Hallo werter Besucher. Schön, dass du hergefunden hast. Leider wird dieses Webblog nicht mehr aktualisiert. Aber keine Bange. Denn NEIN JA ERLEDIGT LOS ist nur umgezogen. Und zwar hierhin!

Das Filmjahr 2014

Über das Filmjahr 2013 kann ich erstaunlich wenig Schlechtes sagen. Denn abseits von einigen wenigen Enttäuschungen wie Gangster Squad, Riddick, Oblivion, Elysium und RIPD bereue ich fast keinen Kinogang oder Blu-ray/DVD-Kauf. Vielmehr wurde ich mehrere Male positiv überrascht, in meiner vorgefassten Meinung widerlegt oder von Streifen überwältigt, die ich nicht oder nicht mehr auf dem Radar hatte. Vor allem The Conjuring, The World's End, Pacific Rim, Europa Report, Carrie, Escape Plan, Der Hobbit 2, Dark Skies, Upstream Color, Escape from Tomorrow, Star Trek Into Darkness, Die fantastische Welt von Oz und natürlich Gravity waren meine persönlichen Highlights und Akzentsetzter. Und schaue ich so auf das Jahr 2014 und was da so angekündigt ist, könnte das kommende Jahr tatsächlich ebenso interessant, wenn nicht sogar noch spaßiger werden. Zumindest die folgenden Filme haben schon einmal mein Interesse geweckt.

Godzilla
Eine frische und nicht-Emmerich'e West-Aufarbeitung von Godzilla. Fantastisch! Und das vom von mir so verehrten Monsters-Regisseur Gareth Edwards. Da als Gesamtneustart der Ami-Japan-Monster-Reihe konzipiert soll hier quasi die Herkunftsgeschichte und erste unwiederlegbare Begegnung der Menschheit mit dem Echsen-Monster aus dem Meer erzählt werden. Dabei soll Godzilla jedoch nicht als riesenhaftes Ungetüm, sondern eher als Naturgewalt fungieren, die die Menschheit zu verstehen und bekämpfen lernen will. Daher dreht sich die Story auch nicht um einen gigantischen Militärapparat, sondern vielmehr einen kleinen Einsatztrupp, der ins Epizentrum der Mensch-gemachten höheren Macht geschickt wird. Schaut bisher großartig aus.

Monsters: Dark Continent
Leider kann sich Gareth Edwards dank Godzilla nicht der Fortführung seines eigenen Werkes widmen: eben Monsters, das mit Dark Continent eine Art Sequel bekommt. Oder besser: eine Erweiterung. Denn die Geschichte um Andrew und Sam ist abgeschlossen. Stattdessen widmet sich die nun einer weiteren Region, die durch eine NASA-Sonde mit außerirdischem Bakterien verseucht wurde, aus dem sich gigantische Kreaturen entwickelten: dem Mittleren Osten. In dem muss eine Gruppe US-Soldaten, die dort eigentlich Ölfelder vor den EBEs sichert, eine Kameraden aus einer verseuchten Zone retten. Heißt: Sand und Staub statt Dschungel. Als Regisseur ist der mir bis vor kurzem vollkommen unbekannte Tom Green eingesetzt, der bislang einzelne Folgen von Serien wie Misfits und Blackout produzierte. Könnte zumindest interessant werden.

Interstellar
Christopher Nolan und sein Bruder Jonathan machen immer noch ein großes Geheimnis um den genauen Plot von Interstellar. Doch soweit man weiss, entdeckt die Menschheit darin ein Wurmloch und entsendet ein Team von Wissenschaftlern auf eine Reise, um zu ergründen, was sich dahinter verbirgt. Zeitreisen, außerirdische Welten, Paralleldimension … alles kann kommen. Interessant jedenfalls: gefilmt wurde hauptsächlich in nahezu menschenleeren Gegenden – Nanton und Longview, Kanada; am Snæfellsjökull-Gletscher und im Dörfchen Kirkjubæjarklaustur in Island. Könnte also gut sein, dass sich hinter dem Loch im All eine verlassene Erde findet.

