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Ein schneller Kommentar zur Xbox One

Microsoft hat endlich nachgezogen und den eigenen Sack Reisdie neue Xbox angekündigt. Die heißt nicht wie gemunkelt Infinity, sondern One. Ja, wie das HTC One, nur eben mit Xbox statt HTC. Den Sinn dahinter hab ich noch nicht ganz entschlüsselt, geht aber gut von der Zunge, wie ich gestehen muss. Das wichtigste: Kein Online-Zwang für Single-Player-Games und erscheinen soll die Konsole "später in diesem Jahr" - also: spätestens zu Weihnachten. Gut!

Die Specs, soweit bekannt, gehen in Ordnung: 8 Gigabyte RAM, Blu-ray-Laufwerk, 500 Gigabyte Festplatte, WIFI, USB3.0-Schnittstellen und ein 8-Kern-Prozessor sind ein nett geschnürtes Paket und bieten der PS4 durchaus Paroli. Allerdings: während sich die PS4 von Sony als Zocker-Altar präsentiert wurde, scheint Microsoft in die andere Richtung zu rennen. Denn auf der Präsentation ging's vor allem um eins: Fernsehen, Film, Serien! Natürlich alles über Sprache und Kinect 2.0 steuerbar. Auch will Microsoft selbst Inhalte liefern und Steven Spielberg eine Halo-Serien drehen lassen. Starker Zug! Verschiedene Channels zeigen, was gerade für Serien trendig sind und so weiter und so fort. Kaum zu glauben, dass das eine Spielekonsole sein soll, so wie die Xbox One da präsentiert wurde. Schlimm? Nicht unbedingt. Nur ziemlich scharf auf den amerikanischen Markt abgestimmt. Ob das auch in Europa und Asien läuft? Mal schauen. Ach ja, und Skype – wurde ja von Microsoft aufgekauft – ist eingebaut und kann neben der Serienguckerei laufen. Nett, immerhin.

Spiele gibt’s trotz der TV-Fixierung natürlich immer noch und einen Controller auch. Letzterer gefällt mir selbst bisher recht gut. Schwarz, futuristisch und dennoch nicht zu weit von 360 Controller entfernt. Nur: ein gescheites D-Pad kriegen die Jungens aus Redmond weiterhin nicht zustande. Freilich lässt sich's Microsoft nicht nehmen, auch das SmartGlass mit in die ganze Xbox-Welt rein zubügeln. Aber … egal, benutzt ja eh keiner. Insgesamt 15 Games sollen zum Launch der neuen Xbox bereitstehen – davon 8 neue und unverbrauchte Franchises. Darunter freilich COD - Ghosts, Forza 5, Thief, Destiny aber auch das frisch präsentierte Quantum Break von Remedy, den Jungs hinter Alan Wake! Das für mich interessanteste Game auf der neuen Konsole.
Eher unschön dabei: Spiele müssen vor dem Spielen installiert werden. Abwärtskompatibilität gibt’s natürlich nicht. Und: wie's heißt, können erworbene Games nicht einfach second-hand weiterverkauft werden, denn um diese erneut auf einer anderen Xbox One zu spielen, könnte eine Gebühr fällig werden. Damit wäre das traditionelle Second-Hand-Model hinfällig. Das klingt nach Aufstand! Erfolge, Speicherstände aber auch aufzeichenbare Spielsequenzen sollen in der Cloud von Xbox Live gespeichert werden können/müssen, die von 300.000 Severn gestützt werde. Klar! Darüber hinaus erlaubt Microsoft Entwicklern angeblich – auch wenn grundsätzlich kein Always-Online ansteht – Games mit einem Online-Check-Up zu versehen und somit doch einen Online-Zwang durch die Hintertür zu schieben. Allerdings glaube ich nicht, dass sich das allzu viele trauen werden.

Alles in allem wirkt die Xbox One durchaus solide aber auch wenig überraschend. Das Spieleaufgebot könnte etwas aufregender sein und die Fixierung auf TV ödet mich etwas an. Aber sonst? Okay! Aber: Microsoft hat sich im Gegensatz zu Sony getraut, die Xbox One selbst zu zeigen. Hätte man lieber lassen sollen. Denn die erinnert in ihrer Designsprache an die leblosen und langweiligen TV-Set-Top-Boxen, die man sich nur all zu widerwillig ins Fernsehregal stellt. Oder anders gesagt: Echt hässlich, das Teil! Hoffentlich wird hier nochmal nachgebessert.