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Vegas, Baby!

Vor knapp zwei Wochen hat es mich in eine der beeindruckendsten und unwirklichsten Städte der Welt verschlagen. Nach Las Vegas, Nevada. Die Stadt des Glückspiels, der Casinos und des guten amerikanischen Essens. Ich wusste nicht so recht, was mich erwarten würde. Natürlich kennt man Vegas aus Film und Fernsehen; doch dort zu sein, selbst durch die Straßen und die weiten Innenräume voller Automaten und Spieltische zu laufen, die trocken-heiße Luft auf der Haut zu spüren, ist eben doch nochmal etwas ganz anderes. Vor allem als Mitteleuropäer ist Las Vegas eine Erfahrung. Denn Vegas ist eine gigantische Scheinwelt. Die Casinos versuchen die Atmosphäre von für Amerikaner magischen Orten einzufangen: Paris, Rom und Venedig – auch ein Hofbräuhaus Las Vegas gibt’s. Das Ganze wirkt auf eine sonderbare Art und Weise: man gibt sich stellenweise der Illusion hin, ist sich aber doch die gesamte Zeit über im Klaren, wie falsch und brüchig dieser schön Schein doch ist. Der aus Plastik und Kunststoff gefertigte Marmorboden, der gemalte Himmel in den Casino-Innenräumen, die Hartplaste-Götter-Statuen und all das ist befremdlich und anheimelnd zugleich – etwas wie das Uncanny Valley, nur eben für Orte.

Aber auch die Stadt selbst wirkt illusorisch und gleich einem Trugbild . Nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt erstreckt sich ein großes Nichts: Wüste und Fels soweit man schauen kann. Fantastisch und wunderschön. Nie und nimmer würde man annehmen, dass inmitten dieser Landschaft Menschen leben könnten. Sowieso: wer auf die Idee gekommen ist, dort in der Wüste eine Stadt zu errichten, muss eigentlich ziemlich bescheuert gewesen sein. Wie ein Pfütze mitten im trockenen Sand liegt Las Vegas einfach da – jederzeit könnte sie einfach verdunsten. Und vor allem angesichts dessen ist's irrsinnig, lebendig und freimütig diese Stadt mit sich selbst und ihren Gästen umgeht: riesige Restaurants, gigantische Hotels, Springbrunnen, Pools, Wassershows. Las Vegas ist eine einzige Show.
Kurz gesagt: war phantastisch dort. Und ein toller Ort zum Photographieren, wozu ich aber leider viel zu selten gekommen bin. Trotzdem: mehr Bilder gibt's hier.