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Heute ist Handtuchtag 2015

Heute ist wieder Handtuchtag, Towel Day. An diesem Tag gedenken ich – zusammen mit vielen anderen – dem am 11. Mai 2001 verstorbenen Douglas Noël Adams. Denn der feine Herr war nicht nur Radiomacher, Visionär, Beinahe-Apple-Chef und der Inbegriff des Hoopy Frood. Nein, er war auch der Autor der Per-Anhalter-durch-die-Galaxis-Saga, die mich mit ihrem unvergleichlichen Wortwitz und wahnwitzigen Scharfsinn lehrte, das Leben nicht ganz so ernst zu sehen, auch wenn's einem einmal mit der Bratpfanne ins Gesicht schlägt, wie's etwa das gesamte vergangene Jahr der Fall gewesen war.

Er brachte mir bei, dass das Handtuch das wohl nützlichste Ding im Universum ist, ob nun im wortwörtlichen oder übertragenen Sinne, als Metapher für die eigene Beharrlichkeit und den Mut oder einfach, weil ihm nichts besseres eingefallen ist. Dazu offenbarte er, dass wir besser nie von den Bäumen hätten klettern sollen, und das Leben am ehesten einer Pampelmuse gleicht.

Obendrein sagte Douglas mit geradezu Star-Trek-iger Klarheit einen allwissenden elektronischen Reiseführer – ein Lexikon – voraus, den wir heute nun in Form des iPad, Smartphone oder Kindle und Wikipedia tatsächlich in unseren Taschen tragen. Und On-the-Fly-Übersetzungen wie mit dem Babel-Fisch gibt’s mittlerweile auch ganz in echt! Yeah!

Aus all diesen Gründen werde ich auch heute wieder, wie's der Handtuchtag verlangt, den ganzen Tag ein Handtuch mit mir rumschleppen und deswegen für bescheuert gehalten werden.

Wie jedes Jahr: hier gibt’s die Facebook-Gruppe zum Handtuchtag, hier den Flickr-Pool, da die "offizielle" Seite und hier gibt’s zu sehen, was auf Twitter abgeht.

Euch allen einen Happy Towel Day! Und Douglas, wir vermissen dich.

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Charles Schumann

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Ich hatte ihn nicht gleich erkannt, was mir immer noch etwas peinlich ist. Stattdessen war es seine pure Ausstrahlung, die mich veranlasste, Charles Schumann zu fragen, ob ich ihn kurz Photographieren dürfte. Er hatte so einen weltmännische und gleichzeitig furchtbar münchnerischen Anmutung, wie er mit seinem Tee und der Zeitung am frühen Nachmittag in einer Ecke im Hofgarten gleich hinter seiner Bar saß: die Gelassenheit in Person. Und nett und zuvorkommend ist er obendrein. Ein Münchner eben.

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Neill Blomkamps Alien - Eine Kurzanalyse

Neill Blomkamp, der Regisseur von Elysium und District 9, hat im Geheimen an einem Alien-Film gearbeitet. Zum Jahreswechsel postete er auf Instagram einige Konzeptbilder, die zwar nicht viel sagen aber einiges herauslesen lassen. So sollte unter anderem Sigourney Weaver als Ripley zurückkehren und Michael Biehn erneut als Corporal Hicks auftreten – dazu gleich noch mehr. Wie Blomkamp jedoch gleich enttäuschte, werde aus dem Film nichts werden.

Was working on this. Don't think I am anymore. Love it though.
Woulda rocked. Was a mental stroll into the world Ridley Scott created
Das, so Blomkamp weiter, sei jedoch nicht die Schuld von 20th Century Fox, sondern seine eigene Entscheidung. 20th Century Fox habe nicht mal davon gewusst, dass er daran arbeite.
Ps this has nothing to do with the studio. I just feel like I might do something else instead. In which case why not show some work-
They didn't really even know I was working on it ha
Fox never said no

Schade eigentlich, denn die Bilder versprechen viel. Außerdem, so hatte mir Sigourney Weaver vor Monaten in einem Interview gesagt, wäre sie durchaus bereit, ihre Rolle als Ripley neu aufzunehmen, wenn ein fähiger Regisseur mit einer interessanten Idee daherkäme.
...falls es jemals passieren sollte, dass ein talentierter und brillanter Mann oder auch eine Frau mit einer guten Idee zu mir kommt, um die Story zu beenden, dann würde ich mir das anhören.
Und verdammt, was die Bilder zeigen, das sieht wahnsinnig interessant aus!

Wie's scheint, spielte Blomkamp mit dem Gedanken, die Existenz von Alien 3 mehrheitlich zu ignorieren. Denn Corporal Hicks ist, genau wie Newt, eigentlich am Beginn des verunglückten dritten Alien-Films bei der Bruchlandung auf dem Gefängnisplaneten gestorben. Stattdessen scheint Blomkamps Alien-Streifen davon auszugehen, dass Ripley, Hicks und Newt aufgesammelt wurden. Weyland Yutani könnte daraufhin, wie auf einem der Bilder zu sehen, das Derelict-Schiff geborgen und auf eine Raumstation verbracht haben, um es zu erforschen. Wobei's hier ausschaut, als wäre das Schiff deutlich heruntergekommener bzw. organischer als im Original. Eventuell dauerte es, wie schon zwischen Alien und Aliens, einige Jahre, bis Ripley und Co. im Kosmos aufgefunden und Weyland zum Handeln animiert wurden. Auch die Blicke auf die gigantische und sehr fortschrittliche Station und ein Konstrukt, das an einen Weltraumaufzug denken lässt, legen diese Vermutung nahe. Ebenso könnte jedoch die Atmosphärewandlung auf Acheron LV-426 oder der Sauerstoff der Station den Raumer irgendwie „zum Leben erweckt“ haben. Wer weiss.

Egal, sicher ist, es kommt, wie's kommen soll: irgendwann randaliert eine Königin durch die Station und Ripley samt Hicks, dem bei einem Angriff wohl die eine Gesichtshälfte verätzt wurde, müssen sie aufhalten. Auch scheint es, irgendwie, zu einer Hybridisierung von Alien und Mensch zu kommen. So zeigt ein Bild eine neue Art von Face Hugger und ein anderes offensichtlich einen Alien-Mensch-Mutanten. Das Surrealste jedoch: Ripley trägt einen Alien-Helm, der anscheinend mit ihrem Kopf verwächst und auch einige Elemente des Space-Jockey zeigt - darunter der Rüsselaufsatz. Anbei sind auf dem Konzeptbild auch die Wörter „Pilot“, „Space Joc“ zu entziffern. Hat Ripley hier einen Anzug an, der es ihr erlaubt, das Derelict zu fliegen? Die Vermutung liegt nahe.

Wie dem auch sei, die Vision von Neill Blomkamp hat einiges für sich und wirkt wie eine moderne und mutige Herangehensweise an Alien. Auch sein visueller Stil könnte gut mit dem Alien-Universum harmonieren. Schade daher, dass wir diesen Streifen nie sehen werden.

UPDATE: Ha! Möglicherweise wird aus Blomkamps Alien doch noch was. Mehr dazu schreib' ich bei Wired.de.

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