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Das Ende von Bioshock Infinite – Der Versuch einer Erklärung.


Das Ende von Bioshock Infinite bewegt die Gemüter. Einige halten es für genial, andere für hanebüchenen Kokolores. Aber bei einem sind sich so ziemlich alle einig: es ist verdammt verworren, hochkomplex und ziemlich meta. Mir war waidwund und schwirrte der Kopf von den Eindrücken, Bildern und Verbindungen, die in diesen Minuten auf mich eingeprasselten. Ich wusste grob, was Bioshock-Schöpfer Ken Levine mir sagen wollte. Doch erst über die folgenden Stunden erkannte ich viele der subtilen Referenzen und Fingerzeige. Konnte mir zusammenreimen, was mit was zusammenhängt und welch' weite Bögen hierdurch geschlagen werden. Aber auch, dass vieles auf unterschiedliche Weise gedeutet werden kann und nicht unbedingt all-umfänglich Sinn macht. Daher: hier mein Versuch einer Erklärung der Endsequenz von Bioshock Infinite...

Achtung! Wenn du das Game noch nicht gespielt hast, nicht gespoilert werden willst, dann lies ab hier nicht weiter!

Noch eine Bemerkung vorab: Ich versuche das Ende möglichst fluide und am Stück abzuhandeln. Doch einiges braucht eine gesonderte Erklärung – wie etwa der Rapture-Part und die Luteces, die dann nochmal nach dem Schluss aufgegriffen werden. Einige Punkte, Personen und Gegebenheiten hingegen werden kurz angesprochen und später nochmal im Fließtext kurz nachgefasst, da sie an mehreren Stellen relevant sind und ich diese Text an Ostern unter Einfluss von zwei Doppelbock und einem Hacker-Pschorr Superior Festbier schrieb.


Aber los… Nach dem Kampf auf der Hand of the Prophet und der Zerstörung des Siphon wird Elizabeths wahre Kraft befreit. Sie erkennt die Struktur der Welt, des Universums und was alles dahinter steht. Sie öffnet ein Riss nach Rapture und geht mit Booker hindurch. Dabei ist es offensichtlich nicht exakt das Ratpure, das wird aus Bioshock kennen – das lässt sich an einigen Türbeschriftungen festmachen. Elizabeth führt Booker in die Ankunftshalle Raptures und fährt mit ihm in der Tauchglocke nach oben – aber hier setzte ich später nochmal an, denn dieser Part hat ganz besonderen Reiz. Oben angekommen leuchten die Sterne am Himmel und Elizabeth sagt staunend, dies alles seinen unendlich viele Welten/Dimensionen. Sie gehen zum Bioshock-Leuchtturm, schreiten durch die Tür und stehen plötzlich in einem unendlichen Meer von Leuchttürmen, die alle den Zugang zu verschiedenen Welten/Dimensionen repräsentieren – das Reservoir eines Multiversums basierend auf der realen Viele-Welten-Interpretation des Wissenschaftlers Hugh Everett III. Jede dieser Dimensionen ist etwas oder ganz ungleich den anderen. Sie sind die Ausprägungen eines(!) Universums, die alle aequivalent nebeneinander koexistieren. Für jede Wahlmöglichkeit einer Entscheidung und jede Variable entsteht eigene Welt mit einem eigenen Zugang, die für sich genommen dennoch besonders ist: egal ob ein Butterbrot auf die Butterseite oder die trockene Seite fällt – für beide Eventualitäten besteht eine Dimension. Oder wenn – man erinnere sich etwa an den Anfang auf der Messe – eine geworfene Münze hundert mal auf der Zahlseite landet -, auch hierfür existiert eine eigene Welt und eine, in der das Spiegelbild dessen die Realität prägt. Ähnlich wie in Zurück in die Zukunft hat jede getroffene Wahl und jeder veränderter Faktor eine Auswirkung: In einer Welt ist Marty McFlys Vater ein peinlicher Nerd. In einer anderen ein erfolgreiche Autor. Klar soweit? Laut Elizabeth gäbe es für all diese Welten nur eine einzige und unabänderliche Konstante: „In jeder dieser Welten gibt es einen Leuchtturm, einen Mann und eine Stadt.“


Nachdem wunderschönen und beeindruckenden Gang durch das Meer aus Leuchttürmen folgt der Gang zur Farm eines Pastor nach dem Kampf an Wounded Knee. Dann ein Blick in Bookers Büro. Viele Bilder, die viel verraten: Elizabeth ist Booker DeWitts Tocher Anna! Er – der Booker, den der Spieler kontrolliert -, hat sie vor 20 Jahren gegen die Begleichung von Spielschulden an Zachery Comstock verkauft. Doch: Booker und Comstock sind eine Person - nur aus unterschiedlichen Dimensionen

Und hier hört's bei vielen offensichtlich mit dem Verständnis auf! Dabei ist's eigentlich recht simpel: Denn in einer anderen Dimension (unser Booker ist hier eigentlich nicht beheimatet, dazu gleich mehr) – jene in der das Spiel seinen Anfang nimmt – wurde Booker einst zu Comstock. Der Moment in dem dieses in dieser Welt passierte, war jener nach der furchtbaren Schlacht an Wounded Knee, in der Booker etliche Indianer brutal abschlachtete und so zum tragischen Helden avancierte. GENAU HIER SPALTEN SICH DIE DIMENSIONEN UND NEUE ABZWEIGUNGEN ENTSTEHEN: Unser Booker – jener, den wir kontrollieren – ging in seiner Welt gemeinsam mit einigen Kameraden an einen Fluss bei einer Farm, um sich von einem Pastor taufen zu lassen und sich dadurch von seiner Schuld und seinen Sünden freizuwaschen. Doch lehnte unser Booker und einige in anderen Welten dies im letzten Moment dann doch ab und entschlossen sich, mit dem schlechten Gewissen und der Schuld zu leben. Einige dieser Bookers lernten eine Frau kennen, bekamen ein Kind und verkauften es an Comstock – unser Booker war eben einer davon. Ein weiterer war jener in der Paralleldimension, in die uns Elizabeth gen Ende des Games führt, der zum Führer der Vox Populi aufstieg und als Märtyrer starb. In anderen Ausprägungen dieser Welt ließ sich Booker jedoch taufen und nahm freigewaschen von der Schuld einen neuen Namen an: Zachery Hale Comstock – dies ist die Erklärung für seine Verehrung als Held von Wounded Knee; ein Held an den sich Booker trotz seines Militärdienstes jedoch selbst nicht erinnern kann. Einigen der Comstocks ein vermeintlicher Engel – entweder die spätere Mrs. Comstock, eine Ausprägung von Elizabeth oder einfach eine Halluzination – und er entschloss sich, sein Leben Gott und den USA zu widmen. Er ersann Columbia und traf auf die geniale Physikerin Rosalind Lutece, die die Technik entwickelte, die die Stadt am Himmel hält. Andere ihrer Quantenmechanik-Maschinen erlaubten es, Löcher in fremde Dimensionen und das Raum-Zeit-Kontinuum zu reißen. Dies nutze Comstock, um Blicke in diese Welten zu werfen und von dort, Technik wie den Handyman zu stehlen oder in die Zukunft zu schauen, was ihn zum glaubhaften Propheten machte. Doch wurde er hierdurch auch zeugungsunfähig. Dennoch wollte Comstock einen Erben und beauftragte Rosalind Lutece' Zwilling Robert, sein Kind aus einem anderen Universum zu holen: die Tochter unseres Booker – unsere Elizabeth, einst Anna DeWitt. So ist in einer Szene zu sehen, wie Booker in seinem Apartment Robert Lutece Anna als Baby aushändigt. Jedoch überkommt Booker in letzter Sekunde die Klarheit darüber, was er getan hat. Er sieht in einer Seitenstraße mit an, wie Comstock seine Tochter durch einen Riss in der Raumzeit bringt. Booker versucht noch, nach ihr zu greifen... doch der Riss schließt sich und schneidet der kleinen Anna ihren kleinen Finger ab. Durch den Übergang in die fremde Welt sind wohl auch ihre Fähigkeiten zu erklären. Wie auch Comstocks vielfältige Reisen in andere Dimensionen sein fortgeschrittenes Alter, seine Tumore und teilweise wohl authentisch hellsichtigen Fähigkeiten begründen.
The mind of the subject will desperately struggle to create memories where none exist...
Als Folge seiner Tat wurde Booker – und die Bookers in den anderen Dimensionen die gleiches taten – zum Säufer, brannten sich das Mal AD - Anna Dewitt – in die Hand und schlugen sich als Privatermittler durch. Während dieser Zeit, 20 Jahre sind es, wuchs Elizabeth in den Comstock-Dimensionen heran. Wobei Comstock versuchte, Mitwisser zu töten: unter anderem die Luteces. Eine Sabotage am Siphon sollte sie beseitigen, sorgte jedoch nur dafür, dass sich zu multidimensionalen Schatten transformierten, die sich frei durch die Welten bewegen können. Sie entschlossen sich Comstock und seinen Taten ein Ende zu setzten. Denn er hatte sie nicht nur getötet, sondern droht auch jede Dimension in der er existiert aber auch andere Welten in den Untergang zu stürzen. Um dies zu verhindern, brachten die Luteces die Bookers in die Welt der Comstocks. Viele der Privatermittler versagten und starben. Denn die Comstocks – oder zumindest einige von ihnen – hatten in andere Welten geblickt, gesehen was die Luteces taten und sich vorbereitet: Plakate, die vor dem falschen Hirten warnen; der Songbird usw. usf.

Der letzte Versuch der Luteces? Genau: unser Booker, jener den wir steuern! Die Luteces überführen ihn in die Parallelwel in der seine Elizabeth gefangen gehalten wird. Wobei Booker beim Übergang in die fremde Dimension, wie Rosalind und Robert sagen, verwirrt wird; sein Gehirn Erinnerungen an eine Welt konstruiert, die er nicht kennt. Er baut sich seine eigene Geschichte aus vergangenen Erlebnissen. Aus all den komplexen Verflechtungen wird für ihn das berühmte: „Bring uns das Mädchen und deine Schuld sei beglichen.“ - Genau hier, an diesem Punkt, beginnt das Spiel!

Zurück zum Ende! All dies läuft für Elizabeth und Booker auf eine einzige Lösung hinaus, den Schrecken zu beenden. Nicht nur für sie beide, sondern für alle Welten in denen Comstock und Columbia existieren. Der Booker DeWitt, aus dem die Comstocks werden, muss sterben! Doch ebenso die Booker DeWitts, die ihre Elizabeth weggaben und sie dann retten wollen und auf diesem Kreuzzug hunderte Menschen töten, einen Bürgerkrieg anführen und eine Welt in ein heilloses Chaos stürzen. So führt Elizabeth Booker DeWitt zurück an den Zeitpunkt und den Ort seiner Taufe nach Wounded Knee: hier hat der ganze Weltenstrang um Booker, Elizabeth, Comstock und Columbia seinen Ursprung. Die Entscheidung sich nicht taufen lassen führte zu Booker DeWitt aber ebenso zur Alternativ-Realität von Comstock und ab da zu jeder nur denkbaren Variante davon. Denn aus einer Entscheidung folgt die Existenz der anderen: aus der Taufe die Nicht-Taufe. Damit aus Booker Comstock. Und aus Anna Elizabeth. Dies ist der Pol von dem sich zunächst zwei und anschließend potentiell Tausende, Millionen oder noch mehr Dimensionen ableiten und verästeltn. Doch keine von diesen würde entstehen, wenn Booker ins Wasser geht, untertaucht und dabei stirbt - statt als Comstock wieder wiedergeboren zu werden. Eine der zwei Optionen des Situationsausgangs also getilgt wird. So brachte Elizabeth Booker durch eine der Leuchtturmtüren/Spalten eben an den Ort seiner Taufe, wo er erst einer und dann weiteren Elizabeths aus den alternativen Dimensionen gegenübertritt. Lizzys deren Booker sie retten wollte, aber dabei starb. Jede von ihnen ist ein bisschen anders. Hat einen anderen Haarschnitt, trägt andere Kleidung oder ist schwerer mitgenommen als ihre Schwestern - denn, wie gesagt, jede Dimension ist etwas eigen. Doch unsere Elizabeth ist nicht darunter, wie Bookers Reaktion zeigt: "Du bist nicht ... du bist nicht ... wer bist du?", fragt er. Und tatsächlich sieht die erste Elizabeth die vor ihn tritt, unserer sehr ähnlich - doch wo ist das Vogel/Käfig-Emblem an ihrem Hals? Genau: sie trägt es nicht, weil ihr Booker ihr keines aussuchte, da die Luteces dieses Experiment erst bei unserem Booker durchführten. Unsere Elizabeth hätte ihren Booker nicht töten können! Wollte es nicht. All die anderen Elizabeths gemeinsam tauchen Booker unter und lassen ihn jedoch sterben, woraufhin eine Elizabeth nach der anderen verschwindet und so anzeigt, dass ihre Paralleldimension ausgelöscht wurde. Durch Bookers Tod - quasi stellvertretend oder tatsächlich als DER Ur-Booker, da bin ich nicht sicher - an diesem Scheitelpunkt der Dimensionen hat es nie einen Comstock gegeben; aber auch keinen Booker, der seine Tochter an Comstock hätte geben können. Columbia wurde nie erbaut. Es ist eine Aufopferung für ein höheres Gut, die Booker hier verübte. Eine Chance und Hingabe an eine Tochter, die in dieser Form mit seinem Tod jedoch nie existierte. Durch sein Dahinscheiden löschte er etliche Welten und deren Geschichte aus, die sonst an Leid und Tod zerbrochen wären. Und das bedeutet jedoch im Umkehrschluss ebenfalls, dass all das, was der Spieler im Laufe des Games tat und erreichte eigentlich nie stattfand.

Ganz zum Schluss sehen wir jedoch eine kurze Szene von Booker in seinem Büro am 8. Oktober 1893, dem Tag an der er sie einst verkaufte. Er öffnet die Tür zum Zimmer seiner Tochter und sagt ihren Namen. Ob sie da ist? Wir sehen es nicht. Aber es ist möglicherweise eine Dimension, in der Booker sich nie zum Gang zur Taufe entschloss oder nie am Kampf an Wounded Knee teilnahm. Aber vielleicht ist es auch eine Leer-Dimension, in der nichts entschieden ist. In der alles offen ist, was passieren kann. Wer weiss.

Letztlich macht nicht alles in Bioshock Infinite wirklich Sinn. Viele Fragen sind für mich noch offen, viele Dinge ungeklärt oder doch etwas irrational und nicht nachvollziehbar. Was war eigentlich dieser Siphon? Was genau war nun Lady Comstock? Und war's tatsächlich der Transport durch die Welten, der Elizabeth ihre Kräfte verlieh? Was zum Teufel hat Paris mit der ganzen Sache zu tun – denn schließlich will Elizabeth nicht nur dorthin, nein, der Name der Zwillinge Lutece kommt von Lutetia, dem römischen Namen für Paris? Ich weiss es nicht genau. Aber letztlich ist's auch egal. Denn die Geschichte von Bioshock Infinite hätte zweifelohne besser und ausgereifter sein können – aber sie ist dennoch gut so wie sie ist.


Die Rapture-Szene: Wie oben angerissen, hier ein paar Worte zu Rapture-Szene, die mich lange bewegte. Als Elizabeth den Riss nach Rapture öffnete, war ich ziemlich baff. Ich überlegte ob Rapture nur ein anderer Ort in der Welt von Columbia ist. Doch mittlerweile bin ich zu folgenden Schluss gekommen: Das Rapture in das uns Elizabeth führt, ist nicht genau das Rapture aus Bioshock 1! Es ist Rapture - aber ein anderes: zumindest, wenn man genaue Vergleiche anstellt, auf Details achtet - aber vielleicht haben die Entwickler auch nur etwas gepatzt, wer weiss. Verrückter wird’s, wenn Elizabeth und Booker in der Taucherglocke nach oben fahren. Denn – ich hab Teil 1 tatsächlich nochmal angespielt, um meine Vermutung und die anderer zu überprüfen -, laut dem Game kann die Taucherglocke nur von jemandem mit dem genetischen Code von Andrew Ryan betrieben werden. Wieso können dann Booker und Elizabeth sie problemlos nutzen? Die Antwort: laut Elizabeth ist Rapture nur eine der „anderen möglichen“ Welten. Doch das ist anders gemeint als ich ursprünglich vermutete. Rapture ist kein anderes Universum, sondern eine Paralleldimension wie eben alle
anderen. Rapture und die Geschichte von Bioshock 1 ist lediglich eine - oder mehrere - der unendlich vielen Varianten der immer gleichen Formel, die etwa auch zu Columbia führte. Dinge sind anders oder Jahre später verlaufen, haben sich anders entwickelt. Doch die Protagonisten sind an sich noch die gleichen: Rapture ist andere andere Version von Columbia – nur unter Wasser, statt hoch in den Wolken. Andrew Ryan und Jack sind Comstock und Booker. Der Songbird lebt in den Big Daddies. Nur tragen sie andere Namen, sind andere Personen, haben andere Motivationen und Überzeugungen. Und Elizabeth? Sie existiert als zersplitterte Fassung ihrer selbst in den Little Sisters, deren Röcke fast schon auffällig-unauffällig den Klamotten von Elisabeth gleichen. Eben das erklärt Elizabeth auch selbst: "Ich kann sie durch die Türen sehen. Du, ich, Songbird ... aber manchmal ist manches anders ... aber doch das gleiche." Rapture ist ein Beispiel dafür, wie different sich ein und dieselbe Ausgangslage durch kleine und große Abweichungen entwickeln kann - und was uns in Sachen Bioshock noch bevorsteht. Jedes künftige Game wird eine Abwandlung der Grundformel von Bioshock Infinite sein: Booker, Elizabeth, Comstock und eine Stadt!
Ach! Und kann's eventuell sein, dass ein Riss zum Absturz von Jacks Flugzeug in Bioshock führte? War Elizabeth Schuld daran? Durchaus möglich, oder nicht?

Eine weitere These: Comstock konnte ebenfalls durch die Risse nach Rapture gelangen. Hinweis darauf? Unter anderem Schallplatten von Rapture Records, die sich an einigen wenigen Stellen in Columbia finden. Etwas, das so dezent aber auch prägnant schein, dass es mehr als ein Versehen sein muss. Außerdem: Vigors und Plasmide? Könnte Comstock auch diese aus Rapture nach Columbia gebracht haben? Ich denke schon. Doch könnten sie gleichfalls eine Konstante in jeder dieser Welten sein.

Natürlich will ich an dieser Stelle auch ein Easter Egg nicht verleugnen, dass meiner obigen Aussage, dass dieses Rapture nicht jenes aus Bioshock 1 zuwiderläuft: in der Szene Death of Fitzpatrick in Bioshock 1 ist tatsächlich imHintergrund der Klang des sterbenden Songbird zu hören, nach dem Elizabeth ihn in die Tiefen der See teleportierte. Ich weiss nicht so recht, wie ich diesen Fund einordnen soll: ist Irrational das tatsächlich bewusst gewesen? War dieser Songbird-Sound eventuell nur ein Soundsample, dass die Entwickler wieder verwendeten – also purer Zufall? Oder steckt hier tatsächlich mehr dahinter – was natürlich großartig und wunderbar wäre. Jedenfalls eröffnet es die Möglichkeit für interessante Gedankenspiele.

Anna und Annabelle: Ein ganz kurzer Spielabschnitt hat mich lange gefesselt. Auf dem Weg zum Zeppelin First Lady wird Elizabeth von einer gewissen Esther mit dem Namen Annabelle angeredet. Ich hatte lange darüber gegrübelt, was dies wohl bedeutet und bin zu folgendem Schluss gekommen: Die Mutter von Anna/Elizabeth hieß wohl Annabelle. In Bookers Dimensionen ist sie bei Elizabeths Geburt verstorben. Doch in Comstocks Dimensionen lebt sie noch – und zwar in Columbia. Denn hier, in dieser Welt, hat Booker sie nie kennengelernt und ein Kind mit ihr bekommen.

Die Luteces: Das hier ist schon fast eine der einfachsten Verwirrungen des Games. Einer, der mir schon bei einem Preview-Event zu Bioshock Infinite in den Sinn kam. Rosalind Lutece und ihr Zwilling Robert sind natürlich keine Zwillinge, sondern ein und dieselbe Person. Nur aus verschiedenen Dimensionen. Rosalind ist jene, die Comstocks Columbia erschuf und auch den Siphon und die Maschinen für die Bildung der Risse konstruierte. Robert ist ihr Gegenstück aus Booker DeWitts Welt; einer Welt, in der Rosalind eben als Mann geboren wurde. Bei beider Bemühung Comstock das Handwerk legen zu lassen, unterstützen sie Booker sachte und aus dem Hintergrund. Versuchen ihn zu lenken und hie und da mit Nützlichkeiten einen Vorteil zu verschaffen, denn sie haben ihn schon in zu vielen anderen Welten scheitern und sterben sehen. Nämlich mindestens 122 Mal: so viele Striche finden sich schon auf ihrer Tafel als sie Booker die Münze werfen lassen.

Bookers Schuld: Was ist eigentlich diese Schuld von der Booker, der Zettel am Leuchtturm usw. sprechen? Sie ist eine Erfindung seines Gehirns, die es kreierte als er von den Luteces in Comstocks Dimension übertrat. Dennoch existiert eine Schuld in seiner Vergangenheit, die das Gehirn heranzog – nämlich die Tat, die er am meisten in seinem Leben bereute: das Verkaufen seiner Tochter Elizabeth. Dies ist seine Schuld, die er gutmachen will, in dem er sie zurückholt. Denn auch wenn Elizabeth für in zunächst eine Fremde ist, assoziiert sein Gehirn sie dennoch wohl mit seiner Tochter. Diese Schuld ist nicht mit den Spielschulden zu verwechseln, für deren Begleichung Booker im Jahre 1893 Elizabeth verkaufte.

Elizabeths Kräfte: Woher hat Elizabeth ihre Kräfte, die Fähigkeit in andere Dimensionen zu sehen und gar Tore in diese zu öffnen? Vielleicht hatte sie diese schon immer oder war in besonderer Weise begabt. Vielleicht ist's die Einwirkung des transdimensionalen Transports in so jungen Jahren gewesen. Aber eventuell war's auch ihr kleiner Finger, der durch den sich schließenden Riss abgetrennt wurde. So war etwas von ihr – ihre Fingerspitze und der Rest ihres Körpers – in zwei getrennten Dimensionen gleichzeitig. Dies wurde auch in einem Log von den Luteces angedeutet.

Der tote Leuchtturmwärter: Der tote Leuchtturmwärter – der Typ mit dem Sack über dem Kopf zu Beginn des Spiels – ist wohl genau das und nicht mehr. Entweder war er tatsächlich der Betreuer des Leuchtturms oder aber einer von Comstocks Mannen. Sicher ist, wie eine Notiz im Turm bezeugt, dass er angewiesen war, Booker aufzuhalten, da Comstock durch seine Visionen/Blicke in andere Dimensionen von seinem Kommen wusste. Doch steht die Frage aus, wer den armen Kerl umbrachte: hier scheinen wohl alleinig die Luteces in Frage zu kommen. Ob sie ihn schlicht ermordeten oder irgendwie ihre Fähigkeiten zu pandimensionale Reisen dafür nutzen, das bleibt der Spekulation überlassen.

Update 2: Danke, Leute. Vor allem für das Feedback via Comments, Mail etc. Ich arbeite gerade einer erweiterten Version der Erklärung, die neue und/oder logischere Denkansätze berücksichtigt und damit einige Lücken zu füllen scheint.

Update: Achtung! Dieser Text hier ist Work in Progress. Ich habe ihn in einem Zug runter geschrieben und das nicht sonderlich sorgfältig. Tippfehler bitte ich daher zu verzeihen. Ebenso wird noch an den Formulierungen gefeilt und Bilder eingefügt, wo sie hilfreich sein könnten. Auch habe ich manches sicherlich nicht ganz zu Ende gedacht und werde über einiges noch nachgrübeln.

Auch folgen bald später gesonderte Absätze, wie sich Burial at Sea in das ganze einpasst. 

36 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Krass!!! Aber leuchtet mir nach dem zweiten Lesen ein. Danke für die Erklärung.

Anonym hat gesagt…

"Einige dieser Bookers lernten eine Frau kennen, bekamen ein Kind und verkauften es an Comstock – unser Booker war eben einer davon. Ein weiterer war jener in der Paralleldimension, in die uns Elizabeth gen Ende des Games führt, der zum Führer der Vox Populi aufstieg und als Märtyrer starb."

Die Vox Populi ist doch eine "Bewegung gegen Comstock" Wie kann er als Anführer gegen sich selbst in einer Welt existieren?

Tolle Erklärung sonst!

Michael hat gesagt…

"Wie kann er als Anführer gegen sich selbst in einer Welt existieren?"

Wieso sollte er nicht? In der genannten Dimension existiert Booker-1 - der Vox-Märtyrer -, den die Luteces in die Welt dieses Comstock brachten: Booker gegen Ex-Booker/Comstock. Zuletzt bringt Lizzy noch unseren Booker-2 in diese Welt. Es existieren zu dieser Zeit Booker-2, Comstock ... und es existierte Booker-1, der jedoch tot ist.

Greg hat gesagt…

Alter ... was ein Textbrocken?! Könnte aber hinauen wie du das so schreibst. Vor allem das mit dem Rapture ist total irre aber scheint auch so zu stimmen. Vielen Danke!!!

Anonym hat gesagt…

Du erklärst den Münzenwurf so, dass eine Dimension existiert, in dem sehr häufig Kopf hintereinander geworfen wird. Meiner Meinung nach ist es anders: Die Zwillinge haben schon oft einen Booker nach Columbia geholt, und jedes mal liesen sie ihn die Münze werfen, und jedes kam Kopf herraus. Die Zwillinge wollen so wohl herrausfinden, ob sich der Verlauf diesmal ändern. Beim Ergebnis sagt sie zu ihrem Zwilling: "Kopf hoch, vielleicht beim nächsten mal" als würde sie vermuten, dass es diesmal wieder nicht klappt.

Hat eigentlich jemand nachgesehen, ob der tote Comstock auf seiner Hand ein AD hatte?

RedRanger hat gesagt…

Also der Teil mit Rapture haut so nicht hin.

Rapture ist nicht nur in einer parallelen Dimension sondern auch in einer anderen Zeit. (60er Jahre statt 1912).

Wieso sollte aber eine andere Version von Columbia nun 40 oder 50 Jahre entstehen? Dann wäre Booker nie an Wounded Knee gewesen und Comstock nie entstanden und es hätte nie den Turm und das Mädchen gegeben.

Rapture ist einfach nur ein Beispiel von Elizabeth das zeigen soll, dass bestimmte Muster sich wiederholen. Außerdem ist es ein Fan Service des Entwicklers, der so eine Verbindung zu den anderen Bioshocks herstellt.

Das mit dem Gencode für die Tauchkapsel ist kein stichhaltiges Argument. Du schreibst selber, dass es ein anderes Rapture ist. Also kann es auch ein Rapture ohne diesen Gen-Lock sein.

Anonym hat gesagt…

Das Ende habe ich ähnlich verstanden, jedoch gehe ich davon aus, dass Booker nur in den Dimensionen ertränkt wird, in denen er sich für die Taufe entscheidet.
Man sieht am Ende zwar nicht, ob Anna wirklich in der Wiege ist, aber weshalb sollte auch der Booker getötet werden, der das Kind weggibt?
Gibt ja keinen Sinn, denn ohne die Existenz von Comstock kann auch dieser Booker Anna normal aufziehen, da ihre Fähigkeiten wahrscheinlich nur durch die Berührung mit der Spalte entstanden sind.

Was ich allerdings wirklich nicht nachvollziehen kann ist, wie die anderen Annas zu dem Meer gekommen sind. Dazu müssten es ja alle geschafft haben, ihre Fähigkeiten wieder komplett zu erhalten. Dies ist in der gespielten Variante allerdings nur durch die Hilfe von Booker und der zukünftigen Anna geschehen. Wenn Booker stirbt, würde Anna viel zu spät erfahren, wie man Songbird ruft. Sehe ich da was falsch?

Anonym hat gesagt…

aber was soll das bei der stelle im luftschiff kurz vor dem kampf mit den vox populi wo songbird zur unterstützung kommt mit dem käfig ich hatte das beim durchspielen nicht verstanden auf was sie hinaus wollte käfig = cage ich weis das ein käfig auf dem zettel war aber die beduetung ?

und auf englisch sagt sie : i missed somthing...... come on..

und haben die entscheidungen auswirkungen zb vogel oder käfig ?

Anonym hat gesagt…

Ich bin total beeindruckt von deiner Interpretation der Geschehnisse. Es war mir vor dem Lesen deinen Beitrags nicht möglich das Ende so wie du es beschreibst zu deuten. Meinen Respekt für deine Darstellung!! Sinnvoll und nachvollziehbar.

Anonym hat gesagt…

DANKE DANKE DANKE!
Besonders für die Rapturszene, einfach UNGLAUBLICH GUT!

Chino2312 hat gesagt…

Na es gab ja mehrere paralleldimensionen mit Comstock... Booker war inder einen dieser Märtyrer... der comstock aus der Dimension ist anders entstanden... so seh ich das

Chino2312 hat gesagt…

Ne hat er natürlich nicht, da Comstock ja keinen Grund dazu hatte. Denn er hatte ja nie eine Tochter die ihm entrissen wurde...

Chris hat gesagt…

Habs grad durchgespielt und fand's ziemlich gut - bei Rapture war ich aber auch baff. Mir drängte sich bei der Szene mit Songbirg im Wasser aber auch sofort der Vergleich mit den Big Daddies und Little Sisters auf gegenüber Songbird als Wächter und Elizabeth. Die Klamotten wären mir so jetzt nicht mehr ganz bewusst gewesen ... erstaunlich!

Die Erklärung liest sich in meinen Augen einwandfrei schlüssig - Danke für's Schreiben!

Anonym hat gesagt…

Mit dem englischen Wort von Käfig also CAGE, sind dann die 4 Noten gemeint, die man auf der Flöte spielen muss. C - A - G - E

Anonym hat gesagt…

http://www.stern.de/spiele/features/bioshock-infinite-sieben-spannende-geheimnisse-13256.html

Anonym hat gesagt…

Da ich mich dank Star Trek schon lange mit der möglichkeit der Dimensionen etc. beschäftige war das traurige Ende für mich sehr schwer zu schlucken und wird mich lange beschäftigt.

Elbo hat gesagt…

Spitzen Erklärung.

Ich habe das Spiel gestern beendet und die End-Szene ähnlich wie du beschrieben hast, verstanden.

Ich vermute, der Booker der die Tür am Ende öffnet, ist ein Booker der zwar arm ist, jedoch keine Schulden hatte und seine Anna wie ein ganz normales Kind aufziehen wird.

Ich vermute, das das damit zusammenhängt, das Booker sich selber als Comstock auslöscht. Damit hat jeder Booker der sein Kind weggegeben hat, Comstock in den verschiedenen Dimensionen ausgelöscht. In den Dimensionen in denen er jedoch beim Versuch starb, wurde er zum Märtyrer, wodurch auch in dieser Dimension Comstock durch die Revolution ausgelöscht wurde.

Comstock wurde also also in allen Varianten ausgelöscht. Die Booker die Ihr Kind weggaben, wurden dann auch bei der Taufe durch Anna/Elisabeth beseitigt, wodurch sich diese Dimensionen auch schlossen.

Es können also nur noch Dimensionen übrigbleiben, in denen Booker sein Kind nicht weggab und auch nicht zu Comstock wurde. In diesen Dimensionen ist Anna sein ganz normales Kind.

Anonym hat gesagt…

Vielen Dank für die tolle Erklärung und die Mühe die Du Dir damit gemacht hast. Mir ist jetzt einiges klar geworden. Trotzdem bin ich von den Ende entäuscht.
Ich habe mich durchgekämpft wie ein Held, ich habe alles gegeben um Elisabeth zu retten. Ich habe ein Happy End mit Elisabeth und eine gemeinsame Zukunft mit Ihr in Paris erhofft und auch verdient!

Stattdessen ein Frustende: Elisabeth ist meine eigene Tochter und ersäuft mich auch noch.
Echt Schade !! Meine gute Stimmung war dahin...

Wolf hat gesagt…

Tolle Interpretation, die fast alle Fragen beantwortet. Aber ich würde gerne wissen, welche Rolle die Entscheidungen "Kopf oder Zahl"; "Vogel-" oder "Käfigbrosche" oder Bewerfen der "Sklavin" oder des "Moderators" nach sich zieht?

Majowa hat gesagt…

Guter Text, erklärt viel und fasst vieles zusammen, was ich mir gedacht habe. Nur an einer Stelle muss ich widersprechen: Die Anna-Annabell-Sache. Durch ein Voxophone weiß man, dass die junge Frau einfach jedes Mädchen fragt, ob sie "Annabell" heißt. Das hat genau den Effekt, den es haben soll: Elizabeth verbessert sie und verrät sich somit selber. Die Frau, die gefragt hat, gibt daraufhin bescheid, dass Booker und Elizabeth hier sind und deswegen werden sie dann angegriffen.
Ich gehe auch davon aus, dass das Rapture, in dem sie sind, einfach eines ohne Gencode-Schlüssel ist. Ansonsten müssten DeWitt und Ryan ja auch gleich aussehen.
Am Anfang sagst du, dass jede Entscheidung eine neue Welt eröffnet. Da stimme ich zu, aber man darf nicht daraus schließen, dass es jede Realität gibt, die man sich auch vorstellen kann. So sagt Elizabeth ja, dass es keine Welt gibt, in der DeWitt Lutece nicht das Baby übergibt. Jede Entscheidung führt zu einer neuen Welt, ja, aber nicht überall gibt es überhaupt eine Wahl. Da muss man zwischen Variable und Konstante unterscheiden. Das die Lutece das Baby für Comstock bekommen ist eine Konstante, das Ergebnis des Münzwurfs sind eine Konstante. Variabel ist das Ergebnis bei der Ketten-Wahl oder das, was DeWitt bei dem Münzwurf sagt.
Ich denke, dass es am Anfang eigentlich nur zwei wichtige Stränge gab (Columbia-Stränge, ich lasse Rapture hier mal außen vor) und zwar einen, in der sich DeWitt hat taufen lassen, und einen, in der er es nicht getan hat. Wir können uns noch mehr vorstellen (von der Wahl der Klamotten, die er anzieht, und damit eine neue Welt erschafft, bis dahin, dass er gar nicht hingeht) aber ich denke, dass diese Realitäten nicht existieren, obwohl wir uns sie vorstellen können. Ich denke, es sind konstant-lineare Welten bis zur Taufe, wo sich das ganze in zwei Teile spaltet. Durch diese Spaltungen entstehen ganz viele Verästelungen (wer weiß, ob die Luteces in ihrer vorherigen Versuchen nicht noch andere Variabeln getestet hat, vielleicht zwei Münzen, mehr Ketten, oder vielleicht sollte man auch mal einen Würfel rollen? Vielleicht gab es das Telegramm in einigen Welten gar nicht?) Die Luteces scheinen nun zum 123 Mal zu versuchen Elizabeth zu retten - ausgehend von den Strichen, auf der Tafel, und auch der Code am Anfang: 1-2-2 Versuche bisher. Dies sind nicht verschiedene Bookers aus Welten, die sich schon von der Taufe getrennt haben, sondern erst im Anschluss. Verästelungen, die durch Entscheidungen gemacht wurden. Am Ende töten die Elizabeths den DeWitt, der sich taufen lassen wollte (da gibt es sowieso einen Sprung - es ist nicht mehr der selbe DeWitt, wie der, den man spielt, und auch die Elizabeth ist eine andere (sie trägt keine Kette mehr!)). Dadurch kommt es nie zu Comstock, nie zu Columbia, nie zur Entführung von Anna. Die allerletzte Szene ist Booker, der in der anderen Welt aufwacht. Er hat seine Anna noch, da die alternative Welt nicht mehr existiert, er ist an einem Zeitpunkt, bevor Lutece sein Kind haben wollte.
Zu Elizabeth: Ich denke, sie lebt immer noch mit den Fähigkeiten, genau so wie die Luteces, da sie überzeitlich und überräumlich sind.

@Wolf: Kopf-Zahl und Vogel-Käfig sind laut meiner Meinung nur da, weil die Luteces Variabeln und Konstanten testen. Das Bewerfen des Pärchen oder des Moderators hat aber tatsächlich im Spiel eine Konsequenz: Wirft man auf den Moderator, schenkt einem das Pärchen etwas im Verlauf des Spiels. Zusätzlich wird durch die Wahl vermutlich noch eine weitere Verästelung entstehen.

Ich hoffe, dass meine Ausführungen verständlich waren ^^. Ich wollte mir das ganze so langsam mal von der Seele schreiben, nachdem ich seit einigen Tagen und zweimal durchspielen nur noch darüber nachdenke :D. Das der Songbird schon in BioShock 1 zumindest im Ton vorkam ist ja mal genial - auch wenn wir wohl nie erfahren, ob es Zufall oder Absicht war. Naja, man hoffe auf die DLCs!

Anonym hat gesagt…

??? das Spiel hat mich von der ersten Minute bis zur letzten verwirrt , dein Text ist klasse und bringt viel Licht ins dunkel oder löscht er Licht im hellen ? alles ist möglich ;-)

Anonym hat gesagt…

Schwere Kost das Spiel aber deine Erklärung ist Perfekt... Danke auch meinerseits.

Nils Tee hat gesagt…

Das AD ist eine folge der Missetat das Booker seine Tochter verkaufte. Da Comstock aber nie Anna verkaufte weil er sie nie als leibliche Tochter empfing konnte er sie nie verkaufen und hatte somit auch keinen Grund sich selbst zu Brandmarken! Zudem wurde ja auch geschildert das Booker erst nach woundet knee zu Comstock wurde also auch nie die Mutter, Annabell(so hieß sie glaube ich) kennen lernte und er eh durch die dimensionsrissversuche nicht mehr zeugungsfähig war!

Gino hat gesagt…

Was die Anna-Annabelle Sache angeht: Ich verstehe das so, dass die Frau Elisabeths/Annas (kurz für Annabelle) Mutter ist bzw vielmehr geworden wäre. In dieser Dimension hat sie zwar Booker nie kennengelernt und ist somit auch nicht bei Annabelles Geburt gestorben. Aber dennoch hat sie ein diffuses Gefühl dafür, was hätte sein können oder sollen. Darüber verliert sie den Verstand. Eine mögliche Erklärung dafür, warum sie dieses Gefühl hat wäre, dass sie, wenn auch nicht kontrolliert oder bewusst, die Existenz des Multiversums erkennt bzw erahnt. Davon ausgehend, das dem so ist, und zwar in allen Dimensionen, würde das auch Elisabeths/Annas Fähigkeiten erklären. Sie hat sie, in stärkerer Form und eventuell katalysiert durch ihren Dimensionswechsel als Baby, von ihrer Mutter geerbt.

Anonym hat gesagt…

Toller Blog! Hat jemand eine Idee, wer der Tote mit dem Sack überm Kopf ist, den man ganz zu Anfang auf einen Stuhl gefesselt findet?

Anonym hat gesagt…

Sehr gut erklärt ;)
Ich find am coolsten diese verbindungen zu den voherigen bioshock teilen am besten ^^
Kann man da nicht mal ne liste oder so machen ?
Vllt fällt noch jemanden was ein ?

Songbird-big daddy
Elizabeth-little listers
Booker-comstock-andrew ryan-jsck
Rapture-columbia
Schienensystem-(atlantic express oder tauchkugel)
Plasmide-vigors

Mehr fällt mir i moment nich ein

Anonym hat gesagt…

Hallo, sehr Interessant das alles zu Lesen, warum wird DeWitt von dem Selben Prister in Columbia nochmal getauft (am anfang das Spiels) der ihn schon am "Ende des Spiels" in der schlusszene Getauft hat ?

Hat darauf jemand einen Antwort :D

Anonym hat gesagt…

der priester ist blind

Anonym hat gesagt…

Ich hab noch was herausgefunden,
Wenn man dann in rapture ist , gibt es noch einen hinweis, der beweisen kann, dass es nicht das selbe rapture ist.
Die türen/tore in rapture lassen sich anders öffnen, denn als erstes dreht sich der kreis an der tür und dann erst fährt die sie nach oben.
Also in bioshock 1 usw... War das noch nicht so... Glaub ich...

Anonym hat gesagt…

Hi,
Ich hab Bioshock Infinite durch die Let's Plays von TrollinLP kennengelernt.
Ich war genauso wie sie vom Ende des Games sehr überrascht und geflasht.
Mir wurde deine Erklärung von einer Kommenteurin empfohlen und ich bin echt froh, dass ich achgeschaut habe. So wie du es erklärt hast ergibt alles einen Sinn.
Ich muss zugeben, dass ich die ersten beiden Teile von Bioshock weder gespielt noch mir die Let's Plays angeschaut habe, was ich jetzt aber nach dieser Erklärung unbedingt nachholen muss.

Ich habe jedoch noch eine Frage:
Angenommen Booker hätte den Ball auf das Pärchen werfen wollen, was wäre dann passiert?

Weiß jemand ob es irgendwann noch ein viertes Bioshock geben wird?

Danke für die Erklärung und im Voraus auf die Antworten.

Anonym hat gesagt…

Danke für den tollen Text. Hat mir so einige Lichter aufgehen lassen. Beeindruckend wie Du das alles so überblicken und einordnen konntest. Weiter so!

Anonym hat gesagt…

Tolle Erklärung, danke :)
Ich hab das Spiel gestern fertig gespielt, die Erklärung gelesen und dann nochmal das Ende gespielt, um auf alles achten zu können ;D
Und ich habe eine Theorie zu dem Siffon(?): Elizabeth' Kraft ist ja ziemlich mächtig, wie man am Ende merkt. Der Siffon hat ja permanent ihre Kraft 'abgesaugt', also muss enorm viel Kraft in Elizabeth' Turm gespeichert gewesen sein. Diese Kraft hat Comstock einerseits benutzt, um seine Risse zu öffnen, und andererseits hat diese Ballung an Dimensionsenergie in Columbia zu der Entstehung von den Rissen geführt, denen man im Spiel begegnet(nicht die, die Elizabeth öffnet, sondern die, die schon da sind, wie zB der Riss im kaputten Haus des Musikers).
Ich weiß, die Luteces konnten schon vorher Risse für Comstock öffnen(siehe Ende), aber diese scheinen ziemlich instabil zu sein. Mithilfe des Siffons können die Luteces jetzt stabilere Risse öffnen, aus denen Comstock sein Wissen über Technologien holt. Klingt das logisch? :S

Und zu dem Münzwurf: In einem Forum hab ich zu dem Thema mal folgendes gelesen:
Elizabeth sagt am Ende, dass alles aus Variablen und Konstanten besteht. Die Konstanten sind die Dinge, die in allen Dimensionen gleich sind. Die Variablen sind die, die sich ändern: Die Entscheidung von Booker, sich taufen bzw. nicht taufen lassen und so weiter. Das Ergebnis des Münzwurfs ist eine Konstante: Immer, wenn Booker die Münze wirft, kommt Kopf raus.
Hoffe das war verständlich :)
Auf jeden Fall werd ich noch einige Tage über das Spiel und seine Verwirrungen nachdenken :D

Litus hat gesagt…

Ich habe noch nicht ganz verstanden, warum Booker Nasenbluten bekommt, als dieser das erste Mal Comstock begegnet.
(Dort wo Comstock über ein Video auf dem Zeppelin zu ihm spricht). Er redet etwas von, "dass alles im Blutvergießen endet" und "das das bei Booker ja immer so ist". Direkt Danach bekommt Booker Nasenbluten, also muss dieser Satz eine Erinnerung bei ihm getriggert haben.

Ich vermute, da Comstock Booker persönlich anspricht, referenziert er über eine Begebenheit, die sich zwischen beiden abgespielt hat und die einzige Möglichkeit wäre, als Comstock Anna entführt. Und auch dort kommt es zu "Blutvergießen", als der kleine Finger von Anna abgetrennt wird. Ist es diese "unbewusste" Erinnerung, die Booker hat?
Ich hoffe inständig, dass mir jemand helfen kann, ich weiß nicht mehr weiter.

Danke im Voraus

Michael hat gesagt…

@Litus - Ja, das mit dem Nasenbluten ist auch eine interessante Facette. Eine, die Butterfly Effect entliehen ist. Durchaus scheint es so, dass Comstocks Ansprache Erinnerungen weckt. Ob Bookers Erinnerungen an sich selbst; Anna oder seine Taten an Wounded Knee: wer weiss. Dies ist etwas, über das man nur spekulieren kann. Doch denke ich, dass es tatsächlich auf Bookers Taten als Soldat hinziehlt - aber auch das, was er wohl nun in Columbia tuen wird.

MSC hat gesagt…

Also ich finde es immer noch sehr schwierig, das alles im Kopf zusammenzuhalten. Aber verstanden hab ich echt shcon. ich hoffe, dass ein neuer Teil rauskommt. Die Erzählungen sind so unglaublich wie brilliant :) Ich sehe die Erklärungen genauso wie ihr ;)

Anonym hat gesagt…

Die Geschichte hat mich sehr schockiert, gefesselt, beeindruckt und mir meinem Atem geraubt. Einfach dieses ganze Chaos was gleichzeitig kein Chaos ist. Die ganzen Entscheidungen wie z.B. ob er sich tauft oder nicht taufen lässt. Da ist es einfach mehr als nur faszinierend zu sehen was die Folgen und Konsequenzen von seinen Entscheidungen sind. Was dort ganz Colombus betrifft. Und wenn man auf sein eigenes Leben jetzt zurück schaut, gab es für manche von uns auch Entscheidungen, die eine Menge in unserem Leben beeinflusste.