Poltergeist
Ja, das wird ein Remake von Spielbergs Kult-Horror-Streifen von 1982. Allerdings habe ich, im Gegensatz zu vielen anderen Remakes, hier durchaus Hoffnung, dass die Neuauflage gefallen könnte. Und das nicht nur weil Sam Rockwell in die Rolle von Immobilienmakler Eric Bowen schlüpft, sondern auch, da mit Gil Kenan ein Jung-Regisseur am Werkt ist, der den von mir sehr gemochten Abenteuerfilm City of Ember erzaubert hat, der nicht zuletzt mit poetischer Lichtgestaltung und bedrückenden Kulissen überzeugt. Zudem hält Sam Raimi als Produzent sein Händchen über das Projekt, was ja auch schon was heißt. Spielberg selbst hält sich jedoch komplett raus. Und was der berüchtigte Poltergeist-Fluch bewirken wird, wer weiss.

Transcendence
Dr. Will Caster, gespielt von Johnny Depp, ist der begabteste und renommierteste Wissenschaftler auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz. Sein großes Ziel ist's eine Maschine zu erschaffen, die sämtliches jemals errungenes Wissen vereint und mit einem menschlichen Verstand und menschlichen Emotionen kombiniert. Als Caster von radikalen Technikgegnern tödlich verwundet wird, ist die einzige Möglichkeit, ihn zu retten, seinen eigenen Verstand in besagte Maschine zu transferieren. Das gelingt. Doch schon bald wächst die Apparatur über ihre eigentlichen Grenzen hinaus; begibt sich auf die Suche nach mehr und immer mehr Wissen und verwandelt sich in ein fast gottgleiches Wesen, das plötzlich alles durchdringt. Ein ambitioniertes Werk mit philosophischem Potential! Gleichzeitig auch das Regiedebut von Wally Pfister, dem Kameramann, dem man die imposanten Bilder in Dark Knight und Inception verdankt.

Noah
Ein episches Meisterwerk um die Sintflut will The-Fountain-, Black-Swan und Pi-Regisseur Darren Aronofsky hier verwirklichen. Und zumindest die ersten Trailerszenen beweisen mal wieder sein Händchen für Bildgestaltung. Dazu hat er mit Russel Crowe, Jennifer Connelly, Anthony Hopkins und Emma Watson einen beachtlichen Cast am Start. Könnte also gut werden – vor allem, da sich Aronofsky bei der Auslegung und Ausschmückung der recht kurzen Bibelstelle um die Sintflut einige Freiheiten nimmt. Das könnte aber so einige Gläubigen nicht gefallen, weshalb es schon zu Reibereien mit Paramount gekommen sei.

Exodus
Ebenfalls ein biblisches Thema behandelt Ridley Scott in Exodus. Nämlich den Auszug der Juden aus Ägypten. Dabei soll Christian Bale den Moses geben. Weiter sind auch Ben Kingsley und Sigourney Weaver dabei. Ansonsten ist nicht viel über das Werk bekannt – außer, dass Scott die Verfilmung als Interpretation und nicht als Nachstellung der biblischen Geschichte verstanden sehen will. Immerhin darf man sich zumindest auf gewaltige Bilder freuen. Denn gefilmt wurde unter anderem in Pechina in Andalusien. Und erinnert man sich, was Scott schon aus der Isle of Skye gemacht hat, kann man hier wohl ähnlich Imposantes erwarten.

The Legend of Hercules
Herkules, seines Zeichens Halbgott, wird von seinem menschlichen Stiefvater um sein Reich und seine Herrschaft betrogen – und stattdessen in die Knecht- und Sklavenschaft gezwungen. Aus dieser muss sich der Heerführer wieder befreien und seine angestammte Position zurückerkämpfen. Bisher schaut der Epensteifen von Stirb-Langsam-2-Regisseur Renny Harlin eher etwas lau aus. Vor allem da ich den Cast, angefangen mit Kellan Lutz als Herakles, ziemlich fragwürdig finde. Dennoch scheint die Betrachtung Herkules' als Krieger und weniger als Gottessprössling interessant...

Hercules: The Thracian Wars
… weit weniger differenziert will Rush-Hour- und Xmen-Last-Stand-Regisseur Brett Ratner den Halbgott in einem zweiten Herkules-Streifen inszenieren. Basierend auf einer lose an der griechischen Mythologie angelehnten Comic-Reihe von Radical geht's darum, wie Dwayne THE ROCK Johnson als ein sich von den Göttern losgesagter Söldner mit einigen ebenso zynischem Geflogsleuten umherzieht, die jedem ihre Dienste darbieten, der sie bezahlt. Erst als sie vom König von Thraker angeworben werden, um seine blutdrüntige Armee auszubilden, werden sie sich ihres zerstörten Gemüts bewusst. Klingt für mich nach einem epischem Gemetztel und könnte ziemlich unterhaltsam werden.

Jupiter Ascending
Schaut man sich den ersten Trailer an, scheint es tatsächlich, als könnten die Wachowskis wieder zu alter Größe zurückfinden. Denn die Story um ein die irdische Putze Jupiter Jones, deren DNA sie als neue Herrscherin des Universums ausweist, und daher von Söldnern der aktuellen Königin getötet werden soll, wirkt episch wie einst The Matrix. Überdies sehen die ersten Szenen einfach atemberaubend aus; alleine das Design und der Kontrast der tristen Erde geschnitten gegen die fantastischen Konstrukte der extraterrestrischen Welten: wunderschön. Hoffentlich versauen sie's nicht!

Edge of Tomorrow
Täglich grüßt das Murmeltier mit Krieg und Aliens. Ich denke, das trifft die Essenz eigentlich ganz gut. Tom Cruise landet als frisch ausgebildeter Offizier mit Robo-Kampfanzug in einer Schlacht gegen die Rasse der Mimics, die die Erde unterjochen wollen. Doch stirbt der Gute schon nach wenigen Sekunden. Findet sich dann aber in der Zeit vor dem Kampf wieder. Und wieder. Und wieder. Und das nicht alleine: auch die ausgebildete und Kampf-erfahrene Soldatin Rita ist in dieser Zeitschleife gefangen. Beide wollen dies nutzen. Sie trainieren und lernen die Schlacht auswendig, um den überlegenen Feind schlagen zu können und so die Schleife zu durchbrechen.

The Maze Runner
Der junge Thomas erwacht eines Tages in einem Aufzug, der ihn hinab in ein düsteres Gefängnis bringt, das von einem gigantischem Labyrinth umrahmt ist. Der Teenager ist ohne jede Erinnerung an sein vorheriges Leben, oder wie und wieso er hier gelandet ist. Jedoch ist er nicht der einzige: dutzende Kinder empfangen ihn am Ende des Aufzuges, die eine kleine und eingeschworene Gemeinschaft bilden. Denn im Labyrinth lauern fiese Monstren gegen die sie sich verteidigen müssen. Könnte was werden...

The Giver
In einer nicht allzu fernen Zukunft lebt die Menschheit in fast utopischen Verhältnissen. Rassismus, Krieg, Krankheit und Armut sind ausgemerzt. An ihre Stelle trat ein System der Gleichheit – genannt Sameness -, das alle Menschen zu ebenbürtigen Personen erklärt, automatisch Jobs und Positionen in der Gesellschaft zuweist, Effizienz ermöglicht aber auch Emotionen tilgt. In dieser Welt wird der junge Jonas in eine besondere Stellung erwählt: er soll der neue Empfänger der Erinnerungen werden. Also jener, der die Erinnerungen und das Wissen speichert, das noch aus der Zeit vor der Einfügung der Sameness stammt. Als er den bisherigen Träger der Erinnerungen trifft, begreift er, dass die Menschen ihre Utopie mit einem unbegreiflichen Preis bezahlten. Das alles klingt nach einer Jugendbuchausgabe von Equilibrium und da ist auch durchaus was dran. Aber hey: Jeff Bridges als kauziger Bewahrer des Wissens der Menschheit!

Sin City: A Dame to Kill For
Fast neun Jahre haben sich Robert Rodriguez und Frank Miller gelassen, um Sin City 2 zu realisieren. Und eigentlich sollte die Graphic-Novel-Verfilmung schon im Oktober dieses Jahres laufen. Aber sei's drum. Denn immerhin hat sich Miller die Mühe gemacht, abseits der Titel-gebenden Geschichte A Dame to Kill For und The Long Bad Night extra für den Film noch zwei eigens geschriebene Storys zu realisieren. Ich persönlich hoffe sehr, dass Sin City die Qualitäten des Originals halten kann, steht dieser doch in meiner Top 10 Liste mit ganz oben.

The Purge 2
Eigentlich war und bin ich von The Purge ja ziemlich enttäuscht. Denn leider wurde die faszinierende Idee einer gesamtgesellschaftlichen Katharsis – in diesem Fall einer alljährlichen Purge-Nacht, in der alle Verbrechen inklusive legal sind -, einer tumben Folter- und Metzelstory geopfert, die nicht mal sonderlich gut inszeniert ist. Nun hoffe ich, dass selbiges in Teil 2 anders sein könnte. Denn tatsächlich soll sich die Geschichte nun nicht mehr in einem vermeintlich Purge-sicheren Haus, sondern auf den Straßen abspielen.

The Monuments Men
Eine Gruppe von Museumsdirektoren, Kuratoren, Historikern und Kunstfachverständigen wird in US-Militäruniformen gesteckt und ins umkämpfte Nazi-Deutschland geschickt, um dort vom dritten Reich okkupierte Kunst sicherzustellen – und diese ihren rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben. Klingt fantastisch, ist aber eine wahre Geschichte, die schon im titelgebenden Buch The Monuments Men: Allied Heroes, Nazi Thieves and the Greatest Treasure Hunt in History festgehalten wurde. Klingt ähnlich spaßig, wie Männer, die auf Ziegen starren, der merkwürdigerweise ebenfalls George Clooney in der Hauptrolle hat.

Fury
Ein Freund sagte mir mal, Inglourious Basterds finde er eigentlich „geil“, aber es werde darin zu viel gelabert. Da könnte Fury genau das richtige für ihn sein. Denn hier kämpft sich eine Truppe amerikanischer Soldaten in einem Sherman-Panzer namens Fury hinter die feindlichen Linien des dritten Reichs, wo sie dann ausgebrannt und ohne Munition überleben müssen – aber dann die Chance erhalten, dem Nazi-Regime einen gehörigen Stich zu versetzen.

Area 51
Ursprünglich war das Projekt von Paranormal-Activity-Erfinder Oren Peli schon für Ende dieses Jahres angedacht. Aber wie das manchmal so ist, haben einige Re-Shots durchgeführt werden müssen und auch die Postproduktion verbraucht mehr Zeit als geplant. So soll der Found-Footage-Streifen also 2014 in die Kinos kommen. Und der zeigt das vermeintliche Filmmaterial einiger Freunde, die sich 1994 zur berühmt berüchtigten Area 51 aufmachten und sich plötzlich inmitten eines ungeahnten Ereignisses wiederfinden. Was? Wer weiss. Aber ich hoffe ja, dass sich Peli mehr einfallen ließ, als nur die allzu offensichtlichen Alien-Verschwörungstheorien zu verwursten.

Paranormal Activity: The Marked Ones
Ja, abseits von Paranormal Activity 5 wird mit The Marked Ones 2014 auch eine Art Latino-Spinoff der Serie erscheinen, das sich von der ursprünglichen Story so mehr oder minder lossagt. Der Auftakt klingt zumindest herrlich trashig aber auch viel versprechend. Während einer Party in einem Appartementkomplex stirbt plötzlich eine ältere Dame im Stockwerk unter den Feiernden. Als die sich mit Kamera aufmachen, fest zustellen, was passiert ist, finden sie ein scheinbar schiefgegangenes schwarz-magisches Ritual vor. Und … plötzlich beißt irgendwas einen der mutigen Partygänger.

The Amityville Horror: The Lost Tapes
Wie der Name vermuten lässt: auch das hier ist ein Found-Footage-Streifen – eben einer, der die Amityville-Geschehnisse aufgreift. Ein Fernsehteam will darin gemeinsam mit einigen Geisterjägern die vermeintlich paranormalen Vorgänge im bekannten Geisterhaus untersuchen – und findet mehr Aktivität vor, als ihnen lieb ist. Ob sich das Projekt dabei auch abseits des Namens von den sonstigen Found-Footage-Streifen abheben kann, das muss sich noch zeigen.