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Ich habe ein iPhone gefunden

Vor knapp zwei Wochen war ich für einen kurzen Pressetrip in Paris. Es ging zu den Ubisoft Digital Days, wo ich mir eben die neuesten Download- und Mobile-Games von Ubisoft anschaute und mit Michel Ancel und einigen weiteren Leuten plauderte. Und wo ich ein herrenloses iPhone 4 fand. Auch wenn man bei einem solchen Stück Technik freilich kurz in die Versuchung kommt, es zu behalten, war klar: das gibst du zurück. Schließlich sind Smartphones nicht mehr nur zum Telefonieren da: manch einer hortet darin sein halbes Leben. Kontakte, Mails, Termine und vieles mehr. Wenn ich mein Nexus S verlieren würde, ich wäre besorgt. In der Hoffnung, es gehöre jemanden von den Digital-Days-Teilnehmern, gab ich es einem der Organisatoren; er möge bitte rumfragen, ob es jemand vermisst. Doch Fehlanzeige. Als es sich die Veranstaltung dem Ende nährte, wurde mir das iPhone wieder in die Hand gedrückt. „Ich konnte niemanden finden, der's verloren hat“, wurde mir mitgeteilt. Also ging das Handy in meiner Tasche mit nach Hause. Dort schaute ich's mir näher an: die Sim fehlte; das Telefon war mit Code gelockt. Das machte das Ausfindigmachen des Besitzers nicht leichter: keine Identifikation via Sim-Nummer oder Provider möglich.

Nächste Anlaufstelle? Der Apple-Store in München und dort die Genius-Bar, wo ich einem Genie meine Story erzählte. „Viele würden's einfach behalten“, sagte er. „Und es kommen manchmal auf welche her, die wollen ein Telefon geknackt haben, das sie offensichtlich gefunden oder geklaut haben.“ Er schaute sich das Phone an – stutzte kurz beim Lock-Screen. „Hmm, das wird jetzt kurz dauern“, meinte der junge Kerl im blauen Shirt und verschwand hinter einer Tür um 10 Minuten später wieder aufzutauchen. „Ich musste das Handy aufmachen um an die Seriennummer zu kommen“, erklärte er. Dann drückte er mir seine Visitenkarte mit einer Mailadresse auf der Rückseite in die Hand – auf genau die sei das Handy registriert. Stéphan, ein Franzose – laut Website ein Veranstaltungsplaner, der wohl an der Ausrichtung der Digital Days beteiligt war. Und dann ging's recht schnell. Eine Mail an die Adresse geschrieben und wenig später kam auch die Antwort – eine, die sich sehr erleichtert las. „Vielen Dank – wenn ich mal etwas für dich tun kann, sag Bescheid“, schrieb er. Am nächsten Tag warf ich das Handy gut in Knackfolie eingepackt in die Post und es ging dem Weg nach Frankreich. Die Tage sollte es dann auch dort ankommen...

Ich fühle mich gut.

1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Finde ich sehr lobenswert wie du das geregelt hast. War bestimmt auch nicht ganz ohne Aufwand. Ich hab selbst erst mein iPhone verloren und hoffe jemand findet es und gibt es zurück.