Hallo werter Besucher. Schön, dass du hergefunden hast. Leider wird dieses Webblog nicht mehr aktualisiert. Aber keine Bange. Denn NEIN JA ERLEDIGT LOS ist nur umgezogen. Und zwar hierhin!

Das Filmjahr 2014

Über das Filmjahr 2013 kann ich erstaunlich wenig Schlechtes sagen. Denn abseits von einigen wenigen Enttäuschungen wie Gangster Squad, Riddick, Oblivion, Elysium und RIPD bereue ich fast keinen Kinogang oder Blu-ray/DVD-Kauf. Vielmehr wurde ich mehrere Male positiv überrascht, in meiner vorgefassten Meinung widerlegt oder von Streifen überwältigt, die ich nicht oder nicht mehr auf dem Radar hatte. Vor allem The Conjuring, The World's End, Pacific Rim, Europa Report, Carrie, Escape Plan, Der Hobbit 2, Dark Skies, Upstream Color, Escape from Tomorrow, Star Trek Into Darkness, Die fantastische Welt von Oz und natürlich Gravity waren meine persönlichen Highlights und Akzentsetzter. Und schaue ich so auf das Jahr 2014 und was da so angekündigt ist, könnte das kommende Jahr tatsächlich ebenso interessant, wenn nicht sogar noch spaßiger werden. Zumindest die folgenden Filme haben schon einmal mein Interesse geweckt.

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Angestellter 432

Gerade hatte ich endlich mal ein paar Stündchen, das grandiose The Stanley Parable weiterzuspielen. Oder in dessen Kontext: ein paar weitere Enden zu erleben, von denen einige überragend metaphysisch und einige andere eher solala waren. Genau zwei, so sehe ich, fehlen mir wohl noch, um alle potentiellen Ausgänge gesehen zu haben. Dennoch werde ich, wie einige andere, das Gefühl nicht los, dass die Geschichte um Stanley einige Facetten birgt, die sich trotz mehrfachen Spielens nicht gänzlich erfassen lassen. So etwa die Geschichte um den Angestellten 432. Denn während man durch die Büros, den Untergrund und die leblosen Gänge streift, finden sich immer wieder Hinweise auf den wohl auffällig unauffälligen Employee 432. Sein Arbeitsplatz, unweit von Stanleys, ist merkwürdigerweise nur mit einer Lampe und einem Bleistiftspitzer ausgestattet. Auf Whiteboards finden sich Anmerkungen der anderen Angestellten darüber, wie man ihn loswerden könnte und ein Anforderungspapier zeigt auf, dass 432 um einen neuen Bleistift gebeten hat – den er wohl nie bekam. Bei etwas Nachgoogeln zeigt sich, dass wohl tatsächlich mehr an 432s Geschichte dran ist. So ist 432 wohl auch tatsächlich kurz im Spiel zu sehen – und Stanley wohl nicht gänzlich alleine im Bürogebäude. Großartige Theorien lassen sich um 432 spinnen, die auch die Erzählstruktur und das Erleben von The Stanley Parable in Frage stellen. Großartig!

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Frohe Weihnachten


Zugegeben: 2013 war für mich eher ein durchwachsenes Jahr. Private Höhen und Tiefen. Berufliche Stolpersteine aber auch Sprungschanzen. So war es trotz einiger Einbrüche ein lehrreiches Jahr, das meinen Horizont erweiterte und neue Abzweigungen für mein Leben eröffnet. Und: zumindest bisher scheinen die letzten Tage des Jahres durchaus nochmal richtig freudig und besinnlich zu werden.

Daher wünsche ich euch allen ein frohes Weihnachtsfest...

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Die (meiner Meinung nach) interessantesten Found-Footage-Filme


Ich bin ein verdammt großer Freund von Found-Footage-Filmen. Jenen Filmen also, die fiktive und meist fantastische Ereignisse präsentieren, dabei allerdings den Eindruck erwecken, als wären sie von Amateuren mit Camcordern, Hand- und Smartphone-Kameras festgehalten worden – und als sei deren Bewegtbildmaterial dann irgendjemanden in die Hände gefallen, der es als Doku oder Investigativreport aufbereitete. Vorreiter dieser Art der Inszenierung ist natürlich Blair Witch Project. Denn auch wenn der Budget-Horror-Streifen nicht der erste Found-Footage-Streifen war, ist er doch der erste, der seinerzeit dank fantastischem Marketings den Durchbruch in den Mainstream schafft und einen überwältigenden finanziellen Erfolg verbucht. Blair Witch hat die Filmlandschaft einfach nachhaltig geprägt. Und zwar derart, dass nach wie vor fast ausnahmslos alle Found-Footage-Filme dem Horror-Genre zuzuordnen sind.

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Die Rückkehr von HavenCo - Eine Rückfrage

Eine selbsternannte Adelsfamilie bietet in ihrem Staat, einer ehemalige Flak-Plattform vor der Küste Englands, einen sicheren Hafen für Daten und Digital-Content. Was nach einer schrägen Cyberpunk-Vision klingt, das war vom Jahr 2000 bis 20008 in Form der Firma HavenCo kuriose Realität. Doch scheiterte das Projekt furios. Derzeit soll das Unternehmen aber mit neuem Ansatz und realitätsnäheren Plänen wiederbelebt werden – als Garant für Privatsphäre, Datensicherheit und Schutz vor Ausspähung. Quasi rechtzeitig zum NSA- und GCHQ-Überwachungsskandal. Da ich schon damals den Werdegang von HavenCo mit Interesse verfolgte, hab ich einfachmal bei Gründer Avi Freedman angeklopft und mal nachgefragt, was das nun alles werden soll.

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Outcast 2 kommt nun doch!


Vor einiger Zeit hatte ich Yves Grolet kontaktiert. Einen jener Männer, der hinter dem Games-Klassiker Outcast steht. Ein Action-Adventure, das 1999 erschien und in einigen Bereichen seiner Zeit voraus war. Es entstand beim belgischen Studio Appeal und war dessen erstes und letztes Werk. Für viele Spieler wurde es zum Klassiker und Kultgame: eine Ausnahmeerscheinung in Sachen Spielwelt, Tiefe und Charakterzeichung. Appeals Anläufe mit Outcast: Lost Paradise einen Nachfolger zu schaffen scheiterten. Und selbst das von ehemaligen Appeal-Mitarbeitern gegründete Studio Elsewhere Entertainment blieb erfolglos dabei, einen spirituellen Nachfolger auf den Weg zubringen. Genau darüber und über die Story hinter Outcast, Appeal und Elsewhere wollte ich mit Yves für eine Retrospektive sprechen. Er würde sich daran gerne mit Fakten, Anekdoten und Zitaten beteiligen, sagte er. Nur jetzt noch nicht, da er an einem bestimmten Projekt arbeitet und deswegen derzeit nicht über Vergangenes reden kann. Was dieses Projekt ist, das enthüllte er jetzt per Mail und hier bei Gamasutra: er bringt gemeinsam mit einigen anderen Veteranen Appeal und Outcast zurück! Wahnsinn!

Here is news:

Original authors has acquired Outcast Intellectual Property
July 2, 2013

"Outcast" to get a new life
Yann Robert, Franck Sauer and Yves Grolet announced today that they have recently signed and closed an asset purchase agreement with Atari Europe SAS regarding Outcast intellectual property.

Yann, Franck and Yves, the three founders of Appeal S.A., the studio that developed Outcast, have started the revival of the franchise and will soon announce further developments.

About Outcast
Outcast is a critically acclaimed open-ended game described by its fans as being ahead of its time. Outcast was released in 1999 on PC by Atari.

Contact
info@appeal.be

Update: Ich hatte nochmal etwas nachgebohrt und rumgenervt. Leider können und mögen weder Yves noch seine Kollegen derzeit etwas Genaueres sagen. Man müsse sich einfach noch etwas gedulden. Es wurden bisher auch weder Kickstarter als Funding-Möglichkeit noch irgendeine System-Exklusivität bestätigt – selbst wenn ich zumindest ersteres für durchaus realistisch erachte. Wie Yves meinte, wären das alles lediglich Gerüchte.

Update 2: Mittlerweile haben Yeves Grolet und seine Kollegen weitere Infos öffentlich gemacht. Ihr neues Studio wird nicht Appeal heißen, sondern Daoka - und eigentlich ist's eher ein Interessenverbund. Dabei beginnen sie nicht ganz von vorne, sondern gestalten die Gründung von Daoka als eine Fusion des bereits etablierten und laufenden Studios AMA Studios S.A. – das unter anderem Fighter Uncaged und My Self Defense Coach produzierte – und eben einer Truppe ehemaliger Appeal-Mitarbeiter, die schon an Outcast mitwirkten.

Das wirklich interessante: das erste Projekt von Daoka soll alsbald enthüllt werden und ist im Geheimen schon seit zwei Jahren in Arbeit – und zwar für die Next-Gen-Consoles: also Xbox One und Playstation 4! Doch handelt es sich dabei wohl nicht um das neue Outcast. Denn, wie Daoka in einer Pressemitteilung schreibt, würde das Studio neben diesem Game eben „auch an Games des Outcast-Franchise arbeiten“ - nur aktuell eben noch nicht, denn die Lizenz wurde ja erst kürzlich gekauft. Schade, heißt: wir müssen noch warten. Dennoch ist dies äußerst interessant, denn AMA Studios war einst ein Schwester-Studio von Ubisoft. Und Ubisoft hat angekündigt, auf der GamesCom ein neues Next-Gen-Game vorzustellen. Könnte das etwa der Daoka-Titel sein?
Daoka will soon reveal an exciting new project that the studio has been working on over the last two years, due to release in the near future on next gen console. Our new studio will also work on games related to the Outcast franchise. The rights to this much loved IP have recently been purchased by the games original authors who now continue to work and collaborate with us at Daoka.

Update 3: Jep, wie mir mittlerweile bestätigt wurde, werden die Jungs von Daoka auf der GamesCom sein und dort ihr neues Game vorstellen.

Update 4: Das Next-gen-Game war, wie leider vermutet, natürlich noch nicht Outcast 2, sondern Fighter Within. Quasi der Nachfolger von Fighter Uncaged.

Update 5: Mittlerweile habe ich Kontakt zu Franck Sauer aufgenommen, der u.a. an Outcast und Outcast 2 mitgewirkt hat und ebenfalls bei Daoka mit im Boot ist. Er freut sich darauf, meine Fragen zu beantworten, die ich ihm derweil übersandt habe. Das Ergebnis davon wird sich wohl alsbald in einem Feature eines bekannten Games-Magazins finden.

Update 6:
Mittlerweile geschehen! Hier findet ihr meine dicke Outcast Retrospektive bei Gamona.de.

Obendrein hat Franck dabei durchklingen lassen, dass wohl statt einem Outcast 2 zunächst ein Port oder Remake auf den Weg gebracht werden könnte. Und zwar auf Basis der Fresh 3D Engine, die Franck mit Yann einst auf den Weg gebracht hat und die auch Fighter Within antreibt. Infos dazu gäbe es zu Beginn 2014. Lange bleibt da nimmer!

Update 7:
 Ja, es ist offiziell! Gerade hab ich von Franck eine Mail bekommen.
Hello Michael,

I though you might want to know about the following announcement:

Recently, the creators of the award winning open world game of 1999 ‘Outcast’ purchased all the game’s IP from Atari. Our team, made of key people from the original developer is now starting a Kickstarter campaign on Monday 7 April, 5PM CET, to fund Outcast Reboot HD.
Outcast Reboot HD heißt das Game, wird via Kickstarter gefunded – 600.000 Dollar wollen die Jungs initial. Dabei wird das Game kein einfacher Port, sondern eine komplette Neuerarbeitung von Outcast. Also: alles wird quasi von Grund auf neu gestaltet. Figuren, Gegenstände, Umgebungen – es soll ein echtes Next-Gen-Spiel werden, eben wie Outcast dereinst auch. Fertig sein soll's bis Ende 2015 – Oktober wird da angepeilt.

Was Outcast 2 betrifft: hier sagt Franck dass Outcast HD den Weg zu Outcast 2 pflastern soll. Also wird Outcast HD gefunded und kommt an, dann könnte eventuell die Arbeit am Nachfolger beginnen.
While we would love to make a full fledged Outcast 2, we think expectations would be so high it would be impossible to fund it based on the current Outcast community alone. Modern AAA games typically require 20+ millions USD to develop. Such an amount of money is currently out of reach of a Kickstarter campaign. Even if we managed to bring down the required money to ‘only’ a few millions thanks to cutting the middleman, removing the often-excessive publisher’ share, and relying on digital distribution, the risk of failure is still quite large. Our goal with this reboot is to broaden the audience by bringing new players into the Outcast world, while rewarding the Outcast community with a beautiful modern version of their favorite game. When that is successful, we can start thinking about a campaign for a full fledged Outcast 2.

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Links und Lesetipps 3. Dezember '13

Kultur
Die Xbox One und Playstation 4 sind da. Die ersten Games auch und die sind – ja, zugegeben – eher mäßig. Doch Spiele wie Need for Speed: Rivals oder im kommenden Jahr Watch Dogs sollen definieren, was Next-Gen wirklich bedeuten soll: Games, die Einzel- und Mehrspieler-Modi virtuos verschmelzen lassen, über verschiedene Geräte hinweg gespielt werden und mit gigantischen Offenen Welten auffahren. Doch schon Jahre zuvor haben dies andere versucht: darunter Eden Games mit Test Drive Unlimited und das nie erschienene The Crossing von Arkane.

… für manch einen wohl noch wichtiger und das schlagendste Argument für die Next-Gen-Konsolen: Die Grafik! Doch ist die Grafik der Games auf PS4 und Xbox One wirklich soviel besser als jene ihrer Vorgänger? Polygon hat mal den Vergleich gewagt.

Cats that look like Pinup Girls sammelt Bilder von Katzen, die ähnliche Posen einnehmen, wie Pinup-Mädels aus 40er- und 50er-Jahre-Postern. Coole Sache.

… das gleiche gibt’s auch mit männlichen Mode-Models.

Als Sandra Bullock in Gravity verzweifelt einen Funkspruch gen Erde absetzte, sie aber nur einen Grönländischen Fischer erreichte, der kein Wort verstand, da war das witzig aber auch bizarr-tragisch. Nun hat der Regisseur Jonás Cuarón, der Sohn des Gravity-Regisseurs, mit Aningaaq einen Kurzfilm veröffentlicht, die eben diesen Fischer zeigt. Etwas das die Situation noch faszinierender gestaltet. Denn auch wenn tausende Kilometer voneinander entfernt, scheinen beide in ihrer eigenen Leere gefangen: Sandra im All, der Fischer in der frostigen Einsamkeit des Eises.

Bei Spiegel Einestages gibt’s einen netten Artikel über den Tamagotchi-Wahnsinn Ende der 90er.

Medien
Die Amerikanerin Marion Stokes hat 35 Jahre lang die Nachrichtensendungen von etlichen Sendern auf VHS-Kassetten mitgeschnitten. Insgesamt 140.000 Tapes hat sie dabei bis zu ihrem Tod im Jahr 2012 bespielt. Das Internet Archive will diese nun digitalisieren, um sein TV-News-Archiv auszubauen. Die ganze und echt unglaubliche Geschichte hat Fast Company.

Eigentlich wollte der 19jährige Alexander Velicky mit seinem Skyrim-Mod Falskaar den Publisher und Entwickler Bethesda auf sich aufmerksam machen. Er hatte auf einen Job beim Macher der Elder-Scrolls- und Fallout-Serie gehofft. Vergebens. Stattdessen bekam er nun ein Angebot von Destiny-Macher und Halo-Erfinder Bungie. Tolle Story, große Leistung.

I applied to many companies, and Bungie was in my, ‘Huge company that will completely ignore me’ category. Well, they didn’t and look what it got me. 

Photographie
Verrückte Russen! Alexey Kljatov hat sich aus einer alten Canon-A650-Digi-Knipse, einer umgedrehten Helios-44M-5-Linse aus Sowjetzeiten, etwas Holz, Leim, Klebeband und einem Metallblech eine fantastische Macro-Kamera geschustert. Mit der fabriziert er fantastische Aufnahmen von Schneeflocken, die einfach nur Staunen lassen. Irrer Typ!

Politik
Die SPD-Führung will unbedingt in der Politik mitspielen und duldet daher im Koalitionsvertrag die Einführung der Vorratsdatenspeicherung. Um das nicht als Niederlage, sondern als vernünftige Entscheidung zu begründen, tischt Sigmar Gabriel den Bürgern und SPD-Mitgliedern eine dicke Lüge auf. Angeblich habe die Vorratsdatenspeicherung in Norwegen zur Festnahme des kaltblütigen Mörders Anders Breivik geführt. Doof nur, dass die Lüge nicht sonderlich wasserdicht ist. Denn Norwegen hat die VDS zwar beschlossen, wendet sie aber noch nicht an...

Der Telekom wurde nun gerichtlich untersagt, ihre Drossel-Verträge Flatrate zu nennen. Ein Sieg! Einer auf den die Telekom nun auch Transparenz folgen lassen will. Was das aber nun bedeuten soll, das hat heise.de mal aufgeschlüsselt. Wie's aussieht, will die Telekom zukünftig sowohl Volumen- als auch Flatratetarife anbieten. Doch könnte sie letztere einfach so teuer gestalten, dass diese anders als noch vor einigen Jahre kaum erschwinglich sein werden und viele Kunden zu den Drossel-Leitungen greifen müssen.

Und so
Atlas Obscura, DIE SEITE rund um faszinierende und interessante Orte auf aller Welt – zu der ich hie und da auch mal was beigetragen hab – hat eine schöne Karte mit allen vermeintlichen Seemonstern der USA gebastelt. Darauf natürlich Isabella aus dem Bear Lake in Idaho, das Lake Worth Monster und das Alkali Lake Monster.

Offensichtlich verkleidet sich der aktuelle Papst gerne mal als normaler Priester, schleicht sich aus dem Vatikan und verteilt Geld und Essen unter den Obdachlosen. Das ist bisher noch eher Gerücht als Fakt. Aber wenn das wahr ist…(ja, ich verlinke hier auf BILD und fühl mich dabei dreckig)

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Ouya

Hübsch ist sie, die Ouya. Und so klein. Nur weiss ich derzeit noch nichts mit der Mini-Konsole anzufangen, die mir ein guter Freund zum Geschenk gemacht hat. Denn ehrlich gesagt: die meisten Games für die Ouya sind nicht so dolle. Ja, ein zwei Perlen wie etwa Towerfall gibt’s schon - aber sonst? Mal schauen. Ein paar Emulatoren hab ich mal gesaugt und mit ScummVM Beneath a Steel Sky angezockt, was tatsächlich auch ganz gut funktioniert. Und wie ich höre, eignet sich die Ouya mit dem vorinstalliertem XBMC und einigen weiteren Apps auch gut als Media Center. Und wenn nicht? Auch gut. Alleine eine Ouya rumstehen zu haben ist schon ganz nett.

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Obduction

Genau 1.321.306 US-Dollar hat das Myst-Studio Cyan Inc. auf Kickstarter für sein neues Projekt gespendet bekommen. Obduction wird’s heißen und soll eine Art spirituelle Auferstehung dessen sein, was Myst einst verkörperte: das ungehetzte Erforschen und gemächliche Entdecken einer fremden Welt und Entschlüsseln derer Rätsel. Dabei soll Obduction dennoch ein ganz anderes Universum bespielen, als es einst Myst tat, wie mir Cyan-Gründer Rand Miller kurz bei einer Interviewanfrage schon vorab erklärte. „Die Geschichte von Myst ist komplex, verwoben und quasi vorbelastet“, sagt Miller. Stattdessen sei ein frischer Kosmos mit eigenen Regeln und einer eigenen Historie die intelligentere Option für ein derartiges Projekt – auch wenn „die Ankündigung eines neuen Myst wohl noch größere Wellen geschlagen hätte“.

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Kauft euch ein Videospielstudio

Wer vorhat, in naher Zukunft vielleicht ein professionelles Videospielstudio in den USA aufzuziehen, der sollte sich den Dezember rot im Kalender anmarkern. Denn dann soll der gesamte materielle wie immaterielle Besitz der bankrott gegangenen Entwickler 38 Studios und Big Huge Games unter den Hammer kommen. Eigentlich war die Auktion schon für den 14. und 15. November angesetzt, wurde nun aber verschoben.

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Bier-Review: St Austell Proper Job

Das ist mal ein Bier, dessen Name hält, was er verspricht. Denn Proper Job bedeutet etwa soviel wie „eine gescheite Arbeit“ abliefern. Und das tut das Indian Pale Ale der britischen Brauerei St. Austell definitiv. Mit einem fast metallischem Goldgelb-Ton gleitet das 5,5-prozentige Bier ins Glas und entfaltet dabei einen regelrechten Fruchtkorb verschiedenster Aromen. Orange, Apfel, Mandarine und etwas Zitrone prickeln in der Nase. Dazu eine starke aber nicht aufdringliche Hopfennote, die tatsächlich das „Powerfully Hopped“ auf dem Etikett rechtfertigt.

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Links und Lesetipps 3. November '13

Kultur
Wow! Es ist tatsächlich ein neues Myst-Game in der Mache. Wobei, ganz so stimmt das nicht. Eigentlich hat Cyan, das Studio hinter der Myst-Serie, auf Kickstarter um 1.100.000 Dollar gebeten, um ein Game zu finanzieren, das den Geist und die Atmosphäre von Myst aufgreifen und in die Moderne transportieren soll. Obduction heißt das Projekt und beginnt damit, dass der Spieler während einer sternklaren Nacht von einem mysteriösen Artefakt, das vom Himmel herab rauscht, entführt und irgendwo am Ende des Universums abgesetzt wird. Diese erste Szene gibt’s schon als Video zu sehen und gefällt durchaus. Ansonsten hat Cyan einige Concept-Arts veröffentlicht, die mich tatsächlich dazu gebracht haben, mal wieder Myst zu installieren. Bisher hat das Cyan 740.126 Dollar eingesammelt. 12 Tage bleiben noch, dann muss das Geld zusammen sein. Sollte durchaus möglich sein.

Es ist schon Wahnsinn, wie sehr Grand Theft Auto 5 derzeit bewegt. Und das nicht nur Gamer, sondern auch alle, die sich mit Kultur und Popkultur beschäftigen. Denn wiedermal greifen die Rockstar Studios den Zeitgeist auf, reflektieren Themen und Probleme unserer Gesellschaft und Sozial-Ökonomie. Dabei machen sie auch nicht vor der Finanzwirtschaft halt. Denn Grand Theft Auto 5 lässt die Spieler im Game mit virtuellen Aktien von fiktiven Firmen wie Pißwasser und Amunation handeln – und das auch online über eine Börse auf den Rockstar-Servern. Das führt mittlerweile dazu, dass sich Spieler im Netz organisieren, um geplant Kurse zu beeinflussen und so Michael, Trevor und Franklin zu reichen Männern zu machen. Lehrt Grand Theft Auto 5 also gerade eine ganzen Generation, wie unsere überdrehte Finanzwirtschaft funktioniert?

Hideo Kojima arbeitet gerade an Metal Gear Solid 5, das nicht aus einem einzelnen, sondern zwei Spielen bestehen soll: Ground Zeroes und The Phantom Pain. Die Kollegen von US Gamer haben sich mal die Evolution von MGS 5 angeschaut.

Ein Start Up namens Briggo könnte Starbucks in Zukunft Konkurrenz machen. Das Unternehmen bastelt nämlich an vollautomatisierten Roboter-Kaffee-Automaten, die ähnliche Fähigkeiten an den Tag legen sollen, wie professionelle Barista.

Each 50-square-foot, Yves Béhar-designed kiosk is stocked with fresh milk, beans, and other ingredients, and whips up frothy, made-to-order cups according to a process the company developed with the help of an award-winning barista (…) Inside, protected by stainless steel walls and a thicket of patents, there is a secret, proprietary viscera of pipes, storage vessels, heating instruments, robot arms and 250 or so sensors (...)
Bisher ist ein Test-Automat an der University of Texas im Einsatz und wird von den Studis gut angenommen. Dennoch … ob die Roboter-Kaffee-Macher die nette Café-Dame im Starbucks ersetzten können? Glaub ich nicht.

Medien
Der eBay-Gründer Pierre Omidyar wollte eigentlich die Washington Post kaufen. Doch dann kam ihm Amazon-Gründer Jeff Bezos zuvor. Dennoch will Omidyar jetzt was mit Medien machen und gründet daher nun ein eigenes Online-Magazin. Hierfür hat er unter anderem Prism-Aufdecker und Snowden-Kontaktmann Glenn Greenwald rekrutiert.

Photographie
Eines der tollsten Photoprojekte, das ich in letzten Monaten gesehen hab. Endia Beal hat sich über fünf Wochen hinweg weiße Damen mittleren Alters geschnappt, sie in einen afroamerikanischen Friseursalon gezerrt und ihnen dort eine typische Frisur verpassen lassen, wie sie eben schwarze Frauen und Mädels so tragen. Anschließend hat sie die Damen im Stile eines Klischee-Business-Portraits abgelichtet.
The rules were simple: After getting their new styles, the women had to agree to be photographed in a traditional corporate portrait, even if they weren’t happy with the result.
Was dabei herauskam, das ist einfach großartig, etwas bizarr und faszinierend anzuschauen. Ich bin beeindruckt!

Nolan Conway hat die Lebensräume von Menschen photographiert, die die Parkplätze von Walmart ihr Zuhause nennen. Deprimierend und fantastisch zugleich.

Politik
Auch wenn ich den Grünen als Partei kritisch gegenüber stehe: Claudia Roth mochte und mag ich. Sie war bunt, schrill, schräg und kreativ – und emotional. Ich selbst hab sie zwei Mal getroffen, ihr mal die Hand geschüttelt – sie war nett. Nun hat sie sich als Grünen-Chefin verabschiedet. Schade.

Christian Ströbele hat gezeigt, wie's geht: nach all den NSA- CGHQ- BND- etc. pp.-Skandalen ist er kurzerhand mal nach Moskau geflogen, hat mit Snowden geplaudert und einen Brief für „jene, die's angeht“ mitgebracht. Außerdem hat sich Snowden bereit erklärt, im Fall einer Untersuchung der Skandale gerne auszusagen – und der Kreml hätte auch nichts dagegen. Auch würde der Whisleblower gerne nach Deutschland kommen, wenn sicher gestellt wäre, dass er nicht an die USA ausgeliefert wird. Daher fordern einige die Regierung auf, endlich Kante und Courage zu zeigen, und Snowden Asyl zu gewähren, damit er nicht länger in Russland abhängen muss.

Und so
Was hast du gesehen, dass dir jedoch nie jemand glauben wird? Das wurde auf Reddit gefragt, und tatsächlich ist da einiges an verdammt schrägem Kram darunter.
I know, it's ridiculous, but I swear there was a cow on top of another cow.
Google stapelt im Hafen von San Francisco gerade etliche Contrainer auf eine schwimmende Plattform und keiner weiss, wozu. Einige sagen, es würde ein schwimmendes Rechenzentrum werden, andere meinen, der Internetkonzern baue dort eine Art Google-Shop.

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Herbstphotos


Bevor sich endgültig die graue Wolkenkuppel über München zuzieht, die Bäume ihre letzten Blätter lassen und sich die Sonne ihre Winterruhe antritt, hab ich nochmal die Gelegenheit genutzt, einige Herbstmomente einzufangen. Denn ich liebe den Schein, die Farbe und die Atmosphäre der vorwinterlichen Tage.

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The Wolf Among Us

Ja, schlagt mich, aber ich bin erst jetzt dazugekommen, die erste Episode von The Wolf Among Us durchzuspielen. Dafür hab ich das jetzt immerhin am Stück geschafft. Und, was soll ich sagen, ich bin echt angetan. Denn wenn ich die Comic-Serie Fables, auf der The Wolf Among Us basiert, bisher nur so am Rande wahrgenommen habe, bin ich nun entschlossen, mir zumindest den ersten Band davon zuzulegen – und mal reinzuschnuppern.

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So entstand The Last of Us

The Last of Us wurde leider nicht das geniale Game, auf das ich gehofft hatte. Doch ist es mit seinem sensiblen und stetig an Spannung zunehmenden Narrativ, der populärwissenschaftlich angehauchten Grundidee, den durchdachten Charakteren und seinem irritierenden Ende immer noch eines der besten Videospiele der letzten Jahre. Neil Druckmann, Creative Director bei Naughty Dog und Kopf hinter The Last of Us, hat vor einiger Zeit bei der International Game Developers Association in Toronto einen Vortrag zur Entstehung des Zombie-Games gehalten – und dabei ordentlich den Trivia-Hammer geschwungen.

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JJ über seine Lens-Flare-Sucht

Ich mag Lens Flares, Lichtbalken und "Staub auf der Linse"-Effekte. Egal ob in Videospielen oder Filmen, ich finde, das schaut einfach toll aus. Nicht nur wegen dieses ganz eigenen Looks, sondern auch, da es die Immersion verstärkt. Statt des neutralen Beobachterblickes ergibt sich durch Lens-Flares und Dreck-auf-der-Linse die Vorstellung, man schaue höchst selbst durch die Kamera; sei nah dran am Geschehen und könne durch die sichtbaren Vorgänge in Mitleidenschaft gezogen werden.

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David Jaffe, Geisterjäger

Ich mag David Jaffe. Denn er ist nicht nur ein verdammt guter Videospielentwickler und der Schöpfer von God of War und Twisted Metal, sondern auch eine verdammt durchgeknallte Type. Daher passt's auch, was er gerade abzieht. Denn abgesehen davon, dass er gerade sein neuestes Videospielprojekt angeht, geht er nun angeblich auch auf Geisterjagd. Und zwar zusammen mit dem Kerl, der eben sein aktuelles Spiel finanziert – einem 80jährigen Geisterjäger.

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Links und Lesetipps 15. September '13

Kultur
Lost-Erfinder JJ Abrams wird für HBO eine Serie basierend auf Michael Crichtons Westworld entwickeln. Der Auftrag für die Pilotfolge ist schon erteilt. Könnte sowohl großartig als auch ein furchtbarer Reinfall werden. Schauen wir mal.

The Atlantic hat mit Stephen King gesprochen – und der hat sehr ausführlich auf die Frage geantwortet, wie schwierig es sei, den ersten Satz eines Buches zu schreiben.

Of course, it's a little do-or-die here for the writer. A really bad first line can convince me not to buy a book -- because, god, I've got plenty of books already -- and an unappealing style in the first moments is reason enough to scurry off.
Zu seinem 100ten Geburtstag gönnt sich das Modemagazin Vanity Fair ein neues Logo, das vollkommen unspektakulär per Tweet angekündigt wurde. Simpel und edel ist's; passend eben.

Auch Yahoo! hat ein sich einen neuen Look via Logo verpasst. Dieses ist wenig gut geglückt, finde ich. Es wirkt erschreckend amateurhaft und ist dem Geist, den Errungenschaften und der Größe des Unternehmens nicht würdig. Schade. Hätte man besser machen können.

GTA V ist da. Daher hat einer der Houser-Brüder dem Guardian eines der seltenen Rockstar-Games-Interviews gegeben. In diesem erklärt er das Konzept von GTA V und warum es wohl nie einen GTA-Film geben wird.
The money's never been close to be worth risking one's crown jewels.
… auch Polygon hat ein schönes Feature über GTA V in dem Dan Houser unter anderem über Metaphysik schwadroniert.
Everybody thinks they're the star of their own movie at some level, don't they, in existence? So to each character, they are very much the star of their experience.
Das Studio 3D Realms, das über ein Jahrzehnt das Game Duke Nukem Forever entwickelte, hat einen Rechtsstreit mit Gearbox aufgegeben – das Studio, das die Rechte an Duke Nukem kaufte und das Game letztlich fertiggestellt hat. 3D Realms und dessen Eigner, Scott Miller, klagten auf Nachzahlungen von Gearbox', die dem angeschlagenen Entwickler noch zustünden. Selbige will der Spieleproduzent nun nicht weiter verfolgen und habe sich nach eingehender Prüfung der Sachlage auch bei den Beklagten entschuldigt – darunter vor allem Gearbox-Gründer Randy Pitchford, der einst bei 3D Realms seine Karriere begann. Interessant und etwas merkwürdig. Klingt fast, als würde Gearbox demnächst die Reste von 3D Realms kaufen.
In all sincerity, we regret the misunderstanding that instigated our lawsuit. Now that we better understand — and appreciate — the actual nature of our business matters, we have voluntarily withdrawn our claims against Gearbox, with genuine apologies to Randy for any damage that our lawsuit may have caused to the relationship.
Photographie
Mitch Dobrowner photographiert Stürme. Aber keine normalen, sondern jene Superzellen, die mit geballter Macht über die Great Plains der USA hinwegziehen – und dabei einfach wahnsinnig schön und gleichzeitig unheimlich erschreckend ausschauen. Furchtbar beeindruckend! Wired Rawfile hat mit Mitch darüber geredet.

Politik
Julian Assange hat Anzeige erstattet – bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Wie der Wikileaks-Gründer behauptet, sei er 2009 auf dem Chaos Communications Congress von einem US-Agenten ausspioniert worden. Wie Assange meint, wäre der entsprechende Amerikaner illegal auf deutschem Hoheitsgebiet geheimdienstlich tätig geworden. Der Verdacht kam Assange, als selbiger Agent – ein Ex-Marine – beim Prozess gegen Bradley Manning als Zeuge auftrat. Sehr, sehr interessant.

Weiterhin hat Julian mit dem bemerkenswerten Schauspieler Benedict Cumberbatch gemailt – denn der verkörpert ihn im Wikileaks-Film The Fifth Estate, den Julian selbst als Angriff auf die Whistleblower-Kultur erachtet. Wie Cumberbatch dem Guardian erzählt, wollte der Wikileaks-Gründer ihn davon abbringen, die Rolle anzunehmen. Das ist nicht geglückt. Allerdings habe Cumberbatch durchaus kurz gezögert und über die Bitte nachgedacht, denn Julians Mail sei sehr intelligent, charmant und scharfsinnig formuliert. Er sinnierte über die Argumentation des gebürtigen Australiers und wrang sich nach einigen Stunden zu einer Antwort auf die Mail Assanges durch.
… whatever happens I want to give as much complexity and understanding of you as I can.
Der Chaos Computer Club hat in der Datenschleuder ein Interview mit einem Hacker veröffentlicht, der an der Entwicklung von Überwachungstechnologien für die Firmen Gamma und Dreamlab beteiligt war.

Der niederländischer Journalist Bahram Sadeghi hat mal bei der NSA angerufen und gefragt, ob sie vielleicht eine Mail wiederherstellen könnte, die er gelöscht hat.

Und so
Zoey hat Pizza ausgeliefert und dabei einige kuriose Menschen erlebt. Hier eine Liste von merkwürdigen Begegnungen, die sie bisher hatte.

Im unterfränkischen Kleinostheim ist ein Lastwagenfahrer offenbar total durchgedreht. Mit seinem Laster mähte er einige Straßenschilder um und fuhr mehrere parkende Autos zu Klump.

Zitat
Ach, dort hat Hitler gepinkelt. - Mein Vater

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Elysium und der Mangel von Tiefe

Ich möchte nicht sagen, dass ich enttäuscht war. Das träfe einfach nicht das Gefühl, das mich einnahm, als ich Neill Blomkamps Elysium über die Leinwand flimmern sah. Vielmehr war es eine bizarre Mischung aus enttäuschter Erwartung und dem offensichtlichen Fakt, dass ich dennoch unterhalten wurde. Denn was hatte ich nicht alles von Elysium erwartet: eine Science-Fiction-Ballade rund um den Klassenkampf, die Separation von Arm und Reich, Rebellentum, die Macht der Technologie und ihre gleichzeitig Verletzbarkeit.

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Ein Gespräch mit Éric Chahi

Witzig, tiefsinnig und einfach total nett: das ist Éric Chahi. Er ist neben Michel „Rayman Papa“ Ancel wohl der bekannteste französische Spiele-Designer. Und das obwohl er in all seinen Schaffensjahren nur drei Games entwickelt hat – und viele lediglich eines davon unmittelbar mit seinem Namen verknüpfen. Nämlich: Another World. Ein – wenn gekonnt gespielt – nicht mal 30 Minuten langes Jump'n'Run mit Rätsel-Einlagen, das aber die Welt der Videospiele so nachhaltig prägte, wie es sonst wohl nur Doom, Half-Life, Super Mario und Zelda. Denn Another World war cineastisch, zeichnete Szenen wie man sie nur aus Filmen kannte, zeigte bis dato unbekannte Blickwinkel, demonstrierte die Macht von geskripteten Szenen und erfand quasi die situationsabhängige aber intuitive Steuerung. Es war anders – und eben das Werk eines Einzelnen, der zwei Jahre seines Lebens in dieses Game steckte. Eben Éric Chahi.

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Links und Lesetipps 19. August '13

Kultur
Markus Notch Person hat sein Game-Projekt 0x10c auf Eis gelegt. Die Fans trauern nicht, sondern haben sich auf Reddit zusammen getan, um das Game unter dem Titel Project Trillek wiederzubeleben. Ein Haufen Arbeit, denn Notch hat nie ganz erklärt, worum's in 0x10c nun wirklich genau gehen soll. Jedoch sollte das Game unter anderem einen voll funktionsfähigen und programmierbaren 16-Bit-Computer emulieren, der das Raumschiff steuert, auf dem der Spieler nach einem allzu langen Cryo-Schlaf erwacht. Wie man Notch so kennt, steht er dem Projekt sicher ganz positiv gegenüber...

… und ist trotz des Todes von 0x10c weiterhin umtriebig. So hat er auf einer Games Jam den Zombie-Shooter Shambles entwickelt, der natürlich nicht ganz ohne Twist auskommt.

Ich mag den Publisher Bethesda. Nicht nur, weil ich mit dem schon in einem französischen Chateau und dem Haus einer Frankfurter Freimaue-Loge war, sondern auch, weil er Mut beweist. Mut zu neuen Marken wie Dishonored, Hunted oder auch Rage. Damit hofft der Publisher eine Art Pixar der Videospielwelt zu werden, wie Polygon so schön schreibt.

Bethesda and ZeniMax worked together to choose which studios would be the best fit to either create a new franchise under its umbrella or foster one of ZeniMax's catalog IPs. That process, Hines explained, started at a very personal level.
Warum stehen Japaner so sehr auf Riesen-Roboter? Das versucht Matt Alt in der Japan Times zu erklären.

Im September will sich Yahoo ein neues Logo verpassen. Bis dieses enthüllt wird, wird Yahoo auf seinen Seiten über 30 Tage hinweg Logo-Redesigns „durchprobieren“, um dem alten Logo Ehre zu erweisen. Da ist bisher durchaus das ein oder andere nette Logo dabei.

Photographie
Frank W. Ockenfels III ist Photograph – und zwar jener, der die Charaktere aus den fabelhaften Serien Breaking Bad, Walking Dead und Mad Men für Promos und Plakate ablichtet. Pop Photo hat mal mit ihm gesprochen.

Der neue Ikea-Katalog kommt quasi mit einer Augmented-Reality-App daher, die's erlaubt via Katalog alle möglichen Möbel virtuell in die eigene Wohnung zu stellen. Verdammt cool.

Architektur
Sehr schön zum durchklicken: die Wikipedia-Liste der Nationaldenkmäler der USA.

Gesellschaft
Die aktuelle Ausgabe von Brand Eins – eines der mit Abstand großartigsten Magazine in Deutschland – beschädigt sich mit der Privatsphäre. Einige der Artikel gibt’s online. Darunter der über's Öffentliche Schweigen, das Verbloggen vom Privatem, die Privatheit und das Wohnen im Glashaus.

Politik
Pofalla hat die Spionage-Debatte für beendet erklärt – und das mit Begründungen, die keine waren und Aussagen, die man getrost als blödsinnig bezeichnen kann. Das schlimme: viele Medien griffen diese Quatsch auf und folgten der Aussage Pofallas.

Das deutsche Finanzministerium hat Bitcoins als Rechnungseinheit anerkannt. Heißt: wer's benutzt und bekommt muss eigentlich Umsatzsteuer abdrücken.

Angela Merkel hat eine neue Website. Die find' ich nicht so…

Michael Grunwald, Senior National Correspondent des Time Magazine, schrieb, er könne es kaum erwarten, einen Artikel über den Tod von Julian Assange zu schreiben. Genauer: einen Darüber, wie der Wiki-Leaks-Gründer von einer Drohne getötet werde. Ziemlich … unschön.

Und so
In Moskau verhalten sich gerade viele Tauben merkwürdig. Und zwar so merkwürdig, dass schon von Zombie-Tauben die Rede ist: sie laufen im Kreis, schlagen ihren Kopf gegen den Boden und haben weder vor Menschen noch heran rasenden Autos Angst.

Zitat
Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm, wenn andere ihn begehen. - Georg Lichtenberg

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Der Violinist von München

In all den Jahren, die ich in München wohne, habe ich ihnen schon dutzende Male zugehört: den Jungs der Musikgruppe Konnexion Balkon. Immer wieder spielt die Violine-Bass-Klavier- und manchmal auch Schifferklavierkombo in den Straßen der bayrischen Hauptstadt – auf dem Odeonsplatz vor der Feldherrenhalle, am Kaufhof am Marienplatz oder dem Kaufhaus Hirme und C&A nahe der Frauenkirche. Und immer sind sie von einer dichten Menschentraube umschlossen, wenn sie Mozart, Bach, Vivaldi, Rossini oder auch Run DMC und Tom Jones ihre Ehre erweisen. Nicht verwunderlich, sind sie doch einfach verdammt gut darin, die klassischen Stücke auf eine moderne, flotte und einfach coole Weise interpretieren und den modernen Hits eine klassische Kammerspielnote aufdrücken. Sie gehören zu München, wie das Hofbräuhaus ans Platzl.

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Links und Lesetipps 12. August '13

Kultur
Die einstige Auto-Stadt Detroit ist pleite und geht vor die Hunde. In ganzen Straßenzügen sind teils nur einzelne Häuser bewohnt; wer die Polizei ruft, der muss bis zu 50 Minuten auf einen Beamten warten; Feuerwehrhäuser stehen leer, Gerichtssäle und Schulen sind geschlossen. Der Photograph Philip Jarmain hat sich aufgemacht, diesen Verfall zu dokumentieren und hat eine großartige Galerie des sterbenden Detroit angelegt. Wired hat ihn dazu befragt.

Vor einiger Zeit ist die QuakeCon 2013 zu Ende gegangen. Viel war dort zu sehen und zu hören: von John Carmack, zu Evil Within und einigem mehr. Nur Doom 4 war wieder nicht präsent. Schon über die letzten Jahre gab's Gerüchte, dass das epische Werk nur schleppend vorangeht, es Probleme gibt und das Projekt 2011 einen Komplettneustart durchmachte. Doch, wie Tim Willits von id sagt, gehe es jetzt voran. Doom 4 sei das einzige bei id Soft, auf dem gerade der Fokus liegt.

But again, like we said, now we’re streamlined. It’s difficult for developers to always have to make demos, go to events and shows, and at the end of the day, a great launch is important for a game, but a great game is important for succe

Photograph François Brunelle photographiert Menschen, die aussehen wie Brüder, Schwestern oder sogar eineiige Zwillinge, aber absolut nicht verwandt sind. Eine faszinierende Photoserie.

Der Photograph Lori Nix hingegen baut und photographierte detaillierte Dioramen, die Szenen der Welt nach der Apokalypse zeigen. Wunderschön und sicher eine heiden Arbeit!

Das Smithsonian Mag hat einen länglichen Artikel über die Geschichte Bösen Clowns – und woher die kommt.
“Mischief” is one thing; homicidal urges is certainly another. What’s changed about clowns is how that darkness is manifest, argued Andrew McConnell Stott, Dean of Undergraduate Education and an English professor at the University of Buffalo, SUNY.
Das Los Angles County Museum of Art führte im Juni eine Kubrick-Ausstellung durch. Minimallyminimal hat eine kleine Galerie dazu.

Jeff Bezos, der Chef von Amazon, kauft für 250 Millionen US-Dollar die Washington Post Company. Allerdings nicht im als Amazon-Chef, sondern als Privatperson. Was Bezos jetzt mit der Firma und deren Zeitungen vor hat, das wird sich noch zeigen.

Der Künstler Nobutaka Aozaki bastelt aus von Passanten gezeichneten Wegbeschreibungen eine Karte New York Citys.
The artist himself isn't a tourist, but to complete the act he dresses up with a bright blue "New York" baseball cap and a shopping bag from department store (and tourist mecca) Century 21. Aozaki tells Spoon & Tamago that "Most people just pull out their smartphone and try to show me a map. When this happens I tell them, 'I’ll [forget] so please draw me directions!'" The piece is far from complete, but Aozaki explains that he doesn't necessarily intend to make the map comprehensive.
Architektur
Woran sollte man als erstes Denken, wenn man ein Hochhaus baut? Genau, wie die Leute da in ihre Wohnungen kommen. Das haben die Architekten eines Luxus-Wolkenkratzers im spanischen Benidorm aber vergessen und doch glatt verpeilt, ab dem 20ten Stock Aufzüge für die kommenden 27 Etagen einzuplanen: ab da heißt's Treppensteigen. Zu Gute halten muss man den Planern jedoch, dass der Bau direkt in die Wirtschaftskrise rutschte und es dabei zwischen Architekten und Auftraggebern hin und her ging. Dennoch … dass das keinem aufgefallen ist?!

Gesellschaft
Gary England ist der Wettergott. Seit 1972 war er Meteorologe bei Channel 9 in Oklahoma City und damit eine der wichtigsten Personen des Bundesstaates. Denn er war es, der die Bewohner des Tornado Alley über 30 Jahren vor den vernichtenden Kräften der Natur bewahrte. Über 2.000 Tornados hat er gemeldet. Viele sogar, bevor sie der National Weather Service es tat. Hierdurch wurde England über die Jahre zur Kultfigur in Oklahoma – er ist dort bekannt wie Micky Mouse oder Ronald McDonald. Jeder kennt ihn. Doch nun dankt er ab, geht in Rente. Die New York Times hat deshalb ein herzliches Portrait dieses Mannes.

Politik
In Deutschland würde sich dies wohl kein hochrangiger Politiker trauen – oder trauen können: Ministerpräsident Jens Stoltenberg fuhr mehr oder minder inkognito als Taxifahrer durch Oslo und plauderte mit seinen Fahrgästen. Dabei bekam er tatäschlich einige bodenständige Meinungen zu hören. Tolle Aktion!

Wissenschaft
Ich hab gerade auf ProSieben das erste Mal den Film Buried gesehen. Bei Popular Mechanics gibt’s einen netten Faktencheck.

Und so
Fett! Insgesamt 15 Tonnen Fett verstopften in London ein Abwasserrohr. Der Klumpen hat damit etwa die Ausmaße eines Busses!

Sawod imeni Lichatschowa – oder kurz Zil – war lange die Traditionsautomarke Russlands und hat unter anderem die Limousinen der sowjetischen Staatsführung gestellt. Jedenfalls bis … ja, bis sich Putin weigerte, eine für ihn konstruierte Limo zu nutzen, da diese zu futuristisch daherkam. Und das war sie wirklich. Prompt reagierte der russische Sportwagenhersteller Marussia und organisierte einen Designwettbewerb, der Putin ein angemessereres Fahrzeug konstruieren sollte. Die Resultate und der Gewinner gefallen durchaus.

Die Website Listen to Wikipedia generiert aus Wikipedia-Artikeln Sounds und Animationen.

Kim Schmitz Dotcom wurde von Spiegel TV interviewt. Witzig. Spiegel Online hat dazu auch einen illustren Artikel.

Zitat
Ich muss meinen Bruder anrufen! Ich muss meine Putzfrau anrufen, ich muss meinen Anwalt anrufen! Ach, vergiss das mit dem Anwalt! - Marty Gilbert, Independence Day

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Mein 300ter Post für Andy Warhol

Heute wäre Andy Warhol 85 Jahre alt geworden. Doch leider ist er schon am 22. Februar 1987 von uns gegangen. Viel zu früh, wenn man mich fragt, denn ich habe ein Faible für den Siebdruckkünstler und Perückenträger. Geboren unter dem Namen Andrej Warhola war er arm, kränklich und geplagt von Selbstzweifeln. Alles, was er stets wollte, war es, berühmt zu sein, reich und beliebt. Er wagte einst den Schritt, ohne eine Absicherung nach New York zu gehen und sich dort zu verwirklichen – auch, wenn er damit auf die Schnauze hätte fallen können. Mit seiner Kunst hielt er der amerikanischen Kultur den Spiegel vor, wagte es, Alltagsgegenstände als Kunst zu verkaufen, die Medien und Presse zu trollen und vollkommen abzudrehen. Dabei schaffte er es, die Kunstwelt, die Kultur und Popkultur so stark zu prägen, wie sonst keiner. Er prägte den Begriff des Superstar. Er hatte die Idee von den 15 Minuten Ruhm, die jeder erreichen kann. Er ist der Künstler, der selbst in Filmen von Woody Allen oder gar in Zack Snyders Watchmen auftaucht.

Andy, du warst ein echt krasser Typ! Daher und wegen des 85ten Geburtstags von Andy streamt das Warhol Museum dessen Grab durchgehend für eine Woche. Dabei ist schön zu sehen, wie das Grab fast nie leer und alleine steht, sondern stets Menschen Andy würdigen, Blumen bringen oder niederknien. Und … eher zufällig ist dies der 300te Posts in diesem Blog, den ich nur zu gerne Andy widme!

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Sommer-Bilder #1


Der Sommer ist die beste Zeit zu photographieren. Das allgegenwärtige und warme Licht ist die beste Ausleuchtung, die sich ein Photograph wie ich mir wünschen kann. Hier daher einige meiner Lieblingsphotos der letzten Wochen.

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Sky City

Am vergangenen Wochenende haben die Arbeiten an Sky City im chinesischen Changsha begonnen, dem Wolkenkratzer, der alsbald das Burj Khalifa als höchstes Gebäude der Welt ablösen soll. Der Kniff an der Sache: die Sky City wird alleinig aus vorgefertigten Bauteilen zusammengesetzt. Mit diesen hat die hinter dem Bau stehende Broad Group infolge des Wirtschaftsbooms und die massenhafte Konstruktion von Büro- und Wohngebäuden in China und dem Rest Asiens ein üppiges Vermögen angehäuft. Damit aber nicht genug. Das der Planung zufolge 838 Meter hohe Fertigteilgebäude soll schon im April 2014 – also in rund neun Monaten – bezugsfertig sein und lediglich 1,47 Milliarden US-Dollar kosten. The Atlantic Cities hat sich das ganze schon mal etwas näher angesehen und hat Zweifel, was unter anderem die Frischwasserver- und Abwasserentsorgung, die Sicherheit und auch den Nutzen des Gebäudes angeht.

Those are good reasons for Broad Group to build on the cheap. But many are worried that will compromise safety. “There’s no precedent for this type of construction,” Yin Zhi, director of Tsinghua University’s School of Urban Planning and Design, told China National Radio (links in Chinese).
[…]
Sky City will still be the tallest of these. Whether a symbol of China’s ambition or its excess, the building has a shot at becoming a monument to its moment in history.
Abgesehen davon ist schon eines sicher: Verglichen mit dem Burj Khalifa oder dem Taipeh 101 wird die Sky City leider kein Augenschmaus, sondern ein klobiger Klotz aber eben auch ein faszinierendes Projekt, dessen Ausgang ich mit Spannung verfolge.

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Bauer auf Q4 – Ein erneuter Abstecher nach Twin Peaks

Laura Palmer ist tot. Eingewickelt in eine Plastikplane wird die 17jährige Schönheitskönigin an einem See aufgefunden. Sie wurde ermordet. Ein Verbrechen, das Twin Peaks ins Wanken bringt. Denn die US-Kleinstadt an der Grenze zu Kanada ist ein paradiesisches Idyll zwischen dichten Wäldern, der Abgeschiedenheit der Rocky Mountains und bodenständigen Bewohnern. Doch das von David Lynch und Mark Frost erdachte Konstrukt scheint nur auf den ersten Blick so – und bietet den Grundstock für die wohl beste und avantgardistischste TV-Serie der 90er Jahre.

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Links und Lesetipps 14. Juli '13

Kultur
Als ich damals den ersten Trailer zu Guillermo del Toros Pacific Rim sah, fragte ich mich, was del Toro da wohl geraucht hat. Jener Mann, der Pan's Labyrinth gedreht hat, macht nun einen Film über Riesenrobos, die gegen Monster kämpfen?! Okay, er hat auch Hell Boy verfilmt... aber trotzdem. Beim zweiten Trailer hingegen erwuchs in mir die Sicherheit, dass Pacific Rim wahrscheinlich ganz witzig werden könnte. Denn eigentlich weiss del Toro stets, was er tut. Und nun... ja, da schreibt die Wired, Pacific Rim sei ein einzigartiges Meisterstück. Ich freu mich!
Here’s my advice: Just shut up and go see it, preferably on the largest screen imaginable.

Da ich gerade etwas sehr kultiges schaue, dachte ich, der Wikipedia-Artikel zu Kultfilmen wäre mal lesenswert. Ist er tatsächlich.

Project Eternity, das Kickstarter-finanzierte Old-School-Rollenspiel von Obsidian, ist nicht als ein einzelnes Game angedacht, sondern könnte/soll der Beginn einer Serie an Erweiterungen und neuer Games sein. Das hat der legendäre Designer Chris Avellone in einem Interview mit Eurogamer angekündigt.

The way we structured the plan is I don't think there's ever an instance where it would be put on hold, because as soon as the first game is completed then we're still working on the expansion […]
Bei dem Videogame Desert Bus geht’s alleinig darum, acht Stunden einen Bus durch die Wüste zu fahren – von Tucson, Arizona nach Las Vegas, Nevada. Dabei kann das Spiel nicht pausiert werden und wirklich belohnt wird man für die Plackerei auch nicht. Es sollte einst Teil der Minispielsammlung Penn & Teller's Smoke and Mirrors sein, die jedoch nie erschien. Dennoch wurde das Game eine Legende – und ist übrigens später dennoch erschienen. Unter anderem für iOS. The New Yorker hat nun ein Feature über Desert Bus und bezeichnet es als „das schlimmste Videospiel, das jemals entwickelt wurde. Sehr nett und witzig.

Mit der ersten öffentlichen Vorstellung der Xbox One, den angekündigten und später zurückgezogen Restriktionen wie Online-Zwang und Gebrauchtspiele-Stopp, hat sich Microsoft einen gehörigen Image-Schaden eingebrockt. Passend dazu hat die EDGE nun ein großartiges Interview zur Entstehung der ersten Xbox veröffentlicht – und die Liste der Namen, die einst auch für die Xbox in Erwägung gezogen wurden.
[…] and they wanted, for some unknowable reason, to call it ‘11-X’ or ‘Eleven-X’.
Richard Garriott – ich dufte ihm einmal die Hand schütteln und ihm sagen, welch großartige Sachen er geleistet hat – plant ohne die Ultima-Lizenz ein neues Ultima-Game, das er Shroud of the Avatar nennt. Bei der RTX 2013 hat er eine Stunde darüber, über seine Geschichte und damit auch die von Ultima geredet. Hierbei stellt er auch einige Aspekte und Vorabentscheidungen infrage, die in derzeitigen MMOs und Rollenspielen gestellt werden. Sehr schön: er will trotz Digital-Distribution den Spielern, die es haben und sich leisten möchten, eine Spielweltkarte aus Stoff zukommen lassen.

Ich bin damals in der Nähe von Coburg aufgewachsen, dem Ort, in dem einst die berühmte Videospielfirma Crytek gegründet wurde. So konnte ich seinerzeit bei einem Tag der offenen Tür auch einen Blick hinein werfen; das war einige Zeit nach der Präsentation von X-Isle und dem Beginn der Arbeiten an FarCry. Etliche Jahre später startete ich Crytek erneut einen Studiobesuch ab – nun in Frankfurt Main, um mir Crysis 3 anzuschauen. Wahnsinn, wie schnell und weit es dieses deutsche Start-up gebracht hat. Polygon hat die Story von Crytek mal aufgeschrieben.

Gesellschaft
Es war mal wieder Fashion Week in Berlin. Die lebt nicht nur von tollen Klamotten, hübschen Models und jeder Menge medialer Aufmerksamkeit, sondern auch von unbezahlten Helfern, die wichtige und eigentlich verdammt stressige Jobs übernehmen: Friseure, Stylisten und mehr. Spiegel Karriere hat sich einige der Freiwilligen mal näher angeschaut.

Münchens Party- und Szene-Blog Elektrischer Garten macht dicht. Leider.

Politik
Stefan Niggemeier hat sich mal ein Interview von Kanzlerin Merkel aus der Zeit vorgeknöpft und analysiert. Erschreckend, wie die Kanzlerin mit vielen Worten ganz und gar nichts sagt.

Und so
IKEA baut alsbald auch Notunterkünfte für Flüchtlinge und Katastrophenopfer. Ja, das schwedische Möbelhaus, das sonst für seine simplen Regale bekannt ist. Die Ikea Foundation will mit diesem Projekt dafür sorgen, dass Opfer von Überschwemmungen und anderen Naturkatastrophen nicht mehr nur in notdürftigen Zelten hausen müssen, sondern tatsächlich ein ein richtiges Dach über dem Kopf haben.

Uns Menschen machen die sogenannten Errungenschaften der Zivilstation das Leben leichter: Technik-Gadgets, Eingriffe in die Natur und vieles mehr. Tiere jedoch werden von all dem vor neue und meist nicht meisterbare Herausforderungen gestellt, verwirrt und in die Irre geführt. Die Sueddeutsche hat mal einige Beispiele zusammengesucht und erklärt, warum ein Storch etwa Autos attackiert und was Katzen mit Kartons anstellen. Das war's leider schon. Von der SZ hätte ich da noch etwas mehr Tiefgang erwartet. Aber auch so: nett.

Zitat
Eine Vorstellung hat dieses Scheit nicht nötig. - Log Lady, Twin Peaks

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Zündfunk - Masters of the Universe

Seit langem hat der Zündfunk Generator von Bayern 2 mal wieder eine Sendung ausgestrahlt, die mich wirklich interessierte. In der Ausgabe „Masters of the Universe“ dreht sich nämlich alles darum, wie „man fiktive Storywelten erschafft und am Leben hält.“ Oder anders gesagt: auf welche Weise haben etwa die Macher von Star Wars diese fiktive Galaxie erdacht, wie hat Rovio aus Angry Birds eine ganze Welt gezimmert? Wie werden diese Franchises mit neuen Geschichten, Charakteren und Story-Motiven ausstaffiert, ohne, dass sie dadurch brüchig werden. Aber vor allem: wie hilft dies bei der Vermarktung, der Erschaffung von Spin-offs, Spielzeug und Merchandise.

Allerdings hätte die Sendung durchaus noch etwas ausführlicher sein können. Etwa, in dem man auch Blizzard mit World of Warcraft erwähnt, die es vorzüglich verstanden, aus der einstigen Strategie-Serie eine fantastische Welt innerhalb eines MMOs zu strampfen. Oder in dem auch Marvel und DC angesprochen werden, deren Comics mittlerweile als Filme Abermillionen in die Kassen spülen und deren Heldenfiguren auch in Videospielen gut funktionieren.

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Maxlrainer Ernte Hell - Schankbier

Mit den Worten „das kannst' auch mal gut zu Mittag trinken“ wurde mir gestern ein Maxlrainer Ernte Hell in die Hand gedrückt. Ein alkoholreduziertes Helles der Schlossbrauerei Maxlrain, das mit nur 2,8 Prozent daherkommt – damit ist's also ein sogenanntes Leichtes Bier. Letzteres betrifft aber wirklich nur den Alkoholgehalt, denn geschmacklich und optisch gefällt das Ernte Hell mehr nur gut. Goldgelb und fast schon bernsteinfarben fließt's ins Glas und bildet schnell eine hohe und sehr feine Schaumkrone. Der Geschmack: würzig aber locker und von einer sehr zarten Malz- und Hopfennote, die erst im Nachgang etwas merklicher werden. Wer genau darauf achtet, wird einige milde Zitrunuancen herausschmecken, die aber sonst wohl eher kaum auffallen. Alles in allem ist das Maxlrainer Ernte Hell damit ziemlich unaufgeregt aber charmant. Auch aromatisch prescht es nicht sonderlich nach vorne, sondern duftet leicht hopfig und fast etwas, wie ein von Gras gesäumter Wildbach.

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Der Lytro-Erfinder Ren Ng

Am gestrigen Donnerstag war ich als Handlanger auf dem Launch-Event der Lytro-Lichtfeldkamera in Deutschland. Im Schlosscafé im Palmenhaus durfte ich Journalisten zeigen, wie die Technik funktioniert und die Handhabung der Kamera von statten geht. Freilich bin ich auch selbst umhergestreift, habe etwas photographiert. Unter anderem den Gründer von Lytro, Ren Ng. Ich glaub, das Bildchen ist ganz gut geworden.

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Tschüss, Google Reader

Aus ist's. Heute wird der Google Reader abgeschaltet. Ich war von Anfang an dabei und sehe das Ende mit einer gewissen Enttäuschung. Mit dem Reader beerdigt Google nämlich nicht nur ein Tool, sondern auch ein Nebengleis der Verbindung zu seiner Community. Denn selbst wenn ich die Entscheidung Googles in gewissen Teilen nachvollziehen kann, geht für mich damit auch ein bisschen Vertrauen in den Konzern aus Mountain View verloren. Andererseits habe ich damit auch eine gehörige Portion Glauben an das Internet und dessen Anpassungsfähigkeit gewonnen. Schnell standen viele Alternativen in den Startlöchern. Einzelkämpferprogrammierer, Start-ups und einige Größen machten sich daran, eigene Reader zu entwickeln. Der Arbeitseifer war unglaublich. Wenn etwas stirb, das die Menschen behalten möchten, wird es nicht einfach untergehen, sondern auf irgendeine Weise wieder auferstehen. An verschiedenen Orten, mit differenzierten Ausprägungen und natürlich mit unterschiedlichem Erfolg. Viele der Google-Reader-Alternativen sind furchtbar, einige unbenutzbar, manche brauchbar und andere wiederum echt ganz gut . Drei davon sind für mich in meine persönliche Endrunde eingezogen: Feedly, Digg Reader und AOL Reader. Sie sind am besten an meine Bedürfnisse angepasst. Welcher nun mein neuer Reader wird, das wird sich über die kommenden Wochen zeigen.

In diesem Sinne: Tschüss, Google Reader. Schön war es, und danke für die tollen Jahre. Ich werde dich vermissen.

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Bier-Review: Giesinger Untergiesinger Erhellung

Trüb aber dennoch hell und von einer fein-cremigen Schaukrone bedeckt, so ergießt sich das Giesinger Untergiesinger Erhellung in die Maß. Das ist ein kleines Helles/Kellerbier der Braumanufaktur & Spezialitäten Braugesellschaft München – oder kurz: Giesinger Biermanufaktur – und gleichzeitig das erste Bier, das die 2005 als Garagenbetrieb und Schnapsidee gegründete Privatbrauerei im Sortiment hatte. Dass die ehemaligen Hobbybrauer mit der Erhellung Erfolg hatten und noch haben, ist kein Wunder: ein angenehm milder Hopfenduft steigt beim Ansetzten des Glases in die Nase. Der erste Schluck des 5,3-Prozentigen entfaltet sachte eine überraschend süße Note von Nuss und Zitrus, welche herrlich süffig daherkommen. Als fruchtig, frisch und dennoch dezent kann das Untergärige am besten beschrieben werden – und damit als sehr bayrisch. Ein Bierchen perfekt für den lauen Sommerabend, das aber eben fast nur in München zu bekommen ist und beweist, dass auch Klein und Kleinstbrauereien mit guten Produkten erfolgreich sein können.

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Links und Lesetipps 29. Juni '13

Kultur
Warren Spector ist für mich nachwievor einer der größten Videospieldesigner überhaupt. Dennoch ist er, nachdem Disney sein Studio schloss, zum ersten Mal seit Jahrzehnten arbeitslos. Das schreckt ihn jedoch nicht. Stattdessen nimmt er sich nun die Zeit, mal etwas zu philosophieren. Etwa bei Rock Paper Shotgun, denen er sagte, dass er gerne Welten erschaffen möchte, in denen mal nicht jeder versucht, einen umzubringen.

When people think about worlds, virtual worlds, they think about enormous, fully explorable (...) I want to create worlds, but by “worlds” I mean someplace where every object is interactable. The NPCs actually have something to do other than kill you. Every door can be opened and there’s a reason to open them. That’s what I mean by creating world.

Ars Technica wird 15 und hat das zum Anlass genommen, mit einigen Legenden der Digital Kultur zu schwätzen. Darunter Doom-Papa John Carmack, der sich sehr selten Fragen stellt und im Interview anmerkt, dass man ihm immer zu viel Ruhm anlaste. Sehr charmant und charismatisch.

Photos sind toll. Farbphotos erst recht. Luminous Lint hat daher eine kurze Geschichte der Farbphotograhie.

Der Photograph Léo Caillard hat eine großartige Photoserie angestoßen: und zwar kleidet er antike Statuen in Hipsterklamotten. Großartig.

Politik
Die SZ hat ein Portrait von Guido Westerwelle.

Architektur
Derzeit ist noch das Burj Khalifa in Dubai das höchste Gebäude der Welt. Bis zur Spitze misst es 828 Meter. Der Kingdom Tower in Saudiarabien soll das locker toppen: 1 Kilometer soll der in den Himmel ragen – gebaut und finanziert von der Bin Laden Group, der tatsächlich auch Osama angehörte. Aber halt: vor den Saudis wollen die Chinesen nochmal schnell den Größten haben – und zwar mit der Sky City, der in Changsha entstehen und letztlich 838 Meter messen soll.

Und noch eine Randbemerkung: der Kingdom Tower erinnert verdammt stark an ein schonmal geplantes Gebäude. Nämlich den Illinois von Frank Llyod Wright, der ebenfalls 1 Kilometer hoch werden sollte. Dazu waren jedoch auch jede Menge Spinnereien wie Atom-getriebene Aufzüge angedacht, die letztlich dazu führten, dass das Projekt – zumindest für seine Zeit – als unausführbar galt. Aber eben auch total verrückt.

Und so
Das New York Times Mag hat das Atelier von Louis Vuitton besucht, sich umgeschaut und eine eine Fotoserie dazu. Durchaus beeindruckend.

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BMW Welt

Ich war neulich in der BMW Welt und dem Olympiapark etwas photographieren. Dabei kamen einige nette Bilder bei raus.

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Warren Spectors Half Life

Faszinierend. Warren Spector, der einstige Deus-Ex-Erfinder, hat einst mit seinem durch Disney aufgekauften und dann geschlossenen Studio Junction Point an einem Half-Life-Game gearbeitet. Das hat er in einem Interview für dasBuch Gamers at Work: Stories Behind the Games People Play verraten. Und noch einiges mehr. So hat Junction Point kurzzeitig an einem gemeinsamen Projekt mit dem Regisseur John Woo gewerkelt, einem Action-Game namens Ninja Gold. Ebenso hatte das Studio ein episches Fantasie-Game, das durch Majesco veröffentlicht werden sollte aber dann starb, als der Publisher sich von AAA-Games abwandte - hierzu gehörten wohl auch die Concept Arts, die kurz nach der Studiogründung auf der offiziellen Website zu sehen waren. Weiter gab's 2005 ein Projekt namens Sleeping Giants, das aus einer Idee für ein Comic hervorging und sogar einen Publisher fand und über 2 Jahre in Arbeit war. Ebenso hatte Warren die Idee, einen spirituellen Nachfolger zu Deus Ex zu erarbeiten, der Necessary Evil heißen sollte. Einen Strich durch all diese Projekte hat letztlich Disney gemacht, mehr oder weniger. Denn letztlich schloss das junge Entwicklerteam einen Vertrag mit dem Mäuse-Studio über Epic Mickey, was, wie Warren sagt, „zur Übernahme und der Beilegung all dieser anderen Projekte und Möglichkeiten führte.“ Schade.
It was interesting, because I had a bunch of publishers interested in Sleeping Giants, my epic fantasy game, and in Necessary Evil, my near-future science fiction Deus Ex-with-the-serial-numbers-filed-off game, but my agent told me to talk to Disney.
Aber nochmal zurück zu Half Life. Dennes ist nicht das erste mal, dass die Verbindung zwischen Warren undValve auftaucht. Schon einmal hatte etwa ein Grafiker verraten, dass er bei Junction Point an einigem Material für ein Half Life mitwirkte – und zwar während einer Zeit, da wohl auch beim heutigen Dishonored-Studio Arkane ein leider eingestellter Half-Life-Ableger entstand. Dieser Grafiker will übrigens auch an einem Deus Ex 3 bei Ion Storm gearbeitet haben. Wie lange Junction Point an Half Life saß, wie weit die Arbeit fortschritt und worum es sich bei dem Game tatsächlich handelte? Unklar. Dennoch... ein Warren Spector Half Life? Das wäre ein Traum!

Ich selbst habe Warren schon einige Male getroffen - unter anderem wegen Epic Mickey und verdanke ihm eines der merkwürdigsten Erlebnisse in meiner Games-Journalistenkarriere: nämlich ein Interview mit ihm, das wir in einem Toilettenwagen in einem Londoner Hinterhof führten.

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Feedly, die bisher beste Alternative

Die Intervalle, in der das Ende Nähe rückt, werden kürzer. Immer öfter erinnert mich Google Reader daran, dass er bald abgeschaltet wird. Aber umgezogen? Bin ich immer noch nicht. Denn bis dato hat sich für mich immer noch kein probater Ersatz gefunden. Der Digg Reader lässt noch einige Tage auf sich warten, der Old Reader macht vieles richtig, gefällt aber optisch noch nicht. Doch an Feedly, das endlich auch als Webversion verfügbar ist, könnte ich mich sogar fast gewöhnen. Nun ja, wollte das nur einmal gerade loswerden.

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Kehrtwende bei der Xbox One - Ein Gedankengang

Microsoft hat den Schuss doch gehört. Nachdem vernichtenden Feedback durch die Spieler, Fans, der Community auf die angekündigten Restriktionen, die die Xbox One bieten soll, den einbrechenden Verkaufsprognosen und furchtbaren PR hat Microsoft kleinlaut eine nötige und vielleicht rettende Kehrtwende angekündigt. Die „alle 24 Stunden einmal bei Microsoft durchfunken, sonst geht nix mehr“-Nötigung, die Spiele-Tausch- und Weiterverkauf-Einschränkungen und verqueren netzbasierten Regionallimitierungen, die ein Spielen von Games mit einer Xbox One im Ausland und Spielen aus dem Ausland verhindert hätten, werden aufgehoben. Stattdessen bleibt nun fast alles, wie bei der Xbox 360. Ein Rückzieher also, nachdem Microsoft gesehen und gehört hat, wie wichtig Spielern doch ihre Freiheiten sind und sie sich nicht gängeln und alles gefallen lassen.

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Julians erstes Jahr

Heute feiert Julian Assange sein Einjähriges. Genau vor einem Jahr ist der Wikileaks-Gründer – eben am 19. Juni – in die ecuadorianische Botschaft in London getürmt, um der Auslieferung nach Schweden zu entgehen. Denn dort soll er weiterhin wegen Vergewaltigungsvorwürfen einem Gericht vorgeführt werden. Getan hat sich seit seiner Flucht nicht sonderlich viel.

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Ken Levine schreibt jetzt ein Drehbuch

Als ich Ken Levine im letzten Jahr nach einer Anspielsession für ein Interview traf, hatte ich ihn gefragt, ob er er nicht vielleicht auch im Filmgeschäft Fußfassen wolle. Schließlich sind Bioshock und Bioshock Infinite sehr cineastisch geprägt, in Sachen Stil und Inszenierung filmreif und herrlich tiefsinnig und referenziell, sodass viele sie lieber mit Lichtspielvorbildern statt Videospielkollegen verglichen. Und außerdem: viele Fans würden gerne einen Film mit der Anmutung eines Bioshock sehen – ich auch. Kens Antwort auf meine Frage war seinerzeit, „... nun, ich habe hier erstmal noch genug mit Bioshock Infinite zu tun. Aber ich mag Filme und schätze die Arbeit von Regisseuren wie del Toro und Spielberg, den Drehbuchautoren und Kameramännern; die Leistung, die sie erbringen ist beeindruckend. Ich glaube, ich bin aber eher ein Spiele-Designer und Schreiber. Doch die Zeit bringt immer auch Überraschungen mit sich. Ich weiss nicht, was kommen wird. Vielleicht hab ich in ein paar Jahren eine Bar?“

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Links und Lesetipps 16. Juni '13

Gesellschaft
Die Proteste in der Türkei sind mehr als nur Aufstände der Jugend. Sie sind auch ein Beweis für den kulturellen und gesellschaftlichen Einluss von populären Videospielen. Denn die Jungs und Mädels "leveln" sich mit Ausrüstungsgegenständen wie Gasmasken gegen Erdogan auf, wie sie sagen. Protestgraffities referenzieren auf Games wie GTA und Co. und hie und da finden sogar aus Videogames entlehnte Taktiken Anwendung.

Ein wahnsinniger Trubel und furchtbarer Skandal war die Veröffentlichung der PRISM-Docs durch den Guardian, die zeigten, dass der NSA uns seit Jahren und mit Unterstützung der Internetgrößen überwacht. Blöd nur: einige unserer Politiker finden das alles nicht mal so schlecht. Und der BND würde gerne bei der Überwachung mitmachen. Das einziggute irgendwie: 1984 wird als Folge von PRISM zum Bestseller.

Kultur
Die Filesharing-Behörde Hadopi in Frankreich ist ein totaler Fehlschlag. Die Kosten stehen in keinem Zusammenhang zum Nutzen. Daher soll die Institution jetzt abgewicket werden.

Die E3 fand statt, eine der Interessantesten seit Jahren – und ich war nicht da!! GRRR! Nun wird gut darüber spekuliert, ob und warum Sony den Konsolnkrieg gewonnen hat und wieso AMD davon gut profitiert. Eine schöne Abstimmung über das alles: hier!

Eine der für mich beeindruckendsten Neuankündigungen von der E3: The Division von Ubisoft, ein MMO-Shooter, der im Tom-Clancy-Universum angesiedelt ist und in eine semi-Post-Apokalypse versetzt. Das Interessante: das Team von Ubisoft Massive nimmt eine reale Übung der US-Regierung als Grundlage für die Story: nämlich Operation Dark Winter, während der 2001 gezielte Verbreitung einer Epidemie in Oklahoma City simuliert wurde. Auch die Executive Directive 51 nimmt einen Platz in der Geschichte ein: sie befähigt den US-Präsident und einen Kleinststab an Mitarbeitern, in Ausnahmesituationen sämtliche Entscheidungsgewalt an sich zureißen.

Auch auf der E3 gab's dank Unterstützung von Randy und Gearbox ein Video Game History Museum: GamesBeat hat einige hübsche Photos davon.

Computer & Internetz
Auf der WWDC hat Apple iOS 7 enthüllt. Viele findens toll. Viele findens nicht so toll. Matt Gemmell hat die neue Benutzeroberfläche für iPhone und iPad mal genauer unter die Lupe genommen.

Das Start-up Blueseed will vor der US-Küste erst eines und später mehrere riesige Schiffe ankern und diese an Stückweise andere Start-ups vermieten, deren Mitarbeiter kein US-Visum bekommen. Das Vorreiterschiff soll die einstige MS Island Escape werden – ein Luxusliner -, die fortan unter dem Namen Blueseed One herum gondeln soll. Das zweite Schiffchen wird ein Eigenbau, für den es schon einige wilde Konzepte gibt.

Zeugs
Irgendwie wird's wohl gerade trendy, Kinder an die Wände zu hängen. Ähm, was?

Vor knapp einem Jahr erschütterte ein Erdbeben große Gebiete Norditaliens. Das Traf nicht nur Häuser und Menschen, sondern auch die örtliche Käseindustrie, die den guten Parmesan hersellt. Zerbrochene Käseräder sorgten für Verluste und Schäden in Millionenhöhe. Jetzt haben die Italiener aufgerüstet und wollen die Käseindustrie erdbebensicher machen.

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Bier-Review: Thurn und Taxis Hell

Wenn das mal kein echtes Helles ist. Denn das Thurn und Taxis Hell ist wirklich… nun ja … sehr hell und wirkt beim Einschenken schon fast etwas wässrig und dünn. Aber eben auch kristallklar und damit durchaus edel - passend eben zum adligen Namen. Die schlanke Erscheinung schlägt zudem ganz und gar nicht auf den Geschmack, kündet aber durchaus vom zum erwartenden Erlebnis. Nämlich einer fast Radler-haften Note: Zitrusaromen, ein leichter Geruch von Apfel und frisch mit Milch aufgegossenen Cornflakes mischt sich hier zu einer interessanten Gesamtkomposition. Herbe und hopfige Anklänge? Beides kommt selbst bei einem langsamen Schluck und gewissenhaften Schmecken kaum zu Geltung. Dies scheint aber durchaus gewollt. Denn so ist das Thurn und Taxis Hell geschmacklich ein ideales Frühlings- und Sommerbier, das mit seinen 4,7 Prozent auch in den warmen Tagen nicht allzu heftig zu Kopf steigt.

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Handtuchtag 2013!

Heute ist Handtuchtag – der Towel Day! Der Tag, an dem wir dem 2001 verstorbenen Autor, Radio-Macher, Philosoph, Universalgenie und eben Per-Anhalter-durch-die-Galaxis-Erdenker Douglas Noël Adams gedenken. Kurz um: einem verdammt froody Typen, der uns Nerds aber auch dem Rest der Welt echt viel geben hat. Etwa die Idee eines Universallexikon im Taschenformat; die Vorstellung, dass wir Menschen nicht die schlechtesten Dichter des Universums sind; dass das mit der Evolution vielleicht eine blöde Idee gewesen war; dass da Leben wie eine Pampelmuse ist und vor allem, dass so ein Handtuch ein ziemlich nützliches Ding darstellt. Daher rennen wir zu Ehren von Doug, den ganzen Tag mit einem Handtuch durch die Gegend.

Wie jedes Jahr: hier gibt’s die Facebook-Gruppe zum Handtuchtag, hier den Flickr-Pool, da die "offizielle" Seite und hier gibt’s zu sehen, was auf Twitter abgeht.

Ansonsten: Happy Towel Day und … passt immer auf euer Handtuch auf, klar?

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Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München


Selbst viele gebürtige Münchner haben noch nie davon gehört: das Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke in München. Kein Wunder, denn selbst wenn man wachen Auges durch das Areal um den Königsplatz geht, läuft man leicht daran vorbei. Nur ein kleines Schild am Haus der Kulturinstitute München – dem ehemaligen Verwaltungsbau der NSDAP – weißt auf das Museum hin. Und die massive, stetig geschlossene Tür, so richtig einladend wirkt die auch nicht unbedingt. Schade, denn eigentlich ist das Abgussmuseum ein echtes Unikat und ein Paradies für Photographen und Kunstinteressierte.

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