ob sich's um einen Transkriptfehler handelt) von dem er nur noch einige Schachteln in einer Tiefkühltruhe lagern hat – und die reichen noch für genau 33 Aufnahmen. Auf Digital umsteigen, das kommt für ihn nicht in Frage. Die Begründung, warum das so ist, das können wohl viele nachvollziehen.

Sie können die Magie eines Raumes nicht digital einfangen, da geht die Tiefe verloren. Sie könnten das nachträglich digital mit Photoshop bearbeiten, aber das hat etwas von Nippes, das wird doch alles eine Soße.

Weiterlesen ...

Roboter-Käse-Rotierer

In einer wohl recht großen Schweizer Käsefabrik werden die schweren Käselaibe nicht von Menschenhand, sondern von einem Roboter gewendet. Schaut man sich an, wie viele Käseräder dort in den Regalen liegen, kein Wunder. Ich finde das jedenfalls toll.

Weiterlesen ...

Der längste Tunnel der Welt

Der derzeit längste für Autos befahrbare Tunnel der Welt liegt im schönen Norwegen und trägt den herrlichen Namen Lærdal Tunnel. Insgesamt 24.5 Kilometer erstreckt er sich zwischen den Dörfern Lærdal und Aurland, die quasi die Tore zu Bergen und Oslo bilden. Andrew Evans von National Geographic ist das Tünnelchen durchfahren und hat dabei ein feines Time-Lapse-Video gedreht.

Weiterlesen ...

Sky City

Das Burj Khalifa in Dubai ist mit 828 Metern Höhe derzeit das höchste Bauwerk auf Erden. Noch jedenfalls: die chinesische Firma Broad Sustainable Building (BSB) will die Araber mit dem Projekt Sky City in der Stadt Changsha um 10 Meter überragen. Ein Vertrag mit der Bezirksregierung der Region sei gerad geschlossen, hat die Firma verkündet. Und im Januar 2013 soll das Gebäude fertig sein und eingeweiht werden. Die chinesische Baufirma will in nur 90 Tagen schaffen, wofür Dubai 5 Jahre gebraucht hat. Möglich machen soll's ein von BSB entwickeltes Verfahren zur Fabrik-Vorfertigung von Bauteilen wie Wänden und Böden, die einfach aufeinander gesetzt werden – und trotzdem Erdbeben- und Orkan-sicher sind. Echte Bilder oder Konzeptzeichnungen für die Sky City gibt’s noch nicht, doch soll – Aha! – der derzeitige Entwurf von einem Architekten aus Dubai stammen!

Weiterlesen ...

Neues Morgen

Die New York Times hat eine Liste von 32 Dingen, die unser „Morgen“ verändern werden: elektrische Kleidung; Kaffee, der nicht wie Kaffee schmeckt und: die Shut-Up-Gun.

Weiterlesen ...

Spiel-Ökonomie

Yanis Varoufakis ist Ökonom. Einer, der sich schon seit geraumer Zeit mit der Euro-Krise, dem Ungleichgewicht zwischen den Ländern der EU und den absehbaren und weniger absehbaren Folgen und Seiteneffekte beschäftigt hat. Und genau das brachte ihm seinen gegenwärtigen Job ein: Berater von Valve Software, dem Entwickler von Half-Life, Team Fortress 2, Portal und dem Games-Service Steam. Wie's dazu kam und wieso, das schreibt er in seinem Valve Economics Blog. Überdies zeigt sich, woran und an welch zahlreiche Fronten Valve und ihr Chef Gabe Newell so arbeiten. Und wie herrlich lapidar und offenherzig, gute potentielle Mitarbeiter angeworben werden und wie relaxed doch die Games-Branche sein könnte, wenn man als großer Konzern keinen Stecken im Arsch hat – wie Valve und ihre Führung.

Weiterlesen ...

Münchausen by Internet

Faszinierender Wikipedia-Artikel über eine Art Abart des Münchhausen-Syndrom: Münchausen by Internet. Das beschreibt das merkwürdige Verhalten einiger Menschen, im Internet Krankheiten oder andere Störungen vorzutäuschen. Im Jahr 1998 wurde es erstmals vom Psychiater Marc Feldman festgestellt. Dann, 2001, hat der Redakteur Bobbie Johnson in einem Guardian-Artikel die Geschichte von Debbie Swenson öffentlich gemacht, die knapp zwei Jahre im Internet die Leukämie-Kranke Kaycee Nicole spielte.

Weiterlesen ...

Die geheime Autosammlung von Humero Roca

Jalopnik hat einen interessanten Artikel über die geheime Autosammlung von Humero Roca, dem ehemaligen Präsidenten der schwer in Schwierigkeiten steckenden Airline AeroSur. Die soll irgendwo im Untergrund von Santa Cruz liegen und um die 60 exotische PS-Schmuckstücke umfassen – darunter ein Ferrari F1, ein 1969er Dodge Charger, ein 89er BNW E30 M3, ein Aston Martin Vanquish und eine 2006er Dodge Viper.

Weiterlesen ...

Janet Airlines

Wo wir gerade schon bei mysteriösen Flugzeugen waren. Vor wenigen Stunden habe ich zum ersten Mal – zumindest wissentlich – etwas über Janet Airlines gehört. Einer Fluglinie, wenn man so will, die zur US-Luftwaffe gehört und eigentlich keinen richtigen Namen hat: Janet ist ein Bezeichnung, ein Rufzeichen, von dem keiner mehr so richtig weiss, wo es eigentlich herkommt. Unter Verschwörungstheretikern ist Janet wohl recht bekannt. Denn in den ausschließlich weißen Flugzeugen mit roten Streifen und getönten Scheiben werden vom McCarran International Airport Militäranlagen wie die Edwards Air Force Base, die Naval Air Weapons Station China Lake, der Tonopah Test Range Airport und die Area 51 angeflogen.

Wer in den Maschinen drinnen sitzt? Wohl Techniker, Ingenieure, Militärs und vielleicht der ein oder andere Politiker. Doch ranken sich freilich auch witzige Mythen um schwarze Cryo-Särge mit Alien-Leichen und anderen Hokuspokus. Doch lohnt alleine schon der Wikipedia-Artikel und ein Pop-Science-Feature zum Thema.

 (...) All these events are linked. They are the visible signs of an invisible, parallel world within the universe of aerospace and defense: the classified, or "black," world of secret military programs. Those unmarked 737s were ferrying employees to the flight-test center near Groom Lake, Nevada, known to the public as Area 51. The gray airplane is Polecat, a next-generation stealth unmanned aerial vehicle (UAV)-Cappuccio's video was his sly way of unveiling the program. Those earthquakes? Quite possibly sonic booms from a long-suspected hypersonic attack vehicle, a sleek aircraft that has consumed the imaginations of black-project enthusiasts and military analysts, including me, for two decades.

Weiterlesen ...

WW-2-Flugzeug in der Wüste entdeckt

Wahnsinn! Auf der Suche nach Ölquellen hat ein Forscherteam in der Sahara die Überreste eines P-40-Kittyhawk-Jagdflugzeugs aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Und die sind in nahezu tadellosem Zustand. Aufgrund der Hitze ist's nicht verrottet oder gar gerostet, sondern liegt da, wie es vor 70 Jahren abgestürzt ist. Der Pilot des Flugzeugs war wohl ein gewisser Sgt. Dennis Copping – doch von ihm oder seinen knochigen Überresten fehlt jede Spur. Womöglich ist er nach dem Absturz verletzt und unter Schock stehend in die Wüste gelaufen und dann verdurstet.

Even if it'd been full, the World War II plane's 52-gallon fuel tank—as indicated by the manufacturer's label (pictured)—may not have been enough to save 24-year-old Flt. Sgt. Dennis Copping as he flew back from the front line for repairs in 1942.

Weiterlesen ...

Handtuchtag 2012! It's Towel Day!

Heute ist der 25. Mai und damit Handtuchtag! An diesem Tag gedenken wir alljährlich dem am 11. Mai 2001 und viel zu früh verstorbenen Douglas Noël Adams. Einem Radio-Macher, Philosophen, Visionär, Beinahe-Apple-Chef, Autor und Inbegriff des Hoopy Frood. Also dem super Typ, der einst besoffen auf einem Acker bei Innsbruck lag, in die Sterne glotze und dabei die Idee zu "Per Anhalter durch die Galaxis" hatte. Eine irrsinnige Odyssee durch's all, angefüllt mit Wahnwitz, Irrsinn und gleichzeitig fantastischen Ideen. Viele von Douglas' Ideen wie die tragbare Enzyklopädie sind mittlerweile wahr geworden. Auch On-the-Fly-Übersetzungen sind nicht mehr fern – wenn auch ohne Fisch im Ohr. Und die Wissenschaft zeigt allmählich, dass das Universum obskurer ist, als wir es uns bisher ausmalten.

Aus diesen und natürlich noch weiteren Gründen ehren wir Doug heute, in dem wir das wohl nützlichste mit uns rumtragen, was der interstellare Anhalter besitzen kann: ein Handtuch.

Laut „Per Anhalter durch die Galaxis“ ist es von „großem praktischem Wert - man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe."

Also: Happy Towel Day!

Weiterlesen ...

Mad God

Phil Tippett dreht wieder einen Film! Er ist der Kerl, der als Special- und Visual-Effects-Meister die AT-ATs in Star Wars zum laufen, Dinosaurier zum zuschnappen und Köpfe zum schmelzen gebracht hat. Und das – fast alles – mit Miniaturen, Masken und Puppen. Und so soll sein neuer Streifen, Mad God, eine Hommage an diese Zeiten sein. Sämtliche Animationen werden per Hand gemacht, sämtliche Kulissen gebaut und nichts im Computer generiert. Eine richtige Story soll's nicht geben. Vielmehr ist Mad God ein Schaustück angesiedelt in einer finsteren Post-Apokalypse Welt, die vor merkwürdigen Kreaturen wimmelt. Und in der wahnsinnige Wissenschaftler eben wahnsinnige Dinge tun.

Finanziert wird das alles, wie so viele einzigartige Projekte, über Kickstarter. 40.000 Dollar wollte Phil Tippett. Über 50.000 hat er schon.

Weiterlesen ...

Wo ist Julian?

Wo ist sie hin, diese mystische Gestalt? Dieser schemenhafte Mann mit dem schlohweißen Haar, den kalten Augen, dem bestechenden Intellekt und dieser überirdischen Aura. Wo ist eigentlich Julian Assange? Noch vor wenigen Monaten war er präsent, wie kaum ein anderer Mensch auf diesem Planeten: eine Reportage im Time Magazine, ein Portrait im New Yorker und Berichte und Features im TV. Nationen betrachteten ihn als Staatsfeind Nr.1, Hacker und Intellektuelle stilisierten ihm zur Fleisch gewordenen Informationsfreiheit und die Welt des Mode-Journalismus feierte ihn als Stil-Ikone. Alles war Julian. Doch nun? Er ist verschwunden – aus den Zeitungen, den Magazinen, dem Fernsehen, den Augen und dem Sinn.

Weiterlesen ...

Vegas, Baby!

Vor knapp zwei Wochen hat es mich in eine der beeindruckendsten und unwirklichsten Städte der Welt verschlagen. Nach Las Vegas, Nevada. Die Stadt des Glückspiels, der Casinos und des guten amerikanischen Essens. Ich wusste nicht so recht, was mich erwarten würde. Natürlich kennt man Vegas aus Film und Fernsehen; doch dort zu sein, selbst durch die Straßen und die weiten Innenräume voller Automaten und Spieltische zu laufen, die trocken-heiße Luft auf der Haut zu spüren, ist eben doch nochmal etwas ganz anderes. Vor allem als Mitteleuropäer ist Las Vegas eine Erfahrung. Denn Vegas ist eine gigantische Scheinwelt. Die Casinos versuchen die Atmosphäre von für Amerikaner magischen Orten einzufangen: Paris, Rom und Venedig – auch ein Hofbräuhaus Las Vegas gibt’s. Das Ganze wirkt auf eine sonderbare Art und Weise: man gibt sich stellenweise der Illusion hin, ist sich aber doch die gesamte Zeit über im Klaren, wie falsch und brüchig dieser schön Schein doch ist. Der aus Plastik und Kunststoff gefertigte Marmorboden, der gemalte Himmel in den Casino-Innenräumen, die Hartplaste-Götter-Statuen und all das ist befremdlich und anheimelnd zugleich – etwas wie das Uncanny Valley, nur eben für Orte.

Weiterlesen ...

Pixars Film über den menschlichen Geist

Nicht uninteressant, diese kleine News: Pixar arbeitet an einem Film, der den nicht gerade kurzen Codenamen „The Untitled Pixar Movie That Takes You Inside The Mind“ trägt. Und damit wäre fast schon alles über dessen Inhalt gesagt. Das Filmchen soll sich im Geist eines Mädchens abspielen und als Schauplätze die tiefsten Untiefen der Ozeane, die Höhen der Tepui-Berge in Südamerika, die finstere Stadt Monstropolis und ein Science-Ficiton-Fantasy-Weltall featuren. Dass das ganze auch noch richtig fantastisch wird, dafür soll Regisseur Pete Docter sorgen tragen, der schon „Oben“ und „Monster AG“ gemacht hat, Sorge tragen. Schade, dass der Film erst am 19. Juni 2015 in die Kinos kommt.

Weiterlesen ...

Neil Gaiman spricht mit King

Neil Gaiman hat ein einnehmendes Interview mit Stephen King veröffentlicht. Einnehmend zumindest für mich, da ich King seit Teenagerzeiten verehre – sowohl ihn, seine Geschichten als auch seine ganz eigene, etwas unliterarische und leichtgängige Art zu schreiben. Gaiman versucht im Gespräch mit King keinen großen Journalismus zu machen, irgendetwas aus ihm herauszuquetschen, sondern sich einfach etwas mit ihm zu unterhalten. Und dabei kommt einiges sehr interessantes zu tage, das Einblick in Kings Gedankenwelten verschafft. Vor allem wenn man Kings große Romane und Kurzgeschichte kennt, werden sich so einige Puzzleteile zusammenfügen und … naja, auch so ist es wirklich schön zu lesen.

I never think of stories as made things; I think of them as found things. As if you pull them out of the ground, and you just pick them up. Someone once told me that that was me low-balling my own creativity. That might or might not be the case. But still,  on the story I am working on now, I do have some unresolved problem. It doesn’t keep me awake at nights. I feel like when it comes down, it will be there...

Weiterlesen ...

Alien-Opfer auf Bild

Ein faszinierendes Photo-Projekt, das Steven Hirsch da laufen hatte. Er machte sich auf zu einer UFO Conference und photographierte Leute, die glauben, dass sie von Aliens entführt wurden. Gleichzeitig ließ er sich von ihnen ihre Geschichte erzählen und packte sie zu den Bildern, die eben einige Menschen zeigen, die man wohl auch so als … etwas „schräg“ abstempeln würde. Andere dagegen könnten durchaus der eigene Bankberater, die Frau an der Supermarktkasse oder der Nachbar von gegenüber sein.

Weiterlesen ...

Ein versautes Genie

Er hat einen IQ im Bereich von 190, spricht und sprach gerne über Quantenphysik und hat als Stripper gearbeitet und schreibt nun Jokes für eine Late-Night-Show. Und Onlinepornos findet er super. Das ist Rick Rosner, einer der derzeit wohl klügsten Menschen des Planeten. Und The Daily (ja, die gibt’s noch) hat ein nettes Feature über ihn.

Weiterlesen ...

Murakami

Ich behaupte nach wie vor, dass Takashi Murakami sowohl verrückt als auch genial ist; als Künstler, wie auch als Geschäftsmann. Seine Werke sind furchtbar kitschig aber hübsch anzusehen. Sie sind stil- und geschmacklos aber gleichzeitig edel und irgendwie … ja, gefällig. Er passt also wunderbar ins Schubfach des streitbaren Künstlers. Und passenderweise hat das SZ Mag gerade ein nettes Interview mit ihm – und ein paar gute Photos.

Weiterlesen ...

Fahr'n

Nur zur Info: rund 60 Prozent der deutschen Autobahn-Strecken sind noch ohne Tempolimit. Das sind etwa 8000 Kilometer Fahrstrecke. Das sagt zumindest gerade Welt der Wunder auf RTL2. Wollte ich bloß mal vermerkt haben.

Weiterlesen ...

Blink!

Fantastisch: Lou Montulli, ein ehemaliger Netscape-Entwickler, erzählt in seinem Blog die Geschichte hinter dem Blink-Tag. Und die ist angefüllt mit Alkohol und großen Lachern.

The bar was the St. James Infirmary and it had a 30 foot wonder woman statue inside among other interesting things. At some point in the evening I mentioned that it was sad that Lynx was not going to be able to display many of the HTML extensions that we were proposing, I also pointed out that the only text style that Lynx could exploit given its environment was blinking text. We had a pretty good laugh at the thought of blinking text, and talked about blinking this and that and how absurd the whole thing would be. The evening progressed pretty normally from there, with a fair amount more drinking and me meeting the girl who would later become my first wife (...)

Weiterlesen ...

Planetary Resources // Update

Der Name Planetary Resources klingt so ziemlich nach einer Evil Sci-Fi-Megacorp of the Future. Doch handelt es sich dabei, so MIT Technology Review, um ein Space-Venture, das am 24. April enthüllt werden soll. Interessant dabei: hinter der Firma stehen James Cameron, der Google-Gründer Page und Google-Cheffe Schmidt als auch andere reiche Techis wie Charles Simonyi, der Microsoft Office aus der Taufe hob. Was Planetary Resources nun tun wird, das ist bisher noch schleierhaft. Allerdings klingt der Name fast schon nach der fiesen RDA aus Avatar. Und, so MIT TR, könnte das nah an der Wahrheit liegen: womöglich sind Ressourcenentwicklung auf Asteroiden geplant. Ich bin jedenfalls gespannt. Update: Mittlerweile hat die offizielle Pressekonferenz von PR stattgefunden und Pläne dieser Firma enthüllt: sie wollen tatsächlich Ressourcen aus Asteroiden fördern. Fantastisch! Sehr lesenswert dazu: Phil Plait von Bad Astronomy und The Verge.

Weiterlesen ...

McGinley

Ryan McGinley ist Photograph. Emotional kann ich seiner Arbeit nicht so viel abgewinnen. Doch handwerklich und stilistisch ist er begabt; seine Bilder sind klar, reduziert und schön anzuschauen. Aussagen? Die haben sie nicht unbedingt. Müssen sie auch nicht, denn sie funktionieren für sich selbst. Etwas das an sich schon fasziniert. Das New York Time Style Mag hat vor ein paar Jahren ein lesenswertes Interview mit McGinley geführt. Mehr wollte ich dazu jetzt auch nicht sagen.

Weiterlesen ...

Ostern & Nägel

Ich mag Ostern. Es sind Feiertage, ich kann ausspannen, es ist ruhig und in irgendeinem der Öffentlich Rechtlichen läuft ein Doku-Marathon über die Entstehung und Entwicklung des Christentums. Ich mag das, dabei glaube ich weder an Gott, noch bin ich irgendwie anderweitig gläubig. Doch fasziniert einfach der Fakt, dass ein einfacher Zimmermann – ob er nun wirklich lebte oder nicht -, die ganze Weltgeschichte prägte. Aus einer Sekte wurde eine Weltreligion; im Namen dieser Religion wurde grauenvoll gemordet aber auch gutes getan. Und auch heute noch entspringt dieser Religion ziemlicher Irrsinn. Wie etwa, dass sich Leute auf den Philippinen gleich Jesu ans Kreuz nageln lassen. Und dazu hat CNN go eine nette Photoreportage.

Weiterlesen ...

Schlafwagen

Herrlicher Prank von Improv Everywhere und dem Guggenheim Museum: sie haben in der New Yorker U-Bahn einfach mal einen Schlafwagen eingerichtet. Und der wurde von den New Yorkern auch angenommen und genutzt.

Weiterlesen ...

Project Glass

Google hat jetzt ein erstes Werbevideo zu seinem – seit längerer Zeit gerüchtelten – Augmented-Reality-Brillen-Projekt veröffentlicht. Und was diese Brille können soll, das ist schon recht beeindruckend: sie fasst quasi alle Dienste von Google zusammen. Per Blick in den Himmel bekommt man Temperatur, Wettervorhersage etc. direkt vor die projiziert, Mails und Nachrichten landen direkt im Sichtfeld und auch eine Kamera ist integriert. Klingt nach Zukunft und sieht auch danach aus. Allerdings: so richtig wohl fühle ich mich mit dem Gedanken nicht, jemals so ein Ding zu tragen. Alleine die „Share View“-Funktion, bei der jemand fast sprichwörtlich durch meine Augen schaut sorgt mich doch etwas – und schürt Überwachungsfantasien. Trotzdem ein beeindruckendes Projekt, zudem die NYT noch mehr Infos hat.

Weiterlesen ...

Ghostwriter

Der Deutschlandfunk hat – trifft sich ganz gut – am 1. April ein schönes Feature über Ghostwriter und deren Kunden ausgestrahlt. Darin berichtet u.a. ein Ghostwriter eines "bekannten Designers", der für eben diesen Interviews beantwortet und Zitate für die Presse verfasst. Dazu redet eine Ghostwriter-Agentin über diesen "Literaturzweig" und warum Ghostwriter derzeit eigentlich so gefragt sind. Durchaus interessant und aufschlußreich – und gut in Szene gesetzt.

Weiterlesen ...

How Don Johnson made $6 million in a single night

The Atlantic featured gerade eine großartige Story über Don Johnson. Er hat in einer Nacht 6 Millionen US-Dollar beim Blackjack verdient und damit dem Tropicana Casino in Atlantic City seine gesamte Monatseinnahme abgeluchst. Nur kurz zuvor hat er zwei weiteren Kasinos ingesamt nochmal 9 Millionen US-Dollar aus den Taschen gezogen. Und das alles ohne zu betrügen.

Weiterlesen ...

Bats-Man ist abgestürzt

Dass Börsen und Handelssysteme innerhalb von Minuten mehrere Milliarden von Dollar vernichten können, Firmen und Menschen in die Pleite treiben, das haben die letzten Jahre mehrmals gezeigt. Dass ein Börsenbetreiber sich aber auch der eigenen Plattform quasi selbst vernichtet, das ist neu. . Denn als der Börsenbetreiber auf dem eigenen „Better Alternative Trading System“ an den Markt trat, fiel der Kurs von 15 Dollar auf weniger als einen Cent – und das in 900 Millisekunden! Nur ein einfacher Softwarefehler? Möglich. Doch viel interessanter und faszinierender sind die Verschwörungstheorien, die schon kurz nach schnell wieder abgebrochenen Börsengang aufkeimten: Manipulation durch die Konkurrenz, ein Hack oder vielleicht noch schrägeres.

Weiterlesen ...

Interview mit Goofy

Was sind das eigentlich für Menschen, die in Disney World als Goofy, Mickey und Donald rumrennen und sich mit den Besuchern photographieren lassen? Wie kamen sie zu dem Job und was gibt es ihnen? Auf Reddit hat sich ein solcher – ein Goofy mit dem Nick ChantingMonk – den Fragen gestellt und redet darüber, wann er mit dem Lächeln aufhörte, wie's ist, in die Glocken getreten zu werden und was an so manchem Sex-Gerücht so dran ist. Sehr, sehr unterhaltsam und wirklich interessant.

Hier ein paar Auszüge.

How long did it take to stop smiling while guests were taking pictures...?

the first time we had to interact with guests during training, I smiled like idiot with every picture. After day 2 on the job, I stopped. Smiling actually helps with animation though!
Was there ever any children or parents that really bothered you? Do you have any funny or interesting stories to share?

I HATE IT when parents (especially moms) only use their kids as props when taking pictures. I understand that we all have a child in us and want to meet our childhood heros but some parents do it just to have a good picture and not let their child enjoy the experience with the character. Makes it ruin the whole point of the magic of meeting the actual character!
How easy is it to hook up with one of the princess actresses? Do they stay in character during sex? Nasty princess sex stories general.

If you work in the entertainment part of Disney, yes, it is very easy to sleep with the princesses in Disney. The thing is, about 80% of people who work in entertainment for men, is gay. So if you are are into the ladies, you are set. I will admit I am a very sexually active Goofy and meeting and sleeping with different princesses and characters isn't uncommon for performers. They do not stay in character but I've done in while she was wearing the makeup. I also do Flynn Rider from time to time and I've met almost every Repunzle there and gotten to know them. By far, she is my favorite princess and yes, I have slept with a few. My best story would be that after work one time, I fooled around back stage with one cast member (she was a princess) right behind the area where characters switch out to go backstage. A girl who was working as Princess Bell caught us but gave us the thumbs up as she was going to her shift. I love my job :)

Weiterlesen ...

Aliens 5!

Vergesst dieses Aliens-vs-Predator-Gelumpe, Alien: Resurrection und vielleicht auch gleich den dritten und zweiten Teil! Genau das scheint mir Ridley Scott mit dem neuen Trailer zu Prometheus entgegen zu brüllen – gepaart mit einer sachten Entschuldigung, seine Kopfgeburt jemals aus seinen Händen gegeben zu haben. Klar, Scott sagt, dass sein neuer Streifen kein wirkliches Alien-Prequel ist. Aber Herr Gott, wir sehen einen Space Jockey, ein Schiff im unverwechselbarem Giger-Design, wir sehen alienhafte Eier und sogar eine Frau, die á la Ripley in Top und Höschen rumrennt. Dazu wahnsinnig werdende Menschen und … sogar ein Alien, wenn auch nur als Wandschmuck-Ikone.

Weiterlesen ...

Ein guter Tag für unsere Demokratie!


Es ist weder dumm noch sonderlich affig, was die Die Grünen heute zur Bundespräsidentenwahl twitterten. Aber immerhin naiv und unbedarft genug, dass mal wieder ein schönes Mem bei rum kam. Denn, ob Joachim Gauck wirklich eine Bereicherung für die Demokratie und politische Landschaft Deutschlands ist, das muss sich nun wirklich erst zeigen. Okay, besser als Wulff ist er allemal. Aber trotzdem.

Jedenfalls...

Deutschland hat ein Polit-Mem mehr. Ein guter Tag für unsere Demokratie! #bv12
Hier übrigens meine bisherigen Lieblinge.

Es gibt Reis! Ein guter Tag für unsere Demokratie! #bv12 @Die_Gruenen
Die Grünen sitzen in den Hinterzimmern. Ein guter Tag für unsere Demokratie! #bv12 @Die_Gruenen
Die Rechten heulen, weil wir uns über ihren Präsi lustig machen. Ein guter Tag für unsere Demokratie! #bv12
Schweine Mett ist nächste Woche im Angebot. Ein guter Tag für unsere Demokratie! #bv12 @Die_Gruenen
Heute fester Stuhlgang. Ein guter Tag für unsere Demokratie! #bv12 @Die_Gruenen
Wir machen uns in Memen über das Amt des Bundespräsidenten lustig. Ein guter Tag für unsere Demokratie! #bv12
Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik gilt noch. Ein guter Tag für unsere Demokratie! #bv12 @Die_Gruenen

Weiterlesen ...

Ein Interview mit John Romero

Ein Kerl hat eine coole Idee für einen First-Person-Shooter. Diese Meldung macht gerade im Netz die Runde. Nichts besonderes, wäre dieser Kerl nicht John Romero. Eine der Schlüsselfiguren in der Geschichte von id-Software, Mit-Papa und Level-Designer von Doom und kreativer Geist hinter Daikatana – einem der größten Flops der Videospielgschichte. Schon vor einiger Zeit hatte ich mit John (und Tom Hall) für ein Feature über Doom ein ausführliches Interview geführt. Und ich glaube, jetzt wäre die passende Zeit, es auch hier zumindest auszugsweise zu veröffentlichen – daher keine Meckerrei, wenn die Überleitungen stellenweise sehr scharf sind. Das volle Interview ist verdammt lang.

Weiterlesen ...

Flughafen

Seit es die zivile Luftfahrt gibt, hat sie kaum gewandelt. Und auch die Flughäfen sind – abgesehen von den teils paranoiden Sicherheitskontrollen – in Prinzip und Konzept immer noch in den 30er und 40er Jahren verhaftet. Eine Generalüberholung? Überfällig. Wohl daher stieß ein Design-Wettbewerb des Architekturbüros Fentress Architects aus Denver auf großes Echo. Die Amerikaner hatten Studenten aus der ganzen Welt aufgefordert, ihre Ideen für den Flughafen der Zukunft einzureichen. Mehr 200 wurden es. Darunter eine faszinierende Idee vom Briten Oliver Andrew, der vorschlägt, zum Ausbau des Londoner-Flugverkehrs, große dreieckige Inseln in der Themse zu errichten, die für Senkrechtstarter-Maschinen und Flughafengebäuden ausgestattet sind. Erreichbar wären die nur über öffentliche Verkehrsmittel, die die Passagiere direkt bis an die Gates bringen. Und der weitere Ausbau des Flughafens wäre einfach mit dem Errichten weiterer Inseln in verschiedenen Größen zu bewerkstelligen.

There is, however, the possibility that by the time vertical takeoff, hypersonic aircraft are flying us to our next vacation, traditional cars and personal transportation won’t be much of an issue because we’ll all be flying in robotic quadcopters or being chauffeured in robotic cars.
Ein weiterer Londoner Student hat den LAX, den Los Angeles International Airport, umgestaltet und geht dabei davon aus, dass Luftschiffe bald wieder in Mode kommen. Dazu würden Algenfarmen zur Gewinnung von Biotreibstoff direkt neben an liegen. Faszinierende Vorstellung.

Weiterlesen ...

Unsere Dinge

Dinge. Sie umgeben uns, wir benutzen sie, wir können ohne sie nicht leben. Ob das Messer, die Geldbörse oder die Kaffeemaschine. Doch sind manche Dinge nicht nur Dinge …, sondern besondere Dinge. Wir lieben unser iPhone, wir sind vernarrt in eine abgetragene Jeans und können nicht ohne unsere alte Kamera aus dem Haus gehen. Aber was steckt hinter unserer Zuneigung zu solchen Dingen? Dazu hat Dradio mit „My favourite things Das Universum der Dinge“ ein sehr schönes Feature. Anhören!

Weiterlesen ...

CNN-Rep bei SpOn

SpOn hat gerade eine schöne Kurz-Reportage über CNN und den amerikanischen Wahlkampf. Vor allem mit Focus auf CNN als „strauchelnden Giganten“ und wie dieser versucht, sich mit Innovation, Investition und stoischer Arbeit wieder nach vorne zu kämpfen. Gut lesbar und durchaus auch witzig. Leider sind die zugehörigen Bilder alles andere als geglückt. Schade.

Weiterlesen ...

Viel Glück, Peter!

Peter Molyneux ist einer der inspirierensten Menschen überhaupt – zumindest für mich. Er ist mittlerweile 52 und entwickelt Videospiele seit dem er um die 20 ist. Er hat mit Populous das erste gute God-Game aus der Taufe gehoben, er lässt Spieler in Dungeon Keeper erstmals richtig böse sein und in Theme Park ihre Kindheitsträume ausleben. Und mit Black & White schafft er eine unglaubliche Künstliche Intelligenz und gibt den Spielern die Kontrolle über eine lebendige, freie und atmende Welt, in denen Sie sich austoben dürfen: er lässt ihn Gott spielen! Mit Fable kreiert er eine wunderschöne Fantasiewelt mit schrägen Charaktere und einem vom Spieler gelenkten Helden, der freie Hand hat, seine Ziele auf seine eigene Weise zu erreichen – Gut, Böse, Neutral. Oder irgendwas dazwischen.

Molyneux war stets ambitioniert. Hatte immer große Träume – manchmal zu groß, um verwirklicht zu werden. Ein Grund weshalb er gerne mal auf die Nase fällt und als Dampfplauderer verspottet wird. Doch macht das nichts – auch ihm nicht. Er weiss, wie er ist; dass er gerne über die Stränge schlägt und zu viel verspricht. Aber das ist auch seine stärke. Er hat die Fähigkeit, sich für seine eigenen Ideen zu begeistern; ist über all die Jahre kindisch und träumerisch geblieben, egal, was die anderen sagen und ob Dinge wirklich machbar sind. Er will sie haben, sie anderen zeigen und sie damit erfreuen. Wie ein Junge, der eine tolle Sandburg gebaut hat. Gleichzeitig verbirgt sich in seinem Traumlandschaften ein Sinn und ein Zweck – er hält den Spielern den Spiegel vor, zwingt sie zu Entscheidungen und dem Ertragen von Konsequenzen. Er ist ein verspielter Geist...

… und wohl daher, hat er Microsoft nun verlassen. Die Redmonder Firma hatte seine Lionhead Studios bereits 2006 aufgekauft. Seit dem hatte er angeblich immer weniger Freiraum gehabt. Schließlich waren Molyneux' Experimente schon immer riskant und hätten leicht teuer werden oder in die Hose gehen können – oder ein absoluter Erfolg. Oder alles zusammen. Noch bis zur Fertigstellung von Fable: The Journey will Peter Molyneux noch bei seinem Studio bleiben. Und sich dann ganz seinem neuen Entwicklerreich 22 Cans widmen, das seit wenigen Tagen besteht. Dazu sagen mag er noch nichts. Erst in einigen Wochen würde er erste Infos geben können, schrieb er per Mail.

Ich wünsche Peter, den ich glücklicherweise schon mehrmals treffen durfte, alles erdenklich Gute. Nicht zuletzt in der Hoffnung, bald etwas neues und großartiges von ihm zu sehen.

Weiterlesen ...

Tim @ Reddit


Tim Schafer beantwortet gerade Fragen bei Reddit. Eine tolle Aktion. Eine, die mal wieder zeigt, warum er zu recht so beliebt ist und geliebt wird.

Weiterlesen ...

Kaffeetrinker sind Terroristen


Wer seinen Kaffee mit Bargeld bezahlt, der könnte ein Terrorist sein. Das sagt angeblich ein vom FBI veröffentlichtes Schreiben. Schon etwas früher hatte die US-Bundespolizei erklärt, Nutzer des Anon-Netzes TOR seien potentielle Terror-Paten.

Using cash for small purchases like a cup of coffee, gum and other items is a good indication that a person is trying to pass for normal without leaving the kind of paper trail created using a debit or credit card for small purchases.
The most recent update asks coffee shop owners, baristas and other customer-service specialists to be on the lookout for the enemy who walks among us (who evidently has been reanimated from the graves of the 1950s Red Scare era of blacklisting and Communist-baiting or the KGB's constant witch hunt for capitalist sympathizers or people who resent being witch-hunted for their political beliefs).
Klingt tatsächlich ziemlich absurd. Doch wird man in den USA auch so schon schräg angeschaut, wenn man Kleingeld aus der Tasche wühlt, um einen Burger oder eben einen Kaffee zu bezahlen. Denn das ist vor allem in den Metro-Areas der West- und Ostküste sehr unüblich: vor allem kleine Einkäufe, für die hier die 10- und 20-Centstücke aus dem Portemonnaie geklaubt werden, werden dort mit der Kreditkarte beglichen. Das geht schneller, ist weniger umständlich. Und wer rennt schon gerne mit einem Berg Klimpermünzen in der Tasche herum.
Will heißen: wer mit Kleingeld bezahlt, wirkt dort auch so schon wie jemand von einem anderen Planeten oder ein Tourist – oder eben Terrorist. Dazu braucht es keine Weisung des FBI.

Weiterlesen ...

Double Fine Adventure


Ich verehre Tim Schafer schon ein bisschen. Schließlich hat er mit Monkey Island, Day of the Tentacle, Vollgas und Grim Fandango einen großen Teil meiner Kindheit und Jugend geprägt. Und ihn auf der E3 in Los Angeles zu treffen, mit ihm ein paar Bier zu kippen, über Musik, Wasserrohrbrüche und auch Games zu plaudern, war das Highlight meines Jahres 2011. Er ist einfach ein super Kerl: witzig, lässig, bodenständig, hört Metal und trinkt liebend gerne Bier. So muss das. Und jetzt plant er mit seinem Studio Double Fine auch noch ein crowdfunded Oldschool-Adventure-Game. Das ist schon jetzt, nach gerade mal zwölf Stunden – 33 Tage bleiben noch für Spenden – mit 483.000 Dollar bei 400.000 Dollar als Zielwert mehr als durch finanziert. Dennoch … werft dem guten Tim ein paar Groschen in den Hut. Er hat's verdient. Vielleicht,wer weiss, macht er mit Notchs Geld dann auch noch Psychonauts 2.

Weiterlesen ...

Herr Heveling, sie liegen falsch

In einem Kommentar im Handelsblatt poltert Ansgar Heveling, CDU gerade gegen die digitale Gesellschaft, die digital Natives, gegen Google und Wikimedia – und eigentlich alle, die sich gegen SOPA und PIPA ausgesprochen haben. Gespickt mit abgewetzten Phrasen marodiert er herum, spricht vom „Kampf zwischen der schönen neuen digitalen Welt und dem realen Leben“, der „Schlachtordnung der letzten Tage“ und „kleine(n) Pacmans (die) an den Ideen und Idealen unserer bürgerlichen Gesellschaft knabbern“. Und das um letztlich nur eines zu sagen:

Denn, liebe „Netzgemeinde“: Ihr werdet den Kampf verlieren.
Nun gut. Eigentlich ist's müßig auf diesen Text zu antworten. Denn erstens schmerzt mir vor Lachen schon der Bauch und ich kann vor Tränen in den Augen kaum noch was sehen. Zum anderen ist's offensichtlich, dass der Kommentar Hevelings nicht nur furchtbar schlecht geschrieben daherkommt, sondern auch vollkommen [denkt euch hier euer eigenes Adjektiv] ist. Dennoch: eine kleine Retourkutsche muss sein.

Ansgar Heveling schreibt in seinem Kommentar, er sei „geschichtsbewusster Politiker“. Doch scheint eher das Gegenteil der Fall. Und das lässt sich leicht belegen. Denn Heveling meint...
Diese bürgerliche Gesellschaft mit ihren Werten von Freiheit, Demokratie und Eigentum hat sich in mühevoller Arbeit aus den Barrikaden der Französischen Revolution heraus geformt - so entstand der Citoyen. Und genau dort, in den Gassen von Paris im Jahr 1789, wurde die Idee des geistigen Eigentums geboren.
Öhm. Nein?! Denn erstens gibt’s „le citoyen“ - den Staatsbürger/ Citoyenneté = die Staatsbürgschaft – als Form schon im alten Griechenland. Aber wahrscheinlich gefiel Heveling das mit der französischen Revolution so gut; und ein französisches Wörtchen in einem Text, da kommt man sich auch gleich so intellektuell vor, nicht? Und was hat das geistige Eigentum mit der französischen Revolution zu tun? Nichts. Denn hierbei hat der Kampf gegen den feudalabsolutistischen Staat, das Recht auf Selbstbestimmung, Menschenrecht und Aufklärung im Vordergrund gestanden. Und auch wenn das mit „den Gassen von Paris im Jahr 1789“ so kämpferisch kommt: Das erste Urheberrecht, die Statute of Anne oder auch Copyright Act 1709, wurde im Jahre 1710 in Großbritannien besiegelt - und damit die Vorstellung vom geistigen Eigentum.
Noch ein „bisserl“ früher kam die Statute of Monopolies: eine Art Patentrecht, das 1624 ebenfalls von den Briten ausgerufen wurde.

Sorry, Frankreich, da war das Empire schneller als ihr.

Aber weiter mit Heveling...
Endlich konnte man - unabhängig von Herkunft und Status - mit seines Geistes Schöpfung wirtschaftlich etwas anfangen. Diese Idee des geistigen Eigentums sollte sich als Motor für Innovation und Entwicklung auf dem europäischen Kontinent erweisen.
Auch das: leider falsch – oder zumindest sehr strittig. Denn höchstwahrscheinlich ist Deutschland einst nur mangels strengem Urheberrecht zu seinem Ruf als „Land der Dichter und Denker“ gekommen. Im 19. Jahrhundert wurden hierzulande Unmengen Bücher veröffentlicht – ohne große Rücksicht auf die Autoren und Verleger. Hierdurch waren die Druckwerke spottbillig; viele Menschen konnten sie kaufen, lesen, sich bilden und dadurch lernen. Eine „Explosion des Wissens“ war die Folge – und damit ein Innovationsschub, der Deutschland technologisch, intellektuell und fachlich nach vorne brachte. Das behaupten zumindest der Autor und Wissenschaftler Eckhard Höffner.

Was hingegen diesen Satz betrifft...
Eine Idee, deren Bewahrung auch im digitalen Zeitalter lohnt
… da stimme ich Heveling zu. Doch ist DIESES Urheberrecht, DAS HEUTIGE Verständnis von geistigem Eigenttum mit unserer modernen Zeit, Gesellschaft und Kultur nicht mehr vereinbar. Es muss erneuert, überarbeitet und angepasst werden. Mash-ups, Zitate, Meme und vieles mehr zeigt dem Urheberrecht seine Schranken auf. Natürlich sollen und müssen Schöpfer von Ideen in Wort, Bild und Co. davon profitieren und sogar leben können. Doch geht das auch, ohne die digitale Gesellschaft zu Verbrechern und Dieben zu stempeln, das Internet zur Zensurzone und die Idee vom „Verbinden eigener und fremder Ideen“ zur Straftat zu erklären.

Update: Auch schön...

heise.de | netzpolitik.org *2 | sueddeutsche.de | spiegel.de | indiskretionehrensache.de

Weiterlesen ...

#london morning


Nur mal mein Lieblingsbild von meinem letzten London-Ausflug.

Weiterlesen ...

Robert Anton Wilson @ Boing Boing

Noch bis heute ist auf Boing Boing Robert-Anton-Wilson-Woche. Denn vor fünf Jahren ist der Autor von Illuminatus, Schrödingers Katze und Cosmic Trigger und 32 weiterer teils großartiger, teils eher mittelmäßiger Bücher und unzähliger Artikel und Essays verstorben.

Bob was an intensely curious, intellectually playful, and profoundly insightful person and his writing and talks influenced my world view more than any other writer. He wrote about conspiracy theories, government nuttiness, the future, Freemasonry, quantum physics, magick, occult and paranormal phenomena, human behavior, mental models, psychedelic drugs, cult psychology, and the nature of reality.
Um Robert die Ehre zu erweisen, haben sich einige Gastautoren an ihre Zusammentreffen und ihre ersten Berührungen mit Roberts Büchern erinnert, und wie diese ihr Leben verändert haben. Darunter etwa der Comedian Paul Krassner und der Medienkritiker und Journalist Gareth Branwyn. Dazu gibt’s ein paar schöne Anekdoten und Fundstücke aus RAWs Schaffensleben.

Weiterlesen ...

SZ über Multiple Persönlichkeiten

Auf sueddeutsche.de – deren neues Design mir übrigens ausgesprochen gut gefällt – gibt’s einen recht anständigen Artikel über Multiple Persönlichkeiten. Und der kommt angenehm unaufgeregt und unreißerisch daher.

Weiterlesen ...

Ein kurzer Absatz zu Wulff

Wulff kann bleiben, sollte aber besser gehen. Das meine bisherige Meinung zu dem ganzen Tohuwabohu, das um unseren Bundespräsidenten gemacht wird. Der Mann im Schloss Bellevue hat sich mit seinem Interview nicht gerade gestärkt, sondern kläglich gejammert und offensichtlich noch mehr in Erklärungsnot gebracht. Alleine die Geschichte um den Anruf bei Bild-Chefredakteur Kai Diekmann lässt mich stark zweifeln, ob Herr Wulff seinem Posten noch gerecht werden kann.

Ich möchte nicht in einem Land leben, in dem ich der Bild Zeitung mehr glauben muss als dem Bundespräsidenten!
… twitterte Joerg Heidrich etwa und bringt es damit auf den Punkt. Wulff ist nicht mehr glaubwürdig und hat sich damit so ziemlich als Bundespräsident disqualifiziert. Schließlich wird das höchste politische Amt in Deutschland nicht mit Macht und Befugnissen in Verbindung gebracht, sondern mit moralischer Autorität. Und eben diese hat Wulff nun leider verspielt.

Weiterlesen ...

Politik hacken

Gute Lacher und viel Interessantes. Der Vortrag „Politik hacken“ beim 28C3, dem 28. Chaos Communication Congress, von Alexander Müller und Montserrat Graupenschläger ist quasi eine kleine Übersicht und Aufschlüsselung von Methoden um Aktionen, die die politischen wie gesellschaftlichen Sichtweisen aufrütteln. Beispiele sind etwa Adbusting, „Fake“-Demos und das Platzieren von absurden und gefakten Meldungen in den Medien. Toll!

Weiterlesen ...