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Bier-Review: Chiemseer Hell


Eines der größten Komplimente, das man einem industriell produzierten Bier machen kann, ist wohl, es mit Augustiner zu vergleichen. Entsprechend kann sich die Chiemgauer Brauerei aus Rosenheim geschmeichelt fühlen. Oder besser gesagt: die Paulaner-Grupper und Auer-Bräu, die hinter der Herstellung dieses Pseudo-Indie-Bieres stehen. Denn recht oft bekommen man ein „Hey, schmeckt voll wie Augustiner!“ von jemanden zu hören, dem man ein Chiemseer Hell unter die Nase hält. Andere vergleichen es hingegen Tegernseer, was kein minder großes Lob darstellt aber auch am Flaschen- und Kastendesign liegen mag. Auch sonst ist's recht nah am Münchner Traditionsbier und dem Gerstensaft aus dem Herzoglich Bayerischen Brauhaus. Goldgelb in der Farbe; eine kurzlebige aber hübsche Schaumkrone, die sich dann als Ring an den Gasrand verflüchtigt. Im Geschmack leicht malzig und mild. Weich, würzig und mit einem sich voll entfaltenden Körper im Abgang. Und im Armoma mit einer sanften Note von frisch geschnittenem Gras. Die 4,8 Prozent sind kaum merklich, was es auch im Sommer gut trinkbar macht. Ein Helles, wie es sich er Bayer wünscht. Dennoch: ganz dem Augustiner kann's nicht das Wasser reichen. Denn trotz all der Ähnlichkeiten schmeckt's dann doch etwas langweiliger als das Vorbild. Woran's liegt? Ich kann's nicht ganz fest machen.

Trotzdem stellt's eine überraschend gute Alternative zum Augustiner Hellen dar. Was es unter anderem in den Sommertagen beweist, wenn's bei Augustiner und dem Brauhaus Tegernsee zu Lieferengpässen kommt. Denn nicht nur gehen dann auch in Getränkemärkten die Kisten weg, wie … kaltes Bier. Auch in manch Biergarten wird dann das Paulaner-Bier ausgeschenkt